Zentrum für ganzheitliche Tierheilkunde

Tierheilpraktikerin Claudia Nehls

Am Buchholz 3, 33014 Bad Driburg-Dringenberg

Tel.: 05648/963335, Fax: 05648/963334, Handy: 0173/51 57 633

E-Mail: tierheilpraxis1@t-online.de, Internet: www.tierheilkundezentrum.de

 

 

Cushing

 

Huf des Ponys Hexe

 

Vor einigen Jahren beim Pferd kaum vorkommend, nimmt das Cushing Syndrom bei unseren Ponys & Pferden stetig zu.

 

Die Ursachen hierfür sind weitgehend ungeklärt.

 

Veterinärmedizinisch ist das Medikament Pergolid das Mittel der Wahl.

Meiner Erfahrung nach schützt die Pergolidtherapie jedoch nicht vor immer wiederkehrenden akuten und massiv verlaufenden Hufrehe-Schüben. Zu viele Pferdehalter berichten mir täglich von akuten Hufrehe-Schüben trotz Pergolidtherapie. Auch kann es zu negativen Nebenwirkungen kommen, in deren Zuge man über Alternativen nachdenken sollte zu Pergolid.

 

Es gibt homöopathische Alternativen, welche ganz bestimmt einen Versuch wert, da diese nebenwirkungsfrei sind. Bei Fragen sprechen Sie uns bitte an!

 

Auch kann die Pergolid Therapie unterstützt werden durch eine homöopathische isopathische Therapie aufgrund der Biofeld-Haaranalyse.

 

Ob homöopathische, veterinärmedizinische oder kombinierte Cushing-Therapie:

 

Der wichtigste Faktor zur Vorbeugung akuter Hufrehe-Schübe ist und bleibt eine problembezogene Fütterung. Aus diesem Grunde empfehle ich grundsätzlich bei Cushing-Pferden bzw. Verdacht auf Cushing die dauernde Fütterung der Nehls Biologischen Hufkur und unseres Nehls Rehe-Ex.

Mit dieser Kombination konnten wir ausschließlich sehr positive Erfahrungen bei Cushing-Pferden sammeln und mir ist kein Fall bekannt, indem ein erneuter Hufrehe-Schub trotz Cushing-Diagnose auftrat bei dauernder Fütterung dieser Kombination.

 

Dass natürlich auch die übrige Fütterung auf die Erkrankung abgestimmt sein muss, versteht sich von selbst: Gerne helfen wir Ihnen bei der Fütterungsempfehlung für Ihr Cushing-Pferd; da auch diese individuell erfolgen sollte, das heißt, praktische Verhältnisse ebenso wie den Futterzustand des Pferdes mit einbeziehen muss und nicht alleine nach der Cushing-Erkrankung bemessen werden darf.

 

In der Regel wird die Cushing Erkrankung im Verlaufe einer rezidivierenden Hufrehe Erkrankung diagnostiziert.

 

Unser Tipp:

 

Ist die ganzjährige Fütterung unserer Ergänzungsfuttermittels Nehls Rehe-Ex:

 

Nehls Rehe-Ex ist ein natürliches Ergänzungsfuttermittel aus getrockneter Kräutermischung in DAB-Qualität, welche Stoffwechsel, Entgiftung, Blutreinigung und die Durchblutung anregt. Leber & Nieren werden schonend entgiftet und entlastet und erfahren somit bestmögliche Unterstützung.

Nehls Rehe-Ex ist ein natürliches Ergänzungsfuttermittel aus Kräutern ohne Zusatzstoffe, welches durch die Kombination der speziellen und individuell zusammengestellten Kräuter entwickelt wurde für Pferde, Ponys und Esel mit akuter und chronischer Hufrehe, bei Cushing, Metabolischem Syndrom, erhöhten Glukosewerten, zur Entgiftung und Stoffwechselanregung sowie zur Prophylaxe bei disponierten Pferden. Zusammensetzung: Ergänzungsfuttermittel aus getrockneten Kräutern in DAB-Qualität (u. a. Herba Cardui Mariae, Fructus Cynosbati, Betulae, Urticae, Herba Equiseti, Solidago, Cortex Salicis, Gingko)

 

Sowie der zusätzlichen ganzjährigen Fütterung unserer Nehls Biologischen Hufkur:

 

Makroskopisch und somit „augenscheinlich“ regt die Nehls Biologische Hufkur ein gesundes und qualitatives Hufwachstum durch die besondere Kombination der verschiedenen Pflanzen in einem flüssigen Pflanzensaft an. Viele Erfahrungen sprechen dafür, dass die Nehls Biologische Hufkur einen sehr positiven Einfluss auf Hufwachstum und Hufhornqualität zeigt. Das Hufhorn wächst sehr schnell in sehr guter Qualität, so, dass beispielsweise Schäden einer Hufrehe-Erkrankung schneller herauswachsen, welche den Huf bzw. das Pferd zusätzlich sensibilisieren, einen erneuten akuten Hufrehe-Schub zu entwickeln. Zur Prophylaxe einer Hufrehe-Erkrankung spielt auch die lokale Hufsituation zusätzlich zur Gesamtsituation des Pferdes eine große Rolle.

Innerlich hingegen wirkt die Nehls Biologische Hufkur auf den Pferdeorganismus entgiftend, durchblutungsanregend, entzündungshemmend und zeigt eine sehr positive Wirkung auf den Gesamtstoffwechsel unserer Pferde. Auch die Nehls Biologische Hufkur unterstützt Leber und Nieren schonend und unterstützt die körpereigene Abwehr und das Immunsystem.

