
Zentrum für ganzheitliche Tierheilkunde
Tierheilpraktikerin Claudia Nehls
Am Buchholz 3, 33014 Bad Driburg-Dringenberg
Tel.: 05648/963335, Fax: 05648/963334, Handy: 0173/51 57 633
E-Mail: tierheilpraxis1@t-online.de, Internet: www.tierheilkundezentrum.de
Erkrankungen
Nachfolgende Artikel schrieb ich für verschiedene Fachzeitschriften; sie beschäftigen
sich mit vielen interessanten Themen.. beispielsweise werden verschiedene
Erkrankungen thematisiert, wie Dermatitis, Futtermittelallergien, Leber- und
Nierenerkrankungen, Borreliose, Scheiden- und Gebärmuttererkrankungen, Magen-
& Darmerkrankungen und viele mehr; diese Rubrik wird laufend aktualisiert
mit den neuesten Artikeln.
Ich freue mich auf Ihren Anruf! Bitte beachten Sie auch die Links "Haaranalyse",
"Beratung" sowie "Praxis & Therapien"
Magen- und Darmerkrankungen bei Hunden & Katzen
Es gibt ganz unterschiedliche
Ursachen für Erkrankungen des Magen- und Darmtraktes (Intestinal- und
Digestionstrakt = Verdauungssystem) bei Hunden und Katzen. Diese können
bakterieller Art sein und mit Entzündungen einhergehen, allergische Ursachen
haben, in massiver Verwurmung begründet sein, Stress als Auslöser beinhalten
oder durch schlechtes und unverdauliches Futter entstehen:
Allergische Reaktionen auf einzelne Bestandteile des Hunde- und Katzenfutters äußern sich oftmals durch zu dünnen, breiigen und/oder wechselnden Kot und Durchfallerkrankungen. Auch Magenprobleme, Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen können Symptome einer Futtermittelallergie darstellen. Hat der Tierhalter den Verdacht, dass Magen- und Darmprobleme des Tieres auf das Futter zurückzuführen sind, reicht es oftmals nicht aus, lediglich das Dosen- oder Trockenfutter zu wechseln; in vielen Fällen wird eine generelle Futterumstellung erforderlich, da die Allergie meist auf einzelne Bestandteile besteht, welche in anderen Futtersorten ebenfalls enthalten sind. Empfehlen würde ich bei Verdacht auf Futtermittelallergie eine sogenannte Ausschlussdiät, welche entweder in Form von Fleisch, Gemüse und Kartoffeln bzw. Reis oder Nudeln oder auch ausschließlich mit Fisch und Kartoffeln durchgeführt werden kann. Der Zeitraum sollte mindestens 3 Monate betragen, da sich das gesamte Verdauungssystem auf die neue Nahrung umstellen muss und dies einige Zeit benötigt. Eine Kombination mit beruhigenden, besänftigenden und regulierenden Kräutermischungen, welche Magen & Darm sanft unterstützen, erscheint sinnvoll. Verwurmung Die Ursache für Durchfall und Erbrechen liegt oftmals in einer recht massiven Verwurmung, welche sowohl den Magen- und Darmtrakt unserer Stubentiger, als auch den von Hunden empfindlich stören kann. Je nach Fütterung und Haltung des jeweiligen Tieres sollten mindestens 2 x jährliche Entwurmungen stattfinden. Bei Freigängerkatzen empfiehlt sich eine 4 x jährliche Entwurmung. Präparate gegen Würmer sollten sämtliche „gängigen“ Wurmarten mit einbeziehen; so auch den Bandwurm. Bandwürmer kommen recht häufig bei Hunden und Katzen vor. Überträger sind unter anderem Flöhe. Eine zusätzliche Wurmkur sollte bei Flohbefall durchgeführt werden; da man sich ziemlich sicher sein kann, dass Tiere mit Flohbefall auch unter starkem Bandwurmbefall leiden. Gastritis Die Entzündung der Magenschleimhaut zeigt sich in einer Hemmung der Magensaftsekretion und vermehrter Schleimbildung. Der saure Magensaft wird alkalisch und kann seine Funktion bei der Vorverdauung nicht mehr ausführen. Die Magenschleimhaut kann so stark geschädigt werden, dass sich Geschwüre bilden und es zu Blutungen kommt. Ursachen einer Gastritis können ein massiver Befall mit Würmern, aber auch Stress sowie Fütterungs- und Haltungsfehler sein. Auch manche Medikamente haben ungünstigen Einfluss auf die Magenschleimhaut und können negative Begleiterscheinungen im Magen- und Darmtrakt auslösen. Enteritis Eine lebensbedrohliche Magen- und Darmerkrankung stellt die Enteritis bzw. katarrhalische Entzündung des Darms dar. Der Darmkatarrh kann akut auftreten mit milden Verlaufsformen oder auch zu einer chronischen Enteritis mit irreversibler Schädigung der Darmwand führen, welche unheilbar sein kann und zum Tode führt. Der Wasserentzug und Elektrolytverlust durch den Durchfall belasten den Stoffwechsel und Wasserhaushalt dermaßen stark, dass eine Heilung auch bei entsprechender Infusionstherapie oftmals nicht mehr möglich ist. Auch die häufigste Ursache der Enteritis sind Fütterungsfehler und Stress. Diese kann aber auch infolge einer Leukopenie mit hohem Fieber oder bei schweren bakteriellen Infekten auftreten. Ebenso ist eine Invasion von Endoparasiten als Verursacher bekannt.
Eine Vorbeugung von Magen- und Darmerkrankungen lässt sich in erster Linie durch eine artgerechte natürliche und gesunde Fütterung praktizieren. Auch sollten die Futterportionen angemessen sein: Bei großen Hunden und dementsprechender Disposition besteht bei Aufnahme zu großer Futtermengen die Gefahr einer Magendrehung; durch mehrere kleine über den Tag verteilte Rationen kann man dieser Gefahr sehr gut vorbeugen. Eine Magendrehung ist ausschließlich durch eine Operation zu regulieren und tritt bei disponierten Hunden nicht selten mehrmals auf; Futterportionen sollten über den Tag verteilt werden. Einige Hunde und Katzen bringen bereits durch eine falsche Fütterung im Welpenalter und/oder durch erbliche Dispositionen eine gewisse Veranlagung zu Magen- und Darmproblemen mit. Diese reagieren beispielsweise besonders sensitiv bei Futteränderungen, bei Wetterwechsel, bei Stress und mangelnder Bewegung. Diesen Tieren sollte man vorsorglich im Wege der Fütterung eine dauernde Unterstützung gewähren, beispielsweise durch eine besänftigende regulierende Kräutermischung oder/und ein natürliches Kräuterhefeprodukt, damit ernsthafte Erkrankungen möglichst vermieden werden. Auch sollten Futterveränderungen bei Hunden und Katzen langsam vorgenommen werden über einen Zeitraum von mehreren Tagen bzw. Wochen (je nach Massivität der Umstellung); um dem Magen- und Darmsystem eine langsame Umgewöhnung zu gestatten.
Magen- und Darmerkrankungen bei Hunden und Katzen lassen sich sehr gut alternativ und homöopathisch behandeln. Je nach Erkrankungsbild kann ausschließlich eine homöopathische Therapie eingeleitet werden oder diese in Kombination mit einer veterinärmedizinischen Therapie durchgeführt werden. Für eine Futterberatung, Fragen zu Kräutermischungen und zur homöopathischen Therapie stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung: Tierheilkundezentrum, Tierheilpraktikerin Claudia Nehls, Am Buchholz 3, 33014 Bad Driburg, Tel.: 05648/963335, Mobil: 0173/51 57 633, Fax: 05648/963334, Internet: www.tierheilkundezentrum.de, E-Mail: tierheilpraxis1@t-online.de |
Es gilt dann, eine geeignete Diagnostik zu bestimmen, damit später auf deren Grundlage die Diagnose erstellt werden kann. Im weiteren Verlaufe wird im günstigsten Fall anhand der bei Erstvorstellung des Tieres geschilderten Anamnese (= Krankengeschichte) die Ursache ermittelt. Wenn auch eine vollständige Ermittlung der Ursache nicht immer gegeben ist, so gibt die Krankengeschichte doch Hinweise darauf, worin die Ursache liegen könnte. Angewiesen ist der Behandler auf eine möglichst detaillierte Schilderung des Tierhalters, der weder "ins Unermessliche" abschweifen, noch etwas auslassen sollte. Schließlich muss der Behandler auch noch alle wesentlichen Dinge auffassen können, was beispielsweise äußerst schwer fallen kann, wenn die Schilderung viele im Zusammenhang stehende uninteressante Passagen enthält. Da wir aber unbedingt auf eine Schilderung angewiesen sind, um Zusammenhänge auch erkennen zu können, ist es wichtig, dass der Tierhalter sich bereits im Vorfeld wichtige Notizen aufschreibt, damit diese im Gespräch nicht ganz vergessen werden, weil man irgendwie ganz vom Thema abgewichen ist. Eine detaillierte kurze Beschreibung, das ist eine wichtige Voraussetzung, damit der Behandelnde die richtigen Möglichkeiten zur Diagnosefindung einsetzen kann, sowie auch erste Hinweise auf eventuelle Ursachen erhält. Die Tiere könnten uns ganz bestimmt viel konkrete Hinweise geben, doch sie können leider nicht in Worten sprechen, sie sprechen durch andere Ausdrucksweisen, sie sagen uns, wir haben Schmerzen, wir fühlen uns nicht wohl, uns geht's nicht gut, doch sie können dies nicht mit Worten begründen. Sie schauen uns nur flehend an, wörtlich ausgedrückt: wir brauchen Hilfe.. Aus diesem Grunde ist immer der Tierhalter gefragt, uns die wesentlichen Hinweise mitzuteilen, dem Tier Worte zu geben, für sein Tier zu sprechen.