Auch wächst nicht nur Hufhorn, sondern auch Langhaar sehr gut, das Fell wird glänzend und Pferde zeigen unserer Erfahrung nach deutlich durch ein „waches Auge“, ein reges Teilnehmen an der Umwelt und einen besseren Allgemeinzustand, dass die Fütterung eine Steigerung des Wohlbefindens bewirkt.

Zusammensetzung: Flüssige Pflanzenmischung:  u. a. Mariendistel, Solidago, Urtica urens, Weißdorn, Juniperus communis e fructibus, Artischocke, Birke, Schafgarbe, Heidekraut, Ginkgo, natürlich enthalten: Zincum, Jod, Kupfer, Sulfur

Da sich nunmehr seit vielen Jahren die Kombination beider Produkte als optimal herausgestellt hat, empfehle ich bei allen oben genannten Problemen und Erkrankungen auch gerne beide Produkte in Kombination.

Mehr über beide Produkte lesen Sie bei den Links „Hufprobleme“ und „Hufrehe“ und: viele Erfahrungen finden Sie zusätzlich bei den Erfahrungen.

Unsere Ergänzungs- und Pflegemittel sind im angegliederten Internetshop bestellbar

 

Damit zukünftig keine Verwechslungen und Verwirrungen mehr bezüglich Namensgleichheiten meiner Produkte zu anderen Produkten entstehen, sind ab sofort alle meine Produkte mit dem Nehls Logo sowie dem Namen „Nehls“ gekennzeichnet. Dieses garantiert, dass Sie ein Produkt des Tierheilkundezentrums Claudia Nehls, von dem Sie ggf. viele positive Erfahrungsberichte gelesen haben, auch wirklich kaufen! Meine Produkte werden ausschließlich durch unser Tierheilkundezentrum Team vertrieben; es gibt keine Händler oder Zwischenhändler o. ä. Unsere Ergänzungskräuterfuttermittel enthalten ausschließlich Kräuter in Deutscher Arzneibuch Qualität ohne Kräutervormischungen, Füllstoffe, Bindestoffe oder ähnliches. Alle unsere Produkte sind 100% DAB-Qualität und durch viele positive Praxis-Erfahrungen von mir entwickelt worden. Die Deutsche Arzneibuch-Qualität ist der höchste Qualitätsmaßstab für Kräuter und alle anderen Produkte (Abkürzung: DAB-Standard, DAB-Qualität).

Jedes einzelne unserer Ergänzungskräuterfuttermittel enthält natürlich in den Kräutern vorkommend (nicht zugesetzt) viele natürliche Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine, welche durch ihre Natürlichkeit in Verbindung mit den sekundären Pflanzenstoffen vom tierischen Organismus optimal verstoffwechselt werden; somit wird die zusätzliche Fütterung eines Mineralstofffuttermittels überflüssig. All unsere Ergänzungsfuttermittel sind zur dauerhaften Fütterung entwickelt worden und geeignet, auch „vertragen“ sie sich mit ggf. stattfindenden veterinärmedizinischen, homöopathischen bzw. anderen alternativen Therapieformen, mit Arzneimitteln, Impfstoffen und Wurmkuren. Eine Überdosierung ist nicht möglich, so sind die Angaben zur Dosierung Erfahrungs- und Mittelwerte; die individuell benötigte Dosierung wird nach der bestmöglichen Wirksamkeit vom Tierhalter selbst bemessen, es entfällt eine Dosierung nach Gewicht; eine Dosierung erfolgt je nach Schwere des Problems. Auch können unsere Produkte zu jedem Futtermittel sowie Ergänzungsfuttermittel gefüttert werden, ohne, dass durch unsere Ergänzungsfuttermittel ein Übschuss eintreten könnte. Da diese 100% natürlich sind und somit optimal verstoffwechselt werden, ist es unnötig mit reichlich bemessenen Mengen zugesetzter Stoffe zu arbeiten.

Die im Vergleich zu synthetischen Produkten geringen Anteile an Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen decken den Bedarf durch die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe in Kombination optimal, so dass weder Überschüsse noch Mangelerscheinungen eintreten. Auch können sämtliche unserer Ergänzungskräuterfuttermittel gemeinsam dauerhaft gefüttert werden, ohne, dass sie sich in ihrer Wirksamkeit negativ beeinträchtigen, auch darauf habe ich bei der Entwicklung größten Wert gelegt. Es tritt auch kein „Gewöhnungseffekt“ ein, so, dass die Kräuter keine positive Wirkung mehr hätten, wenn sie dauernd gefüttert werden; im Gegenteil: zur Prophylaxe sowie bei chronischen Problemen raten wir eine dauernde Fütterung unbedingt an, da eine positive Wirkung nur so lange gegeben sein kann, wie auch eine Fütterung unserer Ergänzungsfuttermittel stattfindet. Auch benötigen unsere Tiere essentiell eine dauerhafte Zufuhr von Mineralstoffen, Spurenelementen und Vitaminen, und keine nur zeitweise. Kräuter enthalten keine Kalorien, keinen Zucker, keine Stärke/Energie und kein Protein. Unsere Ergänzungsfutter- und Pflegemittel sind allein über uns, das Tierheilkundezentrum Team, zu beziehen: Wir beraten Sie gerne umfassend und kostenlos!

 

 

Die Cushing Erkrankung unserer Ponys & Pferde

 

Artikel von mir für den Pferdeanzeiger

 

 

Allgemeines:

Das Cushing-Syndrom (Überfunktion der Nebennierenrinde)

 

Definition:

Das Cushing-Syndorm bezeichnet ein Erkrankungsbild, dem ein Überangebot an endogenem (endogen = innerlich) Cortisol oder exogenem (exogen = äußerlich bzw. zugeführtem) Glucocorticoid (= Cortison) zugrunde liegt

 

Ätiologie:

Ursachen des erhöhten Glucocorticoidspiegels sind beispielsweise:

Nebennierenrinden Adenome und Karzinome (dies ist die primäre Überfunktion),

Nebennierenrinden Hyperplasie als Folge einer verstärkten ACTH-Sekretion der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) von ektopischen ACTH-produzierenden Tumoren oder der Verabreichung hoher Dosen von ACTH (sekundäre Überfunktion) sowie die exogene Zufuhr von Glucocoricoiden (also Cortison)

 

Symptomatik:

Muskelatrophie und Muskelschwäche, in deren Folge Senkrücken und Hängebauch,

schnelle Ermüdung, ataktischer Gang, Osteoporose, Spontanfrakturen, langes, wellig-zotteliges Fell, dass im Frühjahr nicht abgestoßen wird bzw. schnell übermäßig nachwächst, allgemeine Problematik beim Fellwechsel,  infolge der Immunsuppression sind Pyodermien und häufige Infektionskrankheiten zu beobachten, Wundheilung verzögert, Polydipsie, die durch eine Polyurie verursacht wird, Gewichtsverlust, häufig treffen wir rezidivierende Infekte an, Hufrehe mit immer wiederkehrenden Schüben

 

Momo hat Cushing: dieses Foto zeigt das Pony Momo vor Fütterungsumstellung

 

Diagnostik:

Anamnestische und klinische Befunderhebung geben erste Hinweise für die Diagnose,

Laboruntersuchungen: Feststellbar ist bei Cushing eine Hyperglykämie mit sehr hohen Glucosewerten, eine Glukosurie und eine Hyperinsulinämie, Eosinopenie, Neutrophilie, Lymhopenie sowie manchmal auch eine leichte Anämie, Cortisolspiegel ist dauernd erhöht!

 

Auch hier abgebildet: Pony Momo vor Fütterungsumstellung

Vorsicht:

Der Cortisolspiegel ist auch bei Aufregung (beispielsweise durch die tierärztliche Untersuchung) erhöht, daher ist dieser eine Wert meist nicht genügend aussagekräftig!

 

Eine Absicherung der Diagnose wird durch den Dexamethason-Hemmtest erreicht

­- da Dexamethason ein Cortison ist,  halte ich diesen Test bezüglich der Auslösung einer Hufrehe-Erkrankung jedoch nicht für ungefährlich und rate, die Diagnose durch andere Laboruntersuchungen abzusichern –

 

Die Prognose ist ungünstig!

 

Therapie:

Pergolid (Permax) und Cyproheptadin (Nuran),weiterhin müssen die Folgekrankheiten therapiert werden,  wie beispielsweise im Verlauf die Hufrehe-Erkrankung und auftretende Infekte; die Fütterung muss zwingend auf die Erkrankung abgestellt werden, dies gilt insbesondere für den Verzicht auf Glucose im Futter!

Momo heute: wieder fitt und gesundJ

 

Ein Beispiel aus der Praxis über einen letztlich doch noch glücklichen Verlauf dieser schlimmen Erkrankung in Verbindung mit massiver Hufrehe, geschrieben von der Pferdehalterin,

Frau Ingrid Gödde:

 

Krankheitsverlauf Cushing mit Reheschub

von August 2004 bis September 2005

 

Alles fing im letzten August an. Meine Tochter und unsere Reitbeteiligung haben am Sonntag einen ganz normalen 2 Stunden Ausritt gemacht, am Montagabend ist Hexe etwas klamm aus der Box gekommen. Wir dachten sie hätte evtl. einen Muskelkater oder sie hat wieder etwas Probleme mit ihren Nieren. Sie hat sich dann schnell wieder eingelaufen und war munter wie immer. Dienstag dann das gleiche Spiel

Hexe während der zehrenden Krankheit

11.08.04

Hexe geht heute noch klammer wie gestern. Wir rufen lieber Dr. H. an, er soll sie sich anschauen. Er kommt auch und meint, sie hätte einen Muskelkater und spritzt sie

13.08.04

Hexe geht’s immer schlechter, sie mag nicht mehr laufen. Keine heißen Hufe, keine Pulsation an den Hufen, also wieder Dr. H. anrufen.

Wir lassen zusätzlich Blut und Urin abnehmen, vielleicht hat sie wieder Probleme mit den Nieren, weitere 2 Spritzen sind fällig

16.08.04

Jetzt kommt auch noch erhöhte Temperatur dazu, außerdem ist Milch eingeschossen, wir rufen wieder Dr. H. an, dieses mal kommt Dr. J., okay vielleicht findet der raus was Hexe fehlt. Inzwischen geht sie nur noch das notwendigste. Sie bekommt wieder 2 Spritzen, auf unsere Frage, was es sein könnte: Achselzucken

17.08.04

Morgens und Abends sollen wir Hexe abmelken, es tut ihr sichtlich gut,

wenn die Milch rauskommt. Wir fangen in einem sauberen Behälter einen Teil auf, wir wollen sie untersuchen lassen. Evtl. finden man dort irgendwas

18.08.04

Es geht ihr immer schlechter, Dr. J kommt wieder und gibt ihr eine Spritze. Wir sollen trotz allem versuchen mit ihr ein paar Schritte zugehen.

19.08.04

Wieder sind Spritzen fällig und es wird nicht besser

20.08.04

Es wird einfach nicht besser, wir rätseln immer noch, was es noch sein könnte, Sie bekommt wieder ein paar Spritzen, wieder Equipalanzonebeutel

21.08.04

Wir haben einen Termin mit Frau Dr. W. vereinbart, sie als führende Homöopathien weiß vielleicht noch einen Rat.