Wie wichtig dies ist, soll folgendes Beispiel zeigen: Die Hundehalterin kommt mit Hund in die Praxis, der Hund hat eine starke Dermatitis (Hautentzündung). Diese ist nicht generalisiert, sondern verteilt sich über den gesamten Hundekörper. Eine Anamnese kann beispielsweise so aussehen, dass der Hundehalter mir eine Stunde über den Hund erzählt und kaum eine Geschichte auslässt. Wir besprechen eingehend die Fütterung, den Umgang, die Haltung, Vorerkrankungen, Probleme, die letzten tierärztlichen bzw. tierheilpraktischen Behandlungen usw.. Noch immer habe ich keinerlei Hinweise auf eventuelle Ursachen. Ich tappe demnach relativ "im Dunkeln" und beschließe, dass ich erst einmal Blut abnehme und zum Labor schicke; parallel dazu möchte ich jedoch auch eine Untersuchung des Fells veranlasst wissen, weil ich mir recht unschlüssig bin, ob ggf. eine Mykose (Pilzerkrankung) besteht, dem Anschein nach wäre diese möglich. Ich nehme dem Hund also Blut ab, schneide ihm einige Haare ab und fülle diese beiden "Hinweisgeber" in entsprechende Röhrchen, die dann zum Labor geschickt werden sollen. Parallel dazu gebe ich noch Hinweise zu einer Allergenarmen Fütterung (es könnte ja auch eine Futtermittelallergie sein..) und teile mit, dass wir, wenn bei der "normalen" Blutuntersuchung keine Hinweise zu finden sind, noch eine spezielle Allergenuntersuchung bei einem Speziallabor durchführen lassen sollten. Parallel dazu überlege ich gerade, ob ich ggf. noch eine Biopsie (Hautausstanzung) vornehmen sollte, will aber erst einmal abwarten, was bei den in Auftrag zu gebenden Laboruntersuchungen festgestellt wird. Nach ca. 1 ½ Stunden verabschieden sich Hund und Frauchen. Beim Abschiedsgruss kommt plötzlich: Ich habe da noch eine kleine Frage? Ich sage, ja, kein Problem? Daraufhin teilt mir Frauchen ganz beiläufig mit, dass sie wenige Stunden vor Ausbruch der Symptome ein Insektizid in den Nacken geträufelt hat und fragt ganz beiläufig: "dies kann doch keinesfalls die Ursache sein, oder?" Ich bin kurz sprachlos.. und denke, das wird's dann wohl gewesen sein, hättest Blut, Fell, Futterempfehlung etc. Dir glatt sparen können.. Ich kläre Frauchen auf, dass allergische Reaktionen im Zusammenhang mit Insektiziden (ob naturheilkundlich oder pharmazeutisch) schon vorkommen können und bei diesem engen Zusammenhang würde ich darin die Ursache vermuten. Gut, wir beschließen also, Blut und Fell erst einmal in den Papierkorb zu verbannen (ist ja auch nicht ganz kostenlos, das Labor..) und ich gebe ihr fürs Erste einmal unseren PAA-Puder zur symptomatischen Behandlung (sprich Juckreiz, gereizte, blutige, leicht eitrige Ekzeme) mit. Weiterhin schlage ich ihr vor, eine Entgiftung durchzuführen und gebe ihr ein dementsprechendes Rezept für die Apotheke mit. Zwei Tage später erreicht mich ein glücklicher Anruf: "Frau Nehls, das war ja alles ganz einfach, mein Hund ist schon fast wieder der Alte; die Stellen heilen wunderbar ab, er kratzt sich nicht mehr und macht auch ansonsten einen sehr zufriedenen Eindruck." Puuhh, denke ich: warum denn nicht gleich so? Von daher mein Rat: Vor dem Besuch schauen, dass man alle eventuellen Zusammenhänge in Gedanken Revue passieren lässt, notiert und dann mitbringt. Dies spart Kosten und beiderseitig Zeit und unnötige Mühe, nicht zuletzt dem Tier viele Unannehmlichkeiten (Blut abnehmen ist ja nicht so ganz prickelnd..). Als Behandelnde/r, egal, ob TA oder THP oder auch andere Zweige, wie Hufschmied, Akupunkteur, Chiropraktiker etc., ist man immens auf die Schilderungen des Tierhalters angewiesen, um schnell das Richtige zu tun! Welche Diagnosemöglichkeit gewählt wird, ob Röntgen, Ultraschall, Blut, Urin, Thermographie, Biopsie, Pilzkultur, Fell, Haare usw.; es hängt nicht zuletzt von der Schilderung der Tierbesitzer ab. Eine konkrete Schilderung spart dem Tierhalter oftmals viele unnötige Kosten. Man tappt halt schnell "im Dunkeln", wenn man keine Ansätze hat, wonach denn nun hier speziell zu suchen ist, wenn keine Ursache erkennbar wird. Neben der direkten Behandlung arbeite ich häufig überregional mit der Biofeld-Haaranalyse. Diese Methode bietet sich für Tiere an, die in weiter Entfernung leben oder auch für diejenigen, für die ein Transport so ziemlich das Schlimmste ist, was überhaupt passieren kann, oftmals Katzen. Hier bin ich natürlich noch viel mehr auf eine konkrete und detaillierte Schilderung des Tierhalters angewiesen, denn schließlich sehe ich das Tier nicht. Eine Analyse dauert in der Regel ca. 2 Stunden, wenn ich konkrete Angaben habe, aus denen ich schließen kann, welche Testungen erforderlich sind, um Ursachen ermitteln zu können und Faktoren in Zusammenhang setzen zu können. Unmöglich gestaltet sich eine Analyse, wenn ich überhaupt keine Anhaltspunkte habe; wonach soll ich hier testen? Ich kann nicht sämtliche Erkrankungen austesten, eine Analyse würde dann einige Wochen benötigen, würde ich alle Krankheiten, alle möglichen Faktoren, Symptome, Ursachen etc. austesten müssen. Das ginge überhaupt nicht. Hier bin ich in ganz besonderem Maße darauf angewiesen, dass mir eine Anamnese zugesandt wird, die für mich insoweit aussagekräftig ist, dass ich eventuell vorhandene Erkrankungen, welche mit der Symptomatik in Verbindung stehen könnten, auch gezielt austesten kann. Glücklicherweise geschieht dies auch fast immer, so, dass sich die Problematik selten stellt. Vielleicht liegt das daran, dass alles schriftlich festgehalten wird? Dass vielleicht vorab genau überlegt wird, was wann eingetreten ist? Tierheilkundezentrum, Tierheilpraktikerin Claudia Nehls, Am Buchholz 3, 33014 Bad Driburg, Tel.: 05648/963335, Fax: 05648/963334, Mobil: 0173/51 57 633, Internet: www.tierheilkundezentrum.de, E-Mail: tierheilpraxis1@t-online.de
Viele Tierbesitzer haben Angst, dass ihr Hund oder Ihre Katze an Borreliose erkrankt. Im Frühsommer und erst recht bei vorausgegangenen milden Wintern finden wir bei unseren Tieren oftmals Zecken. Vor einigen Jahren noch relativ unbekannt bei Hunden und Katzen, heute schon fast in jeder Munde, ist die Borreliose-Erkrankung. Seit das Wissen bei den Tierhaltern über gesundheitliche Schäden durch Zeckenstiche beim Menschen, vor allem durch FSME oder Borreliose wächst, steigt die Angst über eine mögliche Gefährdung der Tiere. Erreger: Borrelia burgdorferi heißt der Erreger der sogenannten Lyme-Borreliose. Er gehört zu den Spirochaeten und ist ein Bakterium. In Mitteleuropa überträgt der Gemeine Holzbock, Ixodes ricinus, die Borrelien. Sie leben im Darm der Zecke. Alle drei Entwicklungsstadien der Zecke können als Überträger fungieren. In Deutschland sind durchschnittlich 10% der Ixodeszecken, regional sogar über 30%, mit Borrelien infiziert; im Durchschnitt gehen wir also von ca. 20 % aus. Die Erreger befinden sich in Darm und Speicheldrüsen der Zecken und werden während des Saugaktes durch Speichel auf den Wirt übertragen. Die Speichelsekretion und Ausscheidung von pathogenen Erregern beginnt frühestens zwei Stunden nach dem Ansaugen der