Sie kommt, untersucht Hexe sehr lange, sehr genau und meint. Sie hat irgendeine Infektion und beginnende Hufrehe. Wir sollen die Box von Hexe mit Spänen einstreuen, davon die eine Hälfte unter Wasser setzten, damit sie selber entscheiden kann, ob sie im kühlen, feuchten Einstreu stehen will oder im trockenen, täglich 2-3 mal die Beine mit kalten Wasser abspritzen. Dann bekommt Hexe eine Akkupunktur und wir eine saftige Rechnung. Wir überlegen das erste Mal, ob es nicht besser wäre, Hexe von ihren Leiden zuerlösen …..

23.08.04

Unser Schmied war da, wir haben die alten Eisen runter gemacht, er kann an den Hufen nichts von einer Hufrehe erkennen, sie steht auch auf allen vier Beinen, nur ihr Gang ist sehr steif. Vorsorglich lassen wir ihr einen Rehebeschlag machen

27.08.04

Frau Dr. W. kommt wieder, sie meint es schaut doch schon besser aus (wir können nichts feststellen, ganz im Gegenteil) und setzt wieder ihre Akkupunkturnadeln. Sie nimmt auch noch Blut und möchte daheim einiges austesten. Soll  Sie morgen anrufen, dann kann sie mir schon mehr sagen

28.08.04

Ich fahre zu Frau Dr. W. und hole eine ganze Ladung an Medikamente. Da ein paar Tröpfchen, da ein paar Globoli, da eine kleine Spritze. Wir machen alles, Hauptsache Hexe ist damit geholfen (nur leider sehen wir überhaupt keine Besserung.

03.09.04

Frau Dr. W. war wieder da, sie sagt es schaut alles schon viel besser aus, Hexe ist auf dem Weg der Besserung. Wir sehen diesbezüglich nichts, nach wie vor steht sie den ganzen Tag in ihrer Box, sie humpelt nur den Weg vom Heu zum Wasser, sie mag auch nicht mehr vom Tränkebecken trinken, lieber aus der großen Tonne.

Ich spreche Frau Dr. W gezielt darauf an, wieviel Chance sie Hexe noch gibt, sie sagt die wird wieder, schauen Sie doch nur, wie sich ihr Gesundheitszustand in den letzten vier Wochen geändert hat (warum sehen wir das nicht ???)

24.09.04

Frau Dr. W. konnte nicht früher kommen, sie war mal wieder unterwegs auf Weiterbildung. Wir haben gewissenhaft alle Medikamente gegeben die wir bekommen haben, nur von einer für uns sichtbaren Besserung bemerken wir nichts. Frau Doktor

dagegen ist sehr mit Hexe zufrieden, wieder werden die Akkupunkturnadel gesetzt,

Hexe mag die ganze Piekserei nicht mehr, sie wird richtig unleidig und wir halten wieder Kriegsrat, ob es für Hexe nicht besser wäre sie zuerlösen ….

25.09.04

Wir forsten das Internet durch, irgendwo hat vielleicht jemand das gleiche Problem mit seinem Pferd wie wir. Wir werden auf ein Tierheilzentrum aufmerksam. Ich nehme per Mail Kontakt mit Fr. Nehls auf. Schildere ihr unser Problem, sie rät uns zur Hufkur und Rehekräutern, gibt uns noch Fütterungsratschläge. Wir beratschlagen wieder mal, ob wir die Kräuter noch probieren sollen, Wir entschließen uns, es zu versuchen.

30.09.04

Die Kräuter sind da, wir legen los und haben wieder etwas Hoffnung.

08.10.04

Der Schmied war wieder da, an den Hufen kann er nichts feststellen, trotzdem bewegt  sich Hexe nur noch, wenn man sie dazu zwingt.

10.10.04

Hexe liegt nur noch in der Box, sie steht auch nicht zum misten auf, trotz allem ist sie von den Augen her munter, die Ohren sind gespitzt , sie blubbert wenn sie ihr Heu bekommt. Wir beschließen sie noch röntgen zulassen, wenn dabei nichts rauskommt, dann darf sie über den Regenbogen gallopieren ….

11.10.04

Wir nehmen Kontakt mit Dr. L auf, er hat ein mobiles Röntgengerät, leider hat er erst in 2 Wochen Zeit. Was sollen wir tun? Können wir Hexe zumuten, solange noch zu leiden?

13.10.04

Hexe steht wieder, entlastet zwar abwechselnd einen Fuß, mal Vorne, mal Hinten, die Nüstern sind gekräuselt – ein Zeichen das sie Schmerzen hat. Sie frisst aber gut, ist auch an ihrer Umwelt interessiert, sie mag sich nur nicht bewegen. Wir zwingen sie auch nicht mehr …

25.10.04

Dr. L kommt mit seiner Helferin, geht in den Stall, schaut Hexe nur an und sagt: Cushing, Ihre Stute hat Cushing. Das kann aber wohl nicht der Grund für ihre Lahmheit sein ….

Wir Schieben, tragen Hexe aus dem Stall zum Röntgen, er schaut sich das Pferd sehr genau an, Hufe nicht heiß, Sehnen in Ordnung. Er nimmt noch Blut ab zum testen auf Cushing. Er sagt, morgen ruft er an, wenn die Bilder entwickelt sind, dann sprechen wir weiter.

Er hat am selben Abend noch angerufen, Hufbeinsenkung auf beiden vorderen Beinen,

es sieht nicht gut aus ….

26.10.04

Dr. L kommt, spritzt für den Cushingtest ein Mittel, am Abend noch mal Blutentnahme.

 

27.10.04

Dr. L ist wieder da, gibt Hexe schmerzstillendes Medikament

28.10.04

Wir machen bei Hexe einen Aderlaß – 10 Liter lässt Dr. L ihr raus. Das Laborergebnis ist auch endlich da, es ist Cushing. Wir lassen uns sofort das Rezept für die Pergolidetabletten ausstellen, wir wollen so schnell wie möglich mit der Tablettengabe beginnen, jeder Tag ist kostbar, wir haben sowieso schon sehr viel Zeit verloren ..

Wir versuchen im Internet soviel wie möglich über Cushing zu erfahren, nehmen Kontakt mit anderen Pferdebesitzern auf. Es gibt erstaunlich viele Pferde die daran erkranken, die aber auch sehr gute Chancen haben, ein langes Leben zu haben, wenn sie regelmäßig, sprich täglich die Pergolidetabletten bekommen.

29.10.04

Dr. L kommt und spritzt Hexe wieder, wir fragen wie viel Chancen sie denn noch hat, wir möchten sie nicht leiden lassen, es tut uns weh zusehen wie sie sich quält aus dem Stall zu gehen, wenn der Tierarzt kommt. Er sagt solange sie um ihr Leben kämpft, hat sie eine Chance

30.10.04

Tierarzt und Schmied sind da. Wir haben Teppiche besorgt, Hexe kann auf dem harten Untergrund nicht mehr stehen, sie bekommt eine Leitungsanaestesie, wir können sie sonst nicht mehr beschlagen, sie kann auf keinen vorderen Fuß mehr stehen. Wir sind schockiert was wir zusehen bekommen als die Eisen ab sind. Die weiße Linie ist ca 1.5 cm breit, es kommt Blutwasser und Eiter raus. Wir schauen uns alle betroffen an, wir fragen Dr. L ob wir es Hexe zumuten sollen, sie am Leben zulassen, ob es für sie nicht eine Erlösung wäre, sie einzuschläfern. Und wieder sagt er, sie kämpft doch um ihr Leben, wenn sie aufgibt, dann ist es Zeit für den letzten Schritt.

Sie bekommt Hufverbände, die wir täglich erneuern sollen und mit Jod spülen. Wir wissen zwar noch nicht, wie wir das bewerkstellen sollen, denn sie kann ja nicht auf einem Bein stehen, aber irgendwie schaffen wir das schon

01.11.04

Wir lassen Hexe scheeren, sie schwitzt soviel. Sie ist den ganzen Tag in der Box, also braucht sie noch keine Decke.

Ich kontaktiere wieder Fr. Nehls, schildere ihr, was inzwischen alles passiert ist, ich bekomme sofort Antwort, wir können die Kräuter und Kur geben, können noch Mönchspfeffer dazu geben. Ich bestelle alles wieder – die Hoffnung stirbt zuletzt heißt es immer

03.11.04

Dr. L kommt heute, möchte beim Hufverbandwechsel dabei sein. Eine Tortour für uns alle, am meisten wohl für Hexe. Aber sie ist brav, versucht solange wie möglich auf einem Bein zustehen, die Sohlen schauen gut aus, es kommt nur noch Blutwasser, kein Eiter mehr. Wir dürfen die Gabe vom Equipalanzone erhöhen

06.11.04

Wieder ist Dr. L da, raspelt tiefe Rillen in die Hufe, nimmt die Spitze bis auf die weiße Linie weg damit der Druck auf die Zehe nicht so schmerzhaft ist

10.11.04

Hexe möchte fressen, kann aber ihr Heu nicht mehr kauen, knödelt alles. Wir rufen Dr. L, er kommt auch sehr schnell, Narkose für Hexe, Zähne nachschauen. Sie hat sich einen Backenzahn gespalten. Wir wissen zwar nicht wie, aber es ist so. Dr. L macht sein möglichstes, raspelt den Zahn ab. Wir hoffen sie kann wieder fressen

11.11.04

Hexe frisst wieder, zwar sehr vorsichtig, aber es geht wieder. Die täglichen Hufverbände werden zur Routine für uns. Dr L kommt nur noch einmal in der Woche zum Hufverbandwechsel und schauen, wie alles aussieht.

17.12.04

Jeep Hexe ist heute allein bis vor die Stalltüre gehumpelt, wir freuen uns, Hoffnung keimt in uns, das sie es schafft

21.01.05

Rabenschwarzer Freitag für uns alle. Tierarzt und Schmied sind da, Hexe braucht Eisenwechsel. Wir müssen ihr keine Narkose mehr geben, sie kann  für kurze Zeit auf einem Vorderbein stehen, Tochter hebt auf – 3 Leute stützen Hexe. Linker Huf schaut nicht schlecht aus, die breite weiße Linie ist noch da, es kommt aber kein Sekret mehr, die Sohle ist trocken. Dann kommt der rechte Huf. Beim Sohlenausschneiden sieht man an zwei Stellen das Hufbein, es subbt. Betretenes Schweigen macht sich breit. Was sollen wir tun? Tierarzt und Schmied beraten sich, Hexe soll die Eisen verkehrt aufgenagelt bekommen, dazu einen Steg und eine Sohle eingelegt. Darüber kommt wieder ein Hufverband, jeden 2ten Tag wechseln. Die beiden Herren wundert es, wie schnell die Hufe bei Hexe nachwachsen. Wir sagen dazu nichts und freuen uns, das die Hufkräuter so anschlagen

30.01.05

Hexe mag jetzt fast jeden Tag vor den Stall gehen, bisserl Luft schnappen und den anderen Pferden zuschauen. Wir freuen uns darüber und loben sie natürlich.