Zecke und erreicht ihren Höhepunkt nach 72 Stunden. Daher lässt sich die Wahrscheinlichkeit einer Erkrankung durch frühzeitiges Entfernen der Zecke mindern (in der Regel in den ersten 24 Stunden). Beißt eine infizierte Zecke einen Hund, eine Katze, ein Pferd oder einen Menschen, werden die Borrelien aktiviert. Eine Entfernung der Zecken innerhalb eines kurzen Zeitraums kann eine Infektion verhindern, ist jedoch etwas erschwert, da man die Zecke zu dieser Zeit noch recht schlecht "packen" kann, sie ist ja noch nicht vollgesogen. Wo leben Borrelien? Speziell in Flussniederungen sind Borrelien endemisch. Häufig sind sie bei Nagetieren, Igeln, Wildtieren und Vögeln nachweisbar, wobei Vögel die Erreger auch über weite Entfernungen verbreiten können. Die Erkrankung wurde in den siebziger Jahren bei Menschen und Mitte der 80er Jahre auch bei Haustieren beschrieben. Borrelia (B.) burgdorferi, der Erreger der Lyme-Borreliose, hat den Namen nach seinem Entdecker W. Burgdorfer, der zusammen mit dem Rheumatologen A. Steere Anfang der achtziger Jahre dieses Bakterium aus Zecken in der Umgebung der Gemeinde Lyme in Connecticut, USA isolieren konnte. Der Hintergrund dieser intensiven Forschung war ein gehäuftes Auftreten von Arthritiden vor allem bei Kindern in diesem Gebiet. Wie bei sehr vielen Erkrankungen unserer Haustiere wurden die überwiegenden Erkenntnisse der Borrelioseerkrankung bei Tieren aus der Humanmedizin abgeleitet. In der Humanmedizin haben seit der Entdeckung von B. burgdorferi intensive Forschungen vor allem im Bereich der Epidemiologie und zur Aufklärung des klinischen Krankheitsbildes sowie deren frühzeitige Erkennung und Therapie stattgefunden. Man konnte nachvollziehen, dass die Borrelien durch den Zeckenstich übertragen werden und sich dann anschließend in verschiedenen Organsystemen (z.B. Haut, Gelenke, ZNS) manifestierten. Es wurde aus Erfahrungen mit dem Erreger der Syphillis, Treponema pallidum, der in dieselbe Gruppe der Bakterien gehört, wie B. burgdorferi, ein 3-stufiger Verlauf der Lyme Borreliose postuliert. Im ersten Stadium reagiert der Mensch mit Allgemeinsymptomen wie Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Fieber, Myalgien. Häufig findet sich um die Bissstelle eine sog. Wanderröte, das Erythema migrans (EM). Im zweiten Stadium werden neurologische, kardiale, arthrogene oder ophtalmologische Symptome beobachtet. Im letzten Stadium reagiert der Mensch u.a. mit einer chronischen Arthritis, einer chronischen Enzephalitis oder der sog. Acrodermatitis chronica athrophicans (ACA), einer Erkrankung, bei der die Haut sich pergamentartig verändert. Diese Aufzählung zeigt, wie komplex und multifaktoriell sich die Lyme-Borreliose zeigen kann. Genauso vielseitig sind die Krankheitsbilder, die bei Tieren im Zusammenhang mit der Borreliose beschrieben werden: Bei Tieren stehen nach anfänglichen Symptomen wie Mattigkeit und Fieber vor allem Lahmheit. Schmerzen, andere Ausfallserscheinungen und als Spätfolgen Gelenkbeschwerden im Vordergrund. Einzelne oder wiederkehrende Fieberschübe, Lethargie, Futterverweigerung, Lahmheiten und Lymphknotenschwellungen sind die Regel. Auch Herzprobleme, neurologische Symptome (z.B. Gesichtsnervenlähmungen), Nierenerkrankungen und tiefe Entzündungen der Augen sind beschrieben worden. Bei wechselnden unklaren Lahmheiten und Arthritiden sollte die Borrelioseerkrankung in der Diagnostik einen festen Platz einnehmen. Allerdings halten nur wenige dieser Symptome einer genaueren wissenschaftlichen Betrachtung stand. Aus der Humanmedizin bekannte Symptome einer Borreliose auf unser Tier zu übertragen und bei positiver Serologie die Schlussfolgerung zu ziehen, dass ein direkter Zusammenhang besteht, bedarf einer genauen Abklärung sämtlicher anderer in Frage kommenden Ursachen. Die Borrelien-Diagnostik ist ein schwieriges Gebiet! Wenn man den Durchseuchungsgrad der Zecken in Deutschland (Vermutungen gehen von 20% im Mittel aus) und der Häufigkeit, mit der Tiere jährlich von Zecken gestochen werden, betrachtet, versteht man, wie schwierig die Diagnostik der Borreliose beim Tier ist. Unbestritten ist, dass es eine durch B. burgdorferi verursachte Erkrankung gibt. Allerdings muss man darauf hinweisen, dass es auch Berichte aus den USA gibt (Levy und Magnarelli 1992), nach denen von 50% seropositiver Hunde in einem endemischen Gebiet, lediglich 5% klinische Symptome wie Lahmheit, Gelenkschwellung und Apathie zeigten. Hinzu kam, dass innerhalb des Beobachtungszeitraumes (20 Monate) ebenso viele seronegative Hunde vergleichbare Symptome entwickelten. Diese Untersuchung zeigt uns deutlich, dass wir Menschen doch eher an einer Diagnose von Borreliose bei Tieren scheitern, nämlich aus dem Grunde, da hier noch immer viel zu wenig bekannt zu sein scheint. Vielleicht reagieren Tiere völlig anders als Menschen, ggf. auch Tierart spezifisch auf den Erreger? Obwohl er sich nachweisen lässt, richtet er ggf. bei unseren Tieren kaum bzw. keinen Schaden an? Manche Symptome unserer Tiere "passen" vielleicht einfach nur zum Erkrankungsbild einer Borreliose und in Wahrheit ist eine ganz andere Erkrankung ursächlich? Wir wissen es nicht; da fast alle Erkenntnisse aus der Humanmedizin stammen und auf die Veterinärmedizin übertragen wurden. Was ist aber, wenn diese Erkenntnisse sich nicht übertragen lassen? Ein weiteres Problem besteht darin, dass man seit einigen Jahren weiß, dass von B. burgdorferi mehrere unterschiedliche Genospezies existieren. Man spricht daher heute von B. burgdorferi sensu lato, die sich u.a. in B. burgdorferi sensu stricto, Borrelia garinii sowie Borrelia afzelii aufteilt. Das Interessante daran ist, dass man in den USA hauptsächlich B. burgdorferi sensu stricto isolieren konnte. Im Gegensatz dazu werden in Europa alle 3 genannten Genospezies isoliert. Da in den USA das am häufigsten beobachtete Symptom der Lyme-Borreliose die Arthritis ist, geht man heute davon aus, dass B. burgdorferi sensu stricto einen Organtropismus für den Bewegungsapparat besitzt, Borrelia garinii eher disseminierte Formen der Borreliose verursacht bzw. die Neuroborreliose hervorruft und Borrelia afzelii eine Affinität zur Haut hat und Symptome wie das EM oder die ACA hervorruft. Selbstverständlich sind die unterschiedlichen Genospezies auch unterschiedlich in ihrer antigenen Struktur, was natürlich nicht nur Probleme in der serologischen Diagnostik sondern auch in der Entwicklung von Impfstoffen verursacht. Bei zwangs-infizierten Hunden ergab sich folgendes klinisches Bild: Das klinische Bild, das die Hunde zeigten, waren Lahmheiten. Diese Lahmheiten entwickelten sich zwischen 2-5 Monaten nach Infektion über die Zecken. Dabei zeigten die Tiere zuerst leichte Lahmheiten, die innerhalb von 3 Tagen zunahmen und nach 4 Tagen wieder verschwunden waren. Hauptsächlich waren davon die Ellenbogengelenke sowie die Karpal- und Kniegelenke betroffen. Palpatorisch konnte bei einigen Tieren eine leichte Schwellung sowie eine lokale Temperaturerhöhung festgestellt