Dr. L kommt nur noch selten, immer wenn er am Stall vorbei fährt schaut er kurz rein und macht uns Mut.

14.02.05

Michaela und Helene sind mit anderen Pferden ausgeritten, ich beschäftige mich mit Hexe, sie schiebt mich auf die Seite und humpelt raus. Als sie merkt das die anderen nicht da sind, humpelt sie Richtung Tor, sie will raus. Also lasse ich sie raus, sie geht noch bis zum Maibaum, da wartet sie auf die anderen. Es gibt eine große Begrüßung und dann geht’s im Schneckentempo wieder zurück zum Stall. Wir haben für eine Strecke von insgesamt 100 Meter gute 45 Minuten gebraucht. Wir sind unendlich stolz auf Hexe und sie ist unendlich müde

 

Täglich geht es mit dem Laufen bei Hexe besser, täglich müssen wir den Hufverband wechseln, weil sie ihn durchgelaufen hat.

07.03.05

Schmied und Tierarzt sind wieder da. Eisenwechsel steht wieder an. Sie wundern sich wieder, das soviel Horn nachgewachsen ist. Die Löcher auf der rechten Seite sind wieder fast zu, die Sohle ist verhältnismäßig hart, die Lamellenbreite hat sich verschmälert. Wir erzählen auch, das Hexe wieder spazieren gehen mag, beide Herren begrüßen es und sagen, wir dürfen soviel mit ihr tun, wie sie es will. Die Eisen kommen wieder verkehr drauf, also die geschlossene Seite zum Strahl, die Zehe schwebend vorne offen. Auf den Hufverband können wir verzichten, der Schnee würde gut tun und den Huf säubern

 

Wir gehen täglich mit Hexe spazieren, sie wird immer frecher, ihr Gang immer klarer, sie fängt zu steigen an, wenn ihr was nicht passt, wir telefonieren mit Dr. L und fragen, ob wir Hexe als Handpferd kurze Strecken mitnehmen dürfen, zu Fuß ist sie nur noch schwer zuhändeln, vom Pferd aus leichter (denken wir). Die ersten Male geht auch alles gut, dann fängt sie auch als Handpferd zu buckeln und steigen an. Als meine Tochter sie rügen will, haut sie gewaltig aus und trifft meine Tochter am Oberschenkel.

Jetzt wissen wir, das sie wieder gesund wird …

29.04.05

Hexe braucht wieder beschlagen. Schmied und Dr. L sind wieder da. Sie sind sehr zufrieden mit den Hufen. Die Sohle ist komplett zugewachsen, es kommt gesundes Horn nach, nach wie vor wundern sie sich, wie schnell bei Hexe das Horn wächst.

Dr. L schreibt Hexe vom Standpunkt Tierarzt gesund, wir dürfen soviel mit ihr tun, wie sie möchte.

16.05.05

Helene reitet seit August 2004 das erste Mal wieder auf Hexe in der Bahn. Scherzhaft sagen wir zu Helene, wir sind froh das sie Ohren hat, sonst würde sie ringsum lachen. Es ist schön Hexe wieder als Reitpferd zu sehen

25.06.05

Unser Schmied ist wieder da, er ist mit dem Hufwachstum mehr als zufrieden. Die weiße Linie wird immer schmäler.

 

Hexe geht’s von Tag zu Tag besser, nach wie vor bekommt sie die Hufkur, die wollen wir ihr solange geben, bis die Hufe normal (?) sind.

02.08.05

Nächster Termin beim Schmied steht an. Alles schaut gut aus, die Linie wird zunehmend schmäler, Hexe bekommt runde Eisen mit Steg verpasst. Sie läuft gut damit, außerdem ist sie sehr frech geworden, wir müssen wieder durchgreifen sonst tanzt sie uns auf der Nase rum.

 

Hexe freut sich täglich auf ihr Paddock gehen zu dürfen, gibt es doch dort immer ein paar Heucobs, außerdem kann sie schnell im vorbei gehen ein Maul Gras fressen. Es geht ihr gut, sie ist gut auf die Pergolidetabletten eingestellt, wir haben die ¾ Tablette auf zwei Portionen gelegt, so verträgt sie sie besser. Die Hufkur haben wir auf eine Gabe (4ml Kur, 1,3ml Therapie) reduziert, die Reitzeit auf eine Stunde gesteigert.

23.09.05

Schmiedtermin für Hexe.

Es schaut sehr, sehr gut aus, sie wird Seitens des Schmiedes auch für Gesund erklärt. Wir dürfen mit ihr wieder lange Ausritte unternehmen, auch einen Wanderritt, nur mit dem Springen sollen wir noch etwas warten.


Hexe auf dem Weg der Genesung..

 

Ich weiß nicht, ob sich jemand vorstellen kann, wie glücklich wir sind. Wir haben unserem Pferd die Chance gegeben, weiterzuleben, weil sie leben wollte. Sie war in dem ganzen Krankheitsverlauf immer aufmerksam und wach und hat gekämpft – gekämpft um ihr Leben! Wir haben so manches mal gedacht, wir geben auf, aber dann waren da immer unser Schmied ( Franz vielen, vielen Dank) und unser Tierarzt mit seiner sehr netten Assistentin die uns Mut gemacht haben.

 

Wir wissen, das wir immer ein Problempferd haben werden, dass wir immer mit der Fütterung, der Weidehaltung und der Bewegung aufpassen müssen, trotzdem bereuen wir nichts.