werden. Die meisten der an Lahmheiten erkrankten Hunde zeigten eine erhöhte Körpertemperatur (39,5-40°C) und waren apathisch. Gewichtsverluste konnten dabei nicht beobachtet werden. Nach der ersten Lahmheit entwickelten die meisten der Tiere eine zweite , teilweise eine dritte Lahmheit im Abstand von 2-4 Wochen. Dabei waren teilweise andere Gelenke als in der ersten Periode betroffen. Außer diesen Symptomen zeigten die Tiere innerhalb der Beobachtungsperiode von 17 Monaten keine anderen klinischen Anzeichen. Bei allen Labormethoden bezüglich der Borreliose bei Tieren sollte man wissen, dass die Laborergebnisse lediglich Hilfsmittel zur Diagnosestellung sein können und auf keinen Fall eine sorgfältige klinische Untersuchung unter Abklärung der in Frage kommenden Differentialdiagnosen ersetzen können. Die Therapie der Borrelioseerkrankung in der Human- und Veterinärmedizin besteht aus einer umfangreichen Antibiose. Die Therapie in der Naturheilkunde setzt homöopathische und isopathische Therapeutika sowie Nosoden ein. Tierheilkundezentrum, Tierheilpraktikerin Claudia Nehls, Am Buchholz 3, 33014 Bad Driburg, Tel.: 05648/963335, Mobil: 0173/51 57 633, Internet: www.tierheilkundezentrum.de, E-Mail: tierheilpraxis1@t-online.de |
Das
normalerweise saure Scheidenmilieu kann unter bestimmten ungünstigen
Bedingungen in den alkalischen Bereich übergehen und begünstigt somit
eine Ansiedlung von pathogenen Keimen, Pilzen und Bakterien. Entzündungen
in der Scheide (Vaginitis) können auf die Harnröhre und Blase, oder
aber, auf die Gebärmutter übergreifen. Gebärmutterentzündungen
(= Pyometra, Endometritis) treten meist einige Wochen nach der letzten
Läufigkeit auf, können jedoch auch zu jeder anderen Zeit auftreten. Ursachen: Es gibt
verschiedene Ursachen, einige sind beispielsweise: Begleitsymptome
einer Allgemeinerkrankung, Unterkühlungen/Erkältungen, Allergien, Scheidenvorfälle,
Vergiftungen, Hormonstörungen, Schilddrüsenunterfunktion, übergreifende
Erkrankungen der Blase, Harnröhre, Gebärmutter, Scheide, Infektionen
mit Bakterien, Viren, Pilzen, Verletzungen, Keimträger durch den Deckakt,
allgemeine Störungen der Abwehr und des Immunsystems. Symptome sowohl von Scheiden- wie auch Gebärmutterentzündungen
sind folgende: Scheidenausfluss
unterschiedlicher Beschaffenheit, Appetitmangel und Abmagerung, Fieberphasen,
verbunden mit Müdigkeit und Apathie, ggf. Zunahme des Durstgefühls (hauptsächlich
bei begleitend auftretendem Fieber), struppiges und glanzloses Fell,
ggf. Vermehrung des Bauchumfangs/Bauchwassersucht, Unregelmäßigkeiten
der Läufigkeit, Durchfall und Erbrechen. Bei
der Gebärmutterentzündung sind die oben genannten Symptome weitaus mehr
ausgeprägt als bei Scheidenentzündungen, welche im Gegensatz zu der
Gebärmutterentzündung selten einen drastischen Verlauf nehmen. Das Allgemeinbefinden
ist hauptsächlich bei Blasen- und Gebärmuttererkrankungen stark mitbetroffen,
bei Scheidenentzündungen in der Regel selten bis kaum. Obwohl
Gebärmutterentzündungen eine gefürchtete Alterserkrankung der Hündinnen
und Kätzinnen sind, kommen diese auch bei jüngeren Tieren vor. Homöopathische Therapie: Es stehen
verschiedene homöopathische und pflanzliche Mittel zur Behandlung zur
Verfügung, welche jedoch individuell nach Ursache und Symptomatik ausgewählt
werden sollten. Ist ein Mittel bei einem bestimmten Symptom im speziellen
Einzelfall angemessen, so muss dies nicht das passende Mittel für einen
anderen Patienten darstellen. Im Gegenteil, bei einem anderen vierbeinigen
Patienten kann das Mittel genau das Verkehrte sein. In der Homöopathie
wählt man die Mittel nach individueller Symptomatik und Ursache aus,
daher ist der Einzelfall grundsätzlich entscheidend für die Medikation.
Gefahren
einer Sterilisation sind hormonelle Dysfunktionen, die zur Fettsucht
oder zur Bildung von Gallensteinen und Blasengrieß führen können. Auch
können die Tiere träge werden, da der Gesamtstoffwechsel nicht mehr
genügend angeregt wird. Diese unschönen Nebenwirkungen können auftreten,
müssen jedoch nicht zwingend auftreten! Die
Operation selbst kann selbstverständlich auch zu Komplikationen, beispielsweise
bei der Narkose oder Wundheilung führen. Gefahr und ggf. eintretende
positive Wirkungen einer Sterilisation sollten daher gut abgewogen werden.
Denn auch hier gilt: was für ein Tier das Richtige ist, muss nicht für
ein anderes ebenfalls die richtige Entscheidung bedeuten. Unsere
Beispiele aus der Praxis sind immer Original getreu und spiegeln die
Erfahrungen des berichtenden Tierhalters wieder. Das unten stehende
Beispiel aus der Praxis zeigt u. a. auch, dass auch tierärztliche Meinungen
sehr verschieden sein können. Vier Tierärzte hatten ähnliche Meinungen
bezüglich der zwingenden Operation von Pepper,
die
behandelnden Tierärzte der Tierklinik
hatten eine abweichende Meinung: Erfahrungsbericht
von Frau Jeanette Vollmert E-Mail:
Jeanette.Vollmert@imgworld.com über
ihre Hündin Peppi: Vorgeschichte: Pepper
kam im Alter von 4 Monaten aus einem spanischen Tierheim zu uns und
machte in der ersten Zeit auch einen guten Eindruck. Sie war frech,
das Fell war o. k und die Augen klar. Da wir von Anfang an alles richtig
machen wollten, gingen wir in einen großen Futterhandel und ließen uns
beraten. Raus kamen wir mit einem bestimmten als sehr gut angepriesenem
Hundefutter, weil wir dachten, das Futter wäre zwar sehr teuer aber
super... Nach
ca. 2 Monaten fingen die Probleme an. Sie fing auf einem Bein an zu
lahmen. (was man dazu sagen sollte: 2 Hunde von Freunden bekamen ebenfalls
dieses Futter und hatten ebenfalls Probleme mit Lahmheiten). Dazu kam,
dass Pepper eine laufende, häufig heiße Nase, geschwollene Lymphknoten,
immer wieder entzündete bzw. rote Augen und eine matschige bis durchfallartige
Kot-Konsistenz hatte. Zudem pinkelte sie übermäßig viel und kam kaum
zur Ruhe für einen Welpen. Gründe
genug, um zum Tierarzt zu gehen und die Fütterung zu überdenken. Beim
1. TA wurde sie das 1. Mal auf den Kopf gestellt. Es wurde ein allgemeiner
Check, eine große Blutanalyse und ein Test auf Mittelmeerkrankheiten
gemacht. Alles ohne Befund! Sie bekam jedoch trotzdem Antibiotika verschrieben
und sollte noch mal zur Kontrolle kommen. Peppers Zustand hatte sich
aber nach der Antibiotika Einnahme nicht verändert, und die Lymphknoten
waren immer noch geschwollen. Im Anschluss an das Gespräch wurde mir
das 1. Mal nahe gelegt für übernächste Woche einen Kastrationstermin
auszumachen, weil es angeblich das Beste sei vor der 1. Läufigkeit zu
kastrieren. Dies stieß mir sehr sauer auf, da Pepper ja quasi noch ein
Baby war und bei der Vorstellung, sie ohne medizinischen Grund aufschneiden
zu lassen, wurde mir sowieso schlecht! Nach
dem Kontrollgespräch stellte sich erstmal eine allgemeine Ratlosigkeit
ein. Ich stellte Pepper auf ein anderes Trockenfutter um. Wenigstens
das Lahmen hörte danach auf. So auch bei den Hunden meiner Bekannten.
Im Internet
hatten wir zeitgleich Berichte über fütterungsbedingte Lahmheiten gefunden.
Aha! Auf
Empfehlung von Bekannten ging ich mit Peppi, die nun 7 Monate alt war,
zu einem weiteren Tierarzt, der wiederum nach einer Blutanalyse, einem
Mittelmeerkrankheitstest und einem allgemeinen Check, außer den geschwollenen
Lymphknoten nichts finden konnte. Aber die beschriebenen Symptome waren
ja weiterhin da! Er meinte, sie solle vorsichtshalber mal eine Wurmkur
machen und verschrieb Pepper wieder Antibiotika (Super!). Erstmal für
eine Woche. Danach wurde sie wieder gecheckt und die Lymphknoten waren
immer noch geschwollen. Pepper sollte dann das Antibiotika auf Anraten
des Arztes weitere 3 Wochen nehmen (ich war begeistert). Beim
3. Besuch bei diesem Tierarzt war nur noch 1 Lymphknoten am Bein geschwollen.
Ein bisschen hatte es sich ja gebessert, wollte uns der TA das Ergebnis
schön reden. Und die heiße Nase wäre ein Zeichen dafür, dass Pepper
etwas nicht passt (Hä?). Die
anderen Anzeichen, wie breiige Kotkonsistenz, heiße bis triefige Nase,
rote Augen (die wir mittlerweile mit Schüsslersalzen behandelten) und
das überhäufige Pinkeln (eine Blasenentzündung wurde ausgeschlossen)
blieben. Ich
war nun ca. 300,00 Euro ärmer, aber wusste trotzdem nicht viel mehr! Zudem
riet mir auch dieser Tierarzt wieder, sie kastrieren zu lassen, diesmal
schlug er als Zeitpunkt nach der 1. Läufigkeit vor. Pepper
war nun etwa 8 Monate alt, mittlerweile sah ihr Fell auch recht stumpf
aus, sie haarte sehr stark, war sehr, sehr schlank bis dünn, kratzte
sich häufig und hatte immer noch matschigen Kot. Peppers Freund Ben,
der das gleiche Futter bekam, hatte juckenden Ausschlag in der Leiste
bekommen. Flöhe konnten nicht sein, da wir die ganze Zeit Frontline
benutzt hatten. Bericht: Es ging
noch ein bisschen Zeit ins Land, wir waren mal wieder auf der Suche
nach einem neuen Futter, da wurde Pepper das erste Mal läufig. Wir passten
auf wie ein Luchs. Es ging alles gut, bis Pepper am Ende der Läufigkeit
leider in einem kurzen unbeobachteten Moment mit Ben stiften ging. Danach
haben wir hin und her überlegt, was zu machen ist. Die möglichen Welpen
passten momentan leider gar nicht in unsere Planung, wollten wir doch
erst in 3-4 Jahren ein paar Welpen von den beiden haben. Da ich
mit den ersten beiden Tierärzten nicht zufrieden war, fuhr ich am nächsten
Tag zur Tierarzt Nr. 3, der mir dazu riet, die Spritze danach zu geben,
was ich aus Unwissenheit dann auch tat. Der TA meinte, das Risiko sei,
wenn man es nur einmal macht, sehr gering. Auch die Nebenwirkungen wie
Gebärmutterentzündungen, erneute Läufigkeit etc. würden so gut wie nie
auftreten. Hätte ich gewusst, was danach kommt, ich hätte Pepper nie
spritzen lassen, sondern hätte es drauf ankommen lassen. Hätte man mich
eindringlicher beim TA gewarnt, hätte ich es auch nicht getan. Es kam,
was kommen musste, Pepper wurde direkt wieder läufig. 3- 4 Wochen, im
Anschluss an die 2te Läufigkeit war sie plötzlich sehr matt, spielte
nicht mehr mit Ihrem Freund Ben, schlief sehr viel und machte trotzdem
immer einen müden Eindruck. Das typische Anzeichen „viel Trinken“, dass
Hündinnen mit Gebärmutterentzündung angeblich haben sollen, trat bei
Pepper nicht auf. Ich
ging wieder zu Tierarzt Nr. 3, der dann natürlich feststellte, was ich
befürchtet hatte: eine eitrige Gebärmutterentzündung. Das einzig Gute
war, dass es sich um die offene Form handelte, d.h. der Eiter konnte
abfließen. Allerdings musste trotzdem schnell gehandelt werden. Der
Tierarzt schlug mir die Kastration als einzig mögliche Behandlung vor.
Auf mein Nachfragen kam dann aber noch heraus, dass es ein Mittel namens
Allizin gibt, welches man an 4 Terminen innerhalb von 1 1/2 Woche spritzen
muss und was dann sozusagen wie ein Abtreibungsmittel auf den Eiter
wirkt und den Muntermund offen hielt, damit der Eiter weiter abfließen
konnte. Ich war mir nicht sicher, was richtig war, Pepper in diesem
Zustand kastrieren zu lassen, was auch ein Risiko darstellte, oder sie
mit diesem Mittel spritzen lassen und evtl. bei der nächsten Läufigkeit
wieder Probleme zu bekommen. Da war guter Rat teuer! Bevor
ich eine Entscheidung treffen konnte, wollte ich noch eine zweite Meinung
einholen und ich ging zu Tierarzt Nr. 4, der mich ausführlich über beide
Möglichkeiten informierte. Zum Abschluss riet auch er mir, sie kastrieren
zu lassen. Da ich mich aber zwischenzeitlich über Pro & Contra zum
Thema Kastration schlau gemacht hatte, und im Bekanntenkreis mit Hündinnenhaltern
darüber gesprochen hatte, war ich eigentlich dagegen. Und als mir der
Tierarzt dann sagte, kastrieren wäre doch nicht schlimm, er habe nur
Kastraten zuhause, wurde ich stutzig. Das konnte es doch auch nicht
sein! Mittlerweile
leicht bis ziemlich verzweifelt, rief ich daraufhin Frau Nehls an, die
als Tierheilpraktikerin schon unsere Pferde in Behandlung hatte. Mit
ihr sprach ich noch mal beide Möglichkeiten und die Erfahrungen, die
sie in Ihrer Praxis gemacht hatte, durch. Vor dem Gespräch hatte ich
das Gefühl, man muss geradezu ein schlechtes Gewissen haben, wenn man
eine unkastrierte Hündin hat. So wird es einem jedenfalls von den meisten
Tierärzten eingeredet. Sie schienen nur auf eine Kastration zu warten.
Ich möchte den Tierärzten nichts unterstellen, aber es kam mir so vor,
als ob eine unkastrierte Hündin offenbar ein gefundenes Fressen für
die Tierärzte ist. Und Peppi mit Ihrer Gebärmutterentzündung kam da
genau richtig! Nach
dem Gespräch mit Frau Nehls sah ich das ganze Thema wesentlich klarer.
Außerdem hatte ich mich zwischenzeitlich noch in einem Hundeforum im
Internet informiert, dort gab es andere Hundehalter, die Positives über
dieses Mittel zu berichten hatten. Ich entschied mich für die Gabe dieses
Mittels und gegen die Empfehlung der Tierärzte: die Kastration. Begleitend
musste sie wieder Antibiotika einnehmen. Als
Sofortmaßnahme zur Unterstützung des Eiterausleitungsprozesses und Bekämpfung
der Entzündung besprach ich mit Frau Nehls die Gabe von 2 homöopathischen
Mitteln (Hepar sulfuris und Traumeel), die Peppi dann sofort bekam.
Dann als weitere Maßnahme im Hinblick auf die nächste Läufigkeit, bei
der wieder die Gefahr bestand, dass Peppi einen „Rückfall“ hat, vereinbarte
ich mit Claudia Nehls eine Haaranalyse, um herauszufinden, wo Pepper
Defizite hat, bzw. um diese auszugleichen und eine weitere Gebärmutterentzündung
zu vermeiden. Außerdem gab ich ihr während der ganzen schwierigen Phase
zusätzlich noch verschiedene Schüsslersalze zur Unterstützung. Bei
der Haaranalyse kam heraus, dass Pepper fast in allen Bereichen gestörte
Werte hatte. Sie hatte Nahrungsmittelunverträglichkeiten, einen Proteinüberschuss,
keinen ausgewogenen Nährstoffhaushalt und der Darm/Intestinal- u. Digestionstrakt
war gestört, nicht zuletzt wahrscheinlich durch die häufige Gabe von
Antibiotika. Daraus resultierend ein geschwächtes Immunsystem. Immer
wieder hatte Pepper Entzündungswerte des Organismus erhöht. Daher erklärten
sich auch die Schwellungen der Lymphknoten. Auch der Fellzustand spiegelte
sich in den gestörten Werten wieder. Pepper hatte starke Hormonstörungen
und Imbalancen. Allgemein waren die Entzündungswerte aufgrund der Gebärmuttervereiterung
stark erhöht. Frau
Nehls hat uns daraufhin eine umfangreiche homöopathische Therapie zur Regulation des Hormonsystems von Pepper ausgearbeitet
und um Ihr Immunsystem zu unterstützen, so dass es nach der nächsten
Läufigkeit nicht wieder zu einer Entzündung kommt. Zudem gab sie uns
noch eine Futtermittelempfehlung mit auf den Weg, die wir dann schnellstmöglich
in die Tat umsetzten. Nachdem bei Pepper das Mittel vom Tierarzt und die homöopathischen
Sofortmaßnahmen angeschlagen hatten, floss der Eiter nur so ab. Dies
ging etwa 3 Tage so, danach machte Pepper schon wieder einen etwas munteren
Eindruck und fing langsam wieder an zu spielen. Sie hatte das Schlimmste
überstanden und war auf dem Weg der Besserung. Ein paar Wochen, nachdem wir das Futter umgestellt hatten,
(welches Pepper übrigens sehr gerne frisst zusammen mit den Kräutern
von Claudia Nehls), stellten sich die ersten, positiven Veränderungen
ein. Die homöopathischen Mittel bekam Pepper nach Absprache mit
Claudia Nehls aber noch eine ganze Weile länger. Peppers Fell glänzte, die Entzündung der Augen war weg,
sie juckte sich nicht mehr ständig, musste nicht mehr dauernd pinkeln
und der Kot war normal und nicht mehr matschig. Alles in allem machte
sie einen viel besseren, fidelen Eindruck, was wir alleine Claudia Nehls,
ihrer Futterempfehlung und den homöopathischen Mitteln zu verdanken
hatten. Gespannt und mit ein bisschen Angst sah ich der nächsten Läufigkeit
entgegen. Würde Peppi sie jetzt ohne Probleme überstehen? Eigentlich
war ich mir sicher, dass wir Pepper zusammen mit Frau Nehls, die bestmögliche
Unterstützung gegeben hatten und weiter noch gaben. Bis dahin gingen aber wieder mehrere Wochen/Monate ins Land.