 

Nicht zu vergessen ist auch die Huftherapie von Frau Nehls. Wir sind der festen Überzeugung, ohne dieses Mittel hätte es Hexe nicht so schnell geschafft, man konnte zuschauen, wie das Hufhorn nachgewachsen ist, wie es immer härter wurde. Wir können guten Gewissens die Huftherapie weiter empfehlen.

 

Wir sagen Allen Danke – Danke für alles was Ihr für Hexe getan habt. Erfahrungsbericht von Ingrid Gödde, E-Mail: ingrid.goedde@eads.com

 

Berichte aus der Praxis: Zentrum für ganzheitliche Tierheilkunde, THP Claudia Nehls


Insulinresistenz:

Metabolisches Syndrom - wie funktioniert der Stoffwechsel?



Mangelnde Bewegung, falsche Ernährung: Wir nehmen zu! Das "Warum" liegt an der Tatsache selbst. Unser eigenes Leben haben wir zumindest selbst in der Hand. Aber wie sieht es mit unseren Tieren aus, die wir - aus falsch verstandener Tierliebe - krank füttern? Die Verdauung unserer Organe und all deren Helfer wie Hormone und Spurenelementen ist sehr komplex.

Wichtige Funktionen unseres Blutzuckerhaushaltes sind folgende:

In der Verdauung werden eingenommen Kohlenhydrate in Glukose umgewandelt. Die Glukose wird über die Darmzotten in die Blutlaufbahn ausgeschüttet. Das Blut dient als Transportmittel für die Glukose. Durch den ansteigenden Blutzuckerspiegel kommt das Hormon INSULIN zum Zuge. Die Bauchspeicheldrüse schüttet das lebenswichtige Hormon Insulin aus.

Wichtig:
Insulin ist das einzige körpereigene Hormon, das den Blutzuckerspiegel senkt!

Die Aufgabe von Insulin:

-> Zielgewebe: Muskulatur: Versorgung der Muskulatur mit Zucker = Energie Zucker wird in Glykogen umgewandelt und abgespeichert

-> Zielgewebe: Leber: Die Leber bewirkt, dass die Zuckerproduktion verhindert wird. Die Leberzellen wandeln den Zucker in Glykogen um und speichern dieses ab.

-> Zielgewebe: Fett: Das Insulin trägt die Glukose in die Fettzellen

Das Insulin hat die Glukose aus der Blutbahn an die Zellen verteilt. Nun sinkt der Blutzucker wieder. Damit unser Körper jedoch gleichwohl mit Zucker versorgt wird, schüttet die Bauchspeicheldrüse nun das Hormon Glukagon aus ' der Körper zerrt nun von den - von der Hilfe des Insulin - angelegten Depots in der Leber.

Insulin hat die weitere Aufgabe, dem Hirn die Sättigung der Zellen zu signalisieren. Folgt jedoch weiterhin die Aufnahme von Kohlenhydraten, steigt der Blutzuckerspiegel weiter an und Insulin muss weiter produziert werden. Die Depots der Leber- und Muskelzellen sind erschöpft, es bleibt dem Insulin sozusagen nur den Weg über die Fettzellen. Da diese Zellen jedoch ausgefüllt sind, werden weitere Fettdepots errichtet.

Überhören wir das Sättigungsgefühl unseres Körpers, oder überfüttern wir unsere Tiere, züchten wir Übergewicht und stressen so den Körper. Der Körper reagiert, in dem die Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin ausschüttet, um den erhöhten Blutzuckerspiegel zu senken = Die Funktion aufrecht zu erhalten. Früher oder später reicht aber dieses Insulin nicht mehr aus und der Blutzuckerspiegel steigt an.

-> Es entsteht Diabetes Mellitus II - Metabolisches Syndrom (früher als Altersdiabetes bekannt)

Die Zellen reagieren nicht mehr ausreichend auf das Insulin (oder die Bauchspeicheldrüse ist von der Überproduktion von Insulin erschöpft). Der Körper kann demzufolge den Zucker nur noch eingeschränkt verarbeiten Der Blutzuckerspiegel steigt an = Insulinresistenz!


Nicht zu verwechseln ist diese Insulinresistenz mit der Zuckerkrankheit Diabetes Typ I. Hier wird zuwenig Insulin ausgeschüttet und muss dem Körper zugeführt werden.


Was passiert im Körper bei Insulinresistenz:

-> Muskulatur verminderte Aufnahme von Glukose = weniger Energie

-> Leber verminderte Aufnahme von Glukose Die Leber steigert die Glukoseneubildung, um die Muskelzellen mit Energie zu versorgen:
    = Der Fettgehalt der Leber steigt an = Der Blutzucker steigt weiter an

-> Fette Die Fette geraten aus dem Lot. Freie Fettzellen befinden sich im Blutplasma, was zusätzlich die Zuckeraufnahme in die Zellen blockiert.

Das Insulin kann durch die Resistenz der Zellen nicht genutzt werden. Es besteht demzufolge ein Insulinüberschuss in der Blutlaufbahn. Dieses ungenutzte Insulin wiederum führt zu Plaquebildungen in den Blutbahnen, was zu Gefäßverengungen führt. Dies wiederum führt zu Bluthochdruck. Ebenfalls entsteht ein Magnesiumverlust.

Insulin und Glukagon - zwei Gegenspieler, die den Blutzucker regulieren:

Insulin und Glukagon sind zwei Hormone, die in der Bauchspeicheldrüse gebildet werden und eine wichtige Rolle im Stoffwechsel der Kohlenhydrate. Beide Hormone wirken im Körper als Gegenspieler.