Es war mittlerweile Februar 2007, Pepper war nun 1 Jahr und 4 Monate
alt und wurde das 3. Mal läufig. Alles soweit kein Problem, es gab keine
großartigen Auffälligkeiten, außer dass Pepper im Anschluss ein wenig
weißlich-klaren Ausfluss hatte. Daher ging ich 2 Wochen nach der Läufigkeit vorsichtshalber
noch mal zu Tierarzt Nr. 4, um es kontrollieren zu lassen. Er machte
einen Abstrich, untersuchte es im Labor und mit ernster Miene sagte
er mir, dass viele Entzündungsbakterien vorhanden seien. Er wolle es
noch mal 3 Tage mit Antibiotika probieren, um dies einzudämmen. Sollte
es sich nicht bessern, sähe es nicht gut aus und Pepper müsste leider
kastriert werden. Beim Kontrolltermin nahm er dann nur einen Tupfer
und sagte mir, das er ohne Mikroskop schon sagen könnte, dass es Eiter
sei und ich mir die Laborkosten sparen könnte, Pepper müsste nun auf
jeden Fall kastriert werden. Er gab mir einen Termin für die darauffolgende
Woche und Antibiotika für das Wochenende mit. Ich war verzweifelt, wir
hatten doch alles getan dafür, dass dies nicht passierte. Wieder rief ich Frau Nehls an, die mich erst einmal etwas
beruhigte, mich darin bestärkte eine 2te Meinung einzuholen und meinte,
dass es doch normal sei, dass in der Scheide der Hündin Bakterien seien,
und nach der Läufigkeit auch gute wie schlechte zu finden sind. Ich nahm ihren Rat an und fuhr mit Pepper zu einer Tierklinik in der Kölner Umgebung, um eine 2te Meinung einzuholen.
Dort machte man einen Abstrich und meinte, es wäre alles
gar nicht so schlimm. Wie Frau Nehls schon sagte, sagte man mir auch
dort, dass Bakterien nach der Läufigkeit bei
der Hündin ganz normal sind, auch Eiter- und Entzündungsbakterien können
da vorkommen. Pepper hätte auch leicht geschwollene Lymphknoten, aber
auch dass wäre nach d. Läufigkeit noch im Rahmen. Außerdem meinten sie,
es wäre noch viel zu früh für eine Gebärmuttervereiterung, die käme
erst meist 6-8 Wochen nach der Läufigkeit. Sie gaben mir eine Jodlösung
zum Spülen mit, Antibiotika bräuchte sie erstmal keins. Ich solle ihr
lieber Traumeel geben...:-) Von
Kastration war hier keine Rede. Den OP-Termin bei dem anderen Tierarzt
habe ich direkt abgesagt. Da war ich wohl auch mal wieder an einen Tierarzt
geraten, der nur auf Profit aus war. Mittlerweile
sind seitdem wieder fast 3 Monate vergangen und Pepper hat keinerlei
Anzeichen mehr für eine Gebärmutterentzündung gehabt. Auch die Kontrolle
von Frau Nehls per Haaranalyse ist gut ausgefallen. Sämtliche Werte,
die anfangs schlecht waren, haben sich sehr schön verbessert. Pepper
ist mittlerweile eine fröhliche, gesunde junge und vor allen Dingen
unkastrierte Hündin. Nach jeder Läufigkeit ist sie ein bisschen erwachsener
geworden und aus dieser Erfahrung heraus, kann ich jedem nur raten,
dessen TA die Hunde als Baby schon kastrieren will, den Hunden doch
wenigstens die Zeit zu geben, ein wenig erwachsen zu werden. Aber dies
ist meine Meinung. Und wenn es um angeblich medizinische Kastrationen
geht, sollte man immer 2 Mal hinschauen, wem man vertraut. Vielleicht
ist es doch nicht notwendig...!? Noch
mal vielen Dank an Dich Claudia, dass Du Pepper und mich die ganze Zeit
so super unterstützt hast und mit Rat und Tat zur Seite gestanden hast.
Dank
Dir ist Pepper nun gesund und munter und so sieht sie auch aus J Tierheilkundezentrum,
Tierheilpraktikerin Claudia Nehls, Am Buchholz 3, 33014 Bad Driburg,
Tel.: 05648/963335, Fax: 05648/963334, Mobil: 0173/51 57 633, Internet:
www.tierheilkundezentrum.de, E-Mail: tierheilpraxis1@t-online.de
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Epilepsie bei Hunden
und Katzen
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Die Katze wird
für kurze Zeit starr, das Verhalten verändert sich augenblicklich, die
Pupillen sind weit geöffnet, sie fährt ihre Krallen aus und beginnt zu
fauchen. Es beginnt der Krampfanfall. Dieser wird oft für einige Sekunden
unterbrochen und die Katze jagt durch den Raum oder sie verharrt knurrend
in ihrem Versteck. Selten tritt Aggressivität auf, meist ist die Katze
ebenso erschrocken über ihr Verhalten wie wir. Hunde bleiben plötzlich wie angenagelt stehen, stürzen ineinander und strecken die Gliedmaßen weit von sich. Kurze Zeit später verkrampft sich der Hundekörper, die Beine zucken, der Kopf wird verdreht, der Blick ist starr, die Pupillen erweitert. Manchmal wird Harn oder Kot beim Anfall abgesetzt, aus dem Maul kommt schaumiger Speichel. Hunde sind in der Regel noch einige Zeit benommen und erschöpft durch den Krampfanfall; Katzen gehen unmittelbar wieder in den normalen Alltag über. Die zeitlichen Abstände der Anfälle sind verschieden und variieren nicht nur von Tier zu Tier, sondern auch bei dem betroffenen Tier selbst. Anfälle können mehrmals täglich, wöchentlich, im Abstand von mehreren Monaten oder auch Jahren auftreten. Hunde sind weitaus öfter betroffen als Katzen.
Es kann eine genetisch bedingte Disposition bzw. auch Epilepsie Erkrankung vorliegen. Liegt diese vor, treten die Anfälle oft schon in sehr jungem Alter auf. Man nennt diese Form der Epilepsie die idiopathische Epilepsie. Bei dieser Form der Epilepsie verspricht eine Therapie wenig Erfolg, da diese angeborenen Formen in der Regel nicht beeinflussbar sind. Die meisten Erkrankungen werden jedoch im Laufe des Lebens erworben als Folgen einer Gehirnhautentzündung, eines Tumors oder eines schweren Traumas. Diese Form nennt man die symptomatische Epilepsie. Auch tritt Epilepsie infolge von Entgleisungen des Stoffwechsels, Hormonimbalancen oder Vergiftungen auf. Als konkrete Auslöser dieser chronischen Gehirnerkrankung gelten psychische Erregung, kurzfristige Stoffwechselbelastung und Umstellung des Hormonhaushalts. Die Epilespie tritt nicht allein infolge einer Störung des zentralen Nervensystems auf, sondern wird durch eine Funktionsstörung der Leber beeinträchtigt. In der Leber entstehen Giftstoffe, die über die Blutbahn ins zentrale Nervensystem gelangen. Dort werden die Neurotransmitter blockiert und vermitteln ein nicht mehr funktionierendes Übertragungsmuster einiger Nervenimpulse, welche die Anfälle provozieren. Lebensgefährlich ist im Grunde jeder eptileptische Anfall. Besonders gefährlich dann, wenn sich die Krämpfe in kurzen Zeitabständen wiederholen. Zu der Gefahr des Krampfanfalls an sich kommt die Gefahr der Selbstverletzung, die nicht zu unterschätzen ist. Eine Unterteilung wird nochmals gemacht in partielle oder fokale Epilespie; hier wird zwischen einfachen, komplexen und Anfällen mit sekundärer Generalisation unterschieden. Die einfachen fokalen Anfälle sind häufig unkontrollierte Bewegungen der Gliedmaßen oder auch ein Kopfschütteln des betroffenen Tieres. Unmotiviertes Bellen, Zuckungen einzelner Körperteile, Fliegenschnappen ebenso wie zwanghaftres im Kreis Laufen stellen komplexe Anfälle als Verhaltensauffälligkeiten dar. Eine Abgrenzung dieser relativ harmlosen Form der Epilepsie von speziellen Verhaltensmustern des individuellen Tieres ist oft schwierig. Die generalisierte Epilepsie wird in verschiedene Gruppen unterteilt und diese nochmals in verschiedene Phasen. Der häufigste Anfallstyp ist der tonisch-klonische Grand-mal-Anfall. Hier werden folgende Phasen unterteilt: Prodromalstadium: Leichtere Veränderungen des Wesens, beispielsweise Starren ins Leere. Die Aura: Ruhelosigkeit, Rastlosigkeit, Ängstlichkeit. Der Iktus: Dies ist der eigentliche Anfall. Er beginnt in der Regel mit Zuckungen, dann folgen generalisierte Krämpfe, Kieferschlagen, Harn- und Kotabsatz, Speicheln, massive Zuckungen der Gliedmaßen und Muskulatur. Besteht der Iktus länger als 30 Minuten oder wiederholen sich die Krampfanfälle innerhalb von kurzer Zeit spricht man von Status epilepticus. Dieser ist immer lebensbedrohend und ein Notfall! Eine weitere Unterteilung folgt dann in Postiktus, dieses Stadium geht von einigen Minuten bis zu Tagen, das Tier zeigt Erschöpfungszustände, Desorientierung und manchmal unbegründete Aggressivität.
Epilepsie ist bis heute noch weitgehend unerforscht. Aus diesem Grunde wird die Unterdrückung der Anfälle und der Krampfbereitschaft der Ansatz einer veterinärmedizinischen Therapie sein. Jedes Tier reagiert in Bezug auf Nebenwirkungen anders. Abgewägt werden sollte, ob die Nebenwirkungen tolerierbar sind oder nicht. Entstehen tiefgreifende und lebensbedrohliche Nebenwirkungen, so werden diese ebenso wenig hinzunehmen sein, wie die Epilepsie Erkrankung selbst. Sind die Nebenwirkungen des Medikaments lebensbedrohlich, so bedrohen diese das Leben des betroffenen Tieres gegebenenfalls mehr als die Epilepsie, was dazu führen sollte, andere Therapiemethoden auszuprobieren. Auch ist die Gefahr gegeben, dass sich der Organismus an die tägliche Unterdrückung der Krampfanfälle durch Medikamente gewöhnt, so dass keine bzw. immer weniger Wirkung mit diesen erzielt wird. Mittel der Wahl der veterinärmedizinischen Therapie ist Phenobarbital, ein Barbiturat; enthalten in den Produkten Luminal und Luminaletten. Neben der Therapie der Epilepsie wird Phenobarbital in der Narkosevorbereitung angewandt. Da die Wirkung von Phenobarbital stark dosierungsabhängig ist, von Beruhigung über eine leichte Dämpfung des Bewusstseins bis zur Betäubung reicht, ist die Dosierung unbedingt vorsichtig vorzunehmen und gezielt einzusetzen. Die möglichen Nebenwirkungen bei falscher Dosierung reichen über Atemlähmung bis zum Kreislaufversagen und Nierenschädigung. Erwähnenswert ist, dass es kein Gegenmittel bei einer Überdosierung gibt. Treten unerwünschte Nebenwirkungen auf, so ist unbedingt die Dosierung zu reduzieren! Mir werden grundsätzlich die Tiere vorgestellt, bei denen entweder Luminal bzw. Luminaletten (gängiges veterinärmedizinisches Präparat zur Behandlung der Epilepsie) keine zufriedenstellende Wirkung erzielt, oder die Tiere, die an schwerwiegenden Nebenwirkungen leiden, so dass versucht werden soll, die Therapie auf eine nebenwirkungsfreie Therapie umzustellen. Auch wird manchmal die Bitte an mich heran getragen, dass nach Besprechung mit dem Tierarzt und Aufklärung eventueller Nebenwirkungen vorab versucht werden soll, die Epilepsie homöopathisch zu therapieren. Je nach Lagerung der Krankheitsgeschichte wird dann entweder die ersten Wochen neben Luminal homöopathisch therapiert und im Laufe der Zeit das veterinärmedizinische Medikament immer weiter reduziert oder sofort umgestellt von Luminal auf eine homöopathische Therapie, oder aber, vorab versucht, die Epilepsie homöopathisch zu behandeln, damit ggf. auf Luminal gänzlich verzichtet werden kann. Der am wenigsten schönste Fall ist natürlich der, indem Luminal überhaupt nicht vertragen wird und die Therapie von jetzt auf gleich umgestellt werden muss, da die weitere Gabe von Luminal keinesfalls akzeptabel erscheint. Hier ist die homöopathische Therapie meist die einzige Alternative, die andere Alternative heißt hier: keine Therapie, was natürlich keine Alternative für das betroffene Tier darstellt! Die Erfahrungen einer homöopathischen Therapie sind durchweg gut, wenn die Mittel richtig, das heißt auf das spezielle und individuelle Tier, abgestimmt werden. Eine völlige Anfallsfreiheit wird jedoch selten erlangt, in der Regel werden die Anfälle allerdings bedeutend weniger, das heißt, die Zeiten zwischen den Anfällen werden länger. Ein Hund beispielsweise, welcher vor der Medikation mit Luminal und auch mit Luminal (hier hat Luminal offensichtlich keine Wirkung erzielt, es wurden verschiedene Dosierungen ausprobiert) mehrere Anfälle täglich hatte, was selbstverständlich einen sehr extremen Fall darstellt, hatte unter homöopathischer Therapie in den Folgejahren ca. alle 1 - 3 Monate einen - leichten - Anfall. Dieser Erfolg war sehr gut; bedenkt man, dass er vorher ca. 2 Anfälle täglich hatte und diese von einer solchen Schwere, dass er sich immer wieder selbst verletzte; beispielsweise schlug er sich bei einem Krampfanfall mehrere Zähne aus. Die homöopathische Therapie greift in das gesamte Stoffwechselgeschehen ein, was heißt, Wert wird vor allem auf eine gründliche Entgiftung und Ausleitung gelegt und auf eine Stärkung sowie Unterstützung der Leberfunktion. Weiterhin wird die Enzymtätigkeit der Leber angeregt. Alle darauf aufbauenden homöopathischen Mittel werden dann je nach Erkrankungsbild passend zum Arzneimittelbild ausgewählt; dies gilt auch für die Potenzen sowie die Häufigkeit der Gabe der entsprechenden Mittel. Weiterhin arbeiten wir bei Epilepsie grundsätzlich mit Nosoden, das heißt Organpräparaten. Zum Einsatz kommt hier Cerebrum (Gehirn) sowie Hepar (Leber). Auch der Stoffwechsel an sich wird durch entsprechende Mittel angeregt.
Grundsätzlich wird auch ein besonderes Augenmerk auf die Ernährung gelegt: Die Ernährung sollte naturbelassen ohne Zusatzstoffe und synthetische Stoffe gestaltet werden sowie auch weniger tierisches Eiweiß, sondern mehr pflanzliche Kohlenhydrate beinhalten. Da der Leberstoffwechsel mit der Epilepsie in Zusammenhang zu stehen scheint, ist auf eine stetige leberschonende Entgiftung und Unterstützung der Leber Wert zu legen. Auch die Nierentätigkeit ist unterstützenswert. Als Unterstützung in der Fütterung empfehlen wir unser Ergänzungsfuttermittel Leber & Nieren; welches im Wege der Fütterung für eine schonende Entgiftung und Unterstützung der entsprechenden Organe sorgt. Gerade bei der Epilepsie Erkrankung ist in ganz besonderer Weise auch die Psyche über das zentrale Nervensystem beteiligt. Daher legen wir Wert auf feste Tagesabläufe und eine ruhige und stressfreie Umgebung unseres Patienten. Eine Umgebung, ein Haushalt, welcher dem Tier zusätzlichen Stress bereitet durch beispielsweise häufige Besuche, laute Geräusche, keine festen Tagesabläufe usw. ist mehr als kontraproduktiv für das gesamte Krankheitsgeschehen. Dies gilt insbesondere natürlich für fremde Umgebungen mit fremden Menschen, Tierheimtiere sind durch die Besonderheiten der Unterbringung derart stressig untergebracht, dass eine Therapie eine neue Umgebung mit ruhigerem Umfeld miteinbeziehen sollte.