Insulin hat im Körper zwei wichtige Funktionen:


Senkung des Blutzuckerspiegels

Insulin regt zum einen die Aufnahme der Glucose in das Muskel- und Fettgewebe an, zum anderen hemmt es die Glucose-Freisetzung aus der Leber. Der aufgenommene Zucker wird entweder zur Energiegewinnung verbrannt oder als Reservezucker im Muskel (Muskelglykogen) und in der Leber (Leberglykogen) gespeichert. Steigt der Blutzucker - etwa nach einer Mahlzeit - an, steigt auch die Insulinausschüttung.

Insulin wird in den Beta-Zellen der Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse gebildet und bei Bedarf ins Blut abgegeben. Mit wachsender Menge an Körperfett sind immer höhere Insulinspiegel notwendig, weil die Körperzellen weniger gut auf das Insulin ansprechen (Insulinresistenz). Auf die Dauer kann dadurch die Insulin bildende Bauchspeicheldrüse überbeansprucht werden und die Menge an produziertem Insulin sinkt: es kommt zu einem relativen Insulinmangel.

Einfluss auf den Fettstoffwechsel
Insulin reguliert auch den Fettstoffwechsel: Es begünstigt die Bildung von Körperfett und unterdrückt gleichzeitig den Fettabbau (Lipolyse).

Insulin wird in den Beta-Zellen der Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse gebildet und bei Bedarf ins Blut abgegeben. Mit wachsender Menge an Körperfett sind immer höhere Insulinspiegel notwendig, weil die Körperzellen weniger gut auf das Insulin ansprechen (Insulinresistenz). Auf die Dauer kann dadurch die Insulin bildende Bauchspeicheldrüse überbeansprucht werden und die Menge an produziertem Insulin sinkt: es kommt zu einem relativen Insulinmangel.

Glukagon - der Gegenspieler des Insulins

Glukagon wirkt im Körper genau entgegengesetzt zu Insulin: Es hebt den Blutzuckerspiegel, in dem es den Abbau von Glykogen in der Leber steigert, und es fördert den Fettabbau. Steigt der Blutzuckerspiegel, wird die Ausschüttung von Glukagon gehemmt, bei niedrigem Blutzuckerspiegel ist die Sekretion hingegen gesteigert.

Die Rolle von Magnesium:
Für die Produktion von Insulin benötigt der Körper Magnesium. Magnesium wird wiederum durch Insulin in den Muskeln abgespeichert. Bei einer Insulinresistenz gelangt Magnesium kaum noch in die Zellen - durch diesen Verlust kann wiederum kein Insulin hergestellt werden. Ein weiterer Teufelskreis dreht seinen Lauf.


Eine Zuckerkrankheit muss jedoch nicht über die falsche Ernährung entstehen. Ein weitere Ursache des Metabolischen Syndroms kann eine längere Gabe von Cortison sein: Cortisol wird durch das Hormon ACTH in der Hypophyse (Hirnanhangdrüse) gesteuert und in der Nebennierenrinde ausgeschüttet. Bekannt ist Cortisol als sogenanntes Stresshormon. Bereits ein geringer Mangel führt zu einer Beeinträchtigung in der Leistungsfähigkeit und der Stressresistenz.

Im Stoffwechsel hat Cortisol eine große Bedeutung:
Das Hormon hat die Aufgabe, bei gesteigertem Energiebedarf des Körpers den Blutzuckerspiegel zu erhöhen. Es wandelt Eiweiß in Zucker um und arbeitet mit dem Gegenspieler des Insulins, dem Hormon Glukagon, das ebenfalls den Blutzuckerspiegel erhöht. Zusammengefasst hat Cortisol die Wirkung, Eiweiße in der Muskulatur, in der Haut und im Fettgewebe abzubauen. Durch den Abbau von Fettdepots gelangen freie Fettzellen ins Blut. Ebenfalls unterstützt das Cortisol die Glykogensynthese in der Leber.

Es gibt durchaus eine Verbindung zwischen erhöhten Blutzuckerwerten und der langfristigen Einnahme von Cortison-Präparaten. Die Störung des Kohlenhydrat-Stoffwechsels mit Blutzuckererhöhung kann vorübergehend sein, es ist jedoch auch möglich, dass die Zuckerkrankheit oder Diabetes Mellitus als Spätkomplikationen nach dem Absetzen der Cortisonbehandlung zurückbleiben. Durch hohe Cortisondosen steigt der Blutzuckerspiegel an. Dadurch wird die Bauchspeicheldrüse vermehrt angeregt, Insulin zu bilden, um den Blutzucker auf dem normalen Niveau zu halten. Bei gesundem Organismus funktioniert diese Anpassung reibungslos. Ist jedoch der Blutzucker schon zu Beginn der Behandlung hoch und/oder die Cortison-Dosis langfristig sehr hoch, muss die Bauchspeicheldrüse über längere Zeit auf Hochtouren arbeiten, was wiederum zu einer Insulinresistenz der Zellen oder zu einer Erschöpfung der Bauchspeicheldrüse führen kann. Somit hätten wir wieder den Teufelskreis mit dem hohen Blutzuckerspiegel = Zuckerkrankheit bestätigt.

Die Krankheit Cushing Syndrom bedingt einer andere Ausgangslage. Hier besteht eine Fehlfunktion der Cortisolproduktion. Die Hirnanhangdrüse "befielt" über das Hormon ACTH zuviel Cortisol. Eine Ursache für Cushing ist beispielsweise eine tumuröse Veränderung der Hirnanhangdrüse, es gibt jedoch auch andere Ursachen, die eine Cushing Erkrankung auslösen, die Verabreichung von Cortisonpräparaten kann ggf. auch zum Auslöser werden. Es entsteht ein andauernd zu hoher Cortisolgehalt, was dann wiederum zu einer Insulinresistenz führen kann.

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