Wir arbeiten überregional mit der Biofeld-Haaranalyse; das heißt, Tiere können in aller Welt, ganz unabhängig vom Wohnort, behandelt werden. Unsere Patienten leben somit unter ganz verschiedenen Bedingungen, beispielsweise in Mexiko, Italien, Frankreich und Spanien, wie auch in Finnland, Polen, Schweden und in angrenzenden Ländern. Auch diese unterschiedlichen Bedingungen sind immer wieder neue Herausforderungen, müssen immer wieder individuell bedacht und durchdacht werden; schön ist, die Therapie ganz verschiedener Erkrankungen (nicht nur der Epilepsie, unterschiedliche Erkrankungen werden behandelt) ist in aller Welt umsetzbar und nicht begrenzt auf die unmittelbare Umgebung. Nähere Informationen: Tierheilkundezentrum, Tierheilpraktikerin Claudia Nehls, Am Buchholz 3, 33014 Bad Driburg, Tel.: 05648/963335, Mobil: 0173/51 57 633, Fax: 05648/963334, Internet: www.tierheilkundezentrum.de, E-Mail: tierheilpraxis1t@t-online.de |
Es gibt eine Vielzahl auslösender Ursachen für Erkrankungen der oberen Atemwege (Nase, Rachen, Kehlkopf, Luftröhre) sowie der unteren Atemwege (Lungen, Bronchien und Alveolen). Neben Infektionserkrankungen und Erkältungen zählen zu den auslösenden Ursachen auch häufig Allergien und Herz-/Kreislauferkrankungen, wie auch Leber- und Nierenstörungen. Bei Niereninsuffizienz ist eine Herz- und Kreislaufbeeinträchtigung in aller Regel gegeben. Die Atemfrequenz von Hunden und Katzen sinkt ein wenig während des Schlafs, bei einer Niereninsuffizienz und bei Erkrankungen des zentralen Nervensystems jedoch deutlich (= Bradypnoe). Bei Fieber, Angst, psychischer Erregung, Herzinsuffizienz und Anämie beschleunigt sich die Atmung (= Tachypnoe). Eine krankhaft erschwerte Atmung ist eine Dyspnoe; also die Atemnot. Eine objektive Beurteilung des Hustens erfolgt nach klinischen Leitsymptomen, die Hinweise zur Diagnostik geben: So kann Husten kräftig, bellend, quälend, schmerzhaft, krampfhaft, unterdrückt, hohl und trocken sein, er kann aber auch nur vereinzelt, stoßweise und anfallsartig auftreten; Husten kann feucht, trocken, produktiv oder unproduktiv sein. Schwerere Erkrankungen der unteren Atemwege, welche ggf. in Verbindung mit Herzerkrankungen stehen, erkennt man meist an trockenem, quälendem, vereinzelt auftretendem Husten, welcher asthmatisch klingt und auch in einem asthmatischen Anfall enden kann. Feuchter und bellender Husten ist meist ein produktiver Husten; der beispielsweise bei akuten Infekten auftritt. Dieser hört sich zwar auf den "ersten Blick" schlimmer an, ist aber meist der harmlosere Husten, als der unproduktive und sehr trockene Husten ohne Schleimabsonderung. Husten gehört zu den Reinigungsprozessen des Organismus, Husten versucht, sich Fremdkörper zu entledigen. Hierzu zählt auch der in den Atemwegen gesammelte Schleim und es kommt zur Schleimabsonderung. Daher ist es nicht richtig, den Husten medikamentös zu unterdrücken. Statt Unterdrückung ist es sinnvoll, den Schleim zu lösen, damit der oft recht zähe Schleim abgehustet werden kann. Gerade dieser recht zähe Schleim und eine hinzukommende starke Schleimbildung führen zu Atmungsproblemen. Auch kann das Herz-Kreislaufsystem durch massives Husten in Mitleidenschaft gezogen werden, ebenso wie Herzerkrankungen mit dem Husten in Zusammenhang stehen können bzw. Ursache der Atemwegserkrankung sein können. Häufig gibt es fließende Übergänge der einzelnen Erkrankungen nach klinischer Einteilung. So kann eine Bronchiolitis oder Mikrobronchitis, das heißt eine Entzündung der kleinsten Bronchien und/oder der Alveolen schnell zu einer Bronchitis oder Tracheobronchitis (Entzündung der Bronchien und/oder der Luftröhre) werden, wenn nicht erfolgreich therapiert wird. Sie kann auf das Lungengewebe übergreifen und wir sprechen dann von einer Bronchopneumonie oder Pneumonie. Die Folge einer chronischen Bronchopneumonie ist wiederum das Lungenödem. Zum Lungenemphysem kommt es infolge einer chronischen Bronchitis, welche oft allergisch bedingt ist und mit spastischen asthmatischen Anfällen einhergeht. Vom Lungenemphysem spricht man, wenn infolge der Bronchitis übermäßige Erweiterung oder Zerreißung größerer Alveolenbezirke eintritt. Durch die entstehenden Hohlräume erleidet die Lunge einen erheblichen Elastizitätsverlust; das Herz wird überbeansprucht. Husten tritt aber auch infolge Rachen- und Mandelentzündung, im Zusammenhang mit einem Kehlkopfkatarrh, bei einer Brustfellentzündung, bei Lungentuberkulose, Lungenkrebs und beispielsweise auch Fremdkörpern in den Bereichen von Kehlkopf und Luftröhre auf.
Ist eine Allergie der Verursacher von Husten und Atemwegserkrankungen, so ist die Allergie vordergründig zu regulieren. Um die Allergie regulieren zu können, ist vorab nach den Ursachen zu forschen; um mögliche Verursacher der allergischen Reaktion ausschalten zu können. Eine Therapie wird nur dann erfolgreich sein, wenn es gelingt, die überschießende Reaktion des Immunsystems (= Allergie) zu regulieren sowie Allergene bestmöglich zu vermeiden. Tritt der Husten infolge von Herzerkrankungen auf, so muss in erster Linie das Herz therapiert werden. Für Infektionen, Viruserkrankungen, Erkältungen und alle anderen genannten Beispiele gilt das Gleiche. So ist Husten nicht gleich Husten: Am Anfang jeder Therapie steht eine exakte Diagnose, aus der die Therapie abzuleiten ist. Zur Diagnose stehen unterschiedliche Möglichkeiten bereit. Welches Diagnoseverfahren gewählt wird hängt von der jeweiligen Symptomatik ab bzw. auch vom Verlaufe unter der Therapie. So bieten sich neben einer ausführlichen Untersuchung des Tieres Bronchoskopie, Entnehmung eines Abstriches bezüglich Laboruntersuchung auf Pilze, Keime und Bakterien, Blut- und Urinuntersuchung, Kot-Screen, Röntgen, Ultraschall, Biofeld-Haaranalyse und vieles mehr an. Eine oft eindeutige Sprache spricht aber auch die Krankengeschichte, die Anamnese aus Sicht des Patientenbesitzers. Aus dieser kann der Therapeut viele Rückschlüsse ziehen und nach der Wahrscheinlichkeitsrechnung einige Ursachen eher vordergründig sehen und andere erst einmal vernachlässigen. Wichtig ist unbedingt, bei Husten unmittelbar einen Therapeuten aufzusuchen, sei es der Tierarzt, der Tierheilpraktiker, eine tierärztliche Klinik. Die Chancen zur schnellen Genesung des Tieres sind grundsätzlich umso besser, je schneller eine Therapie eingeleitet wird. Gerade bei Atemwegserkrankungen führt eine Verschleppung oftmals zu einem verhängnisvollen Kreislauf und aus einer Bronchiolitis wird am Ende ein Lungenemphysem; wenn allzu viel Zeit vergeht, ohne dass eine Therapie greift. Die Therapie indes wird bedeutend umfangreicher und langwieriger, wenn der Husten in ein chronisches Stadium eingetreten ist. Dieses chronische Stadium erlebe ich oft bei überregionalen Therapien aufgrund der Biofeld-Haaranalysen, die wir durchführen. Mit etwas Geduld stehen die Chancen aber auch in einem bereits chronischem Stadium der Erkrankung gut, dass es zu einer Ausheilung, einer Regulation kommt und der Hund oder die Katze nach einigen Wochen oder Monaten wieder beschwerdefrei sind. In der Homöopathie gibt es sehr viele verschiedene Mittel zur Therapie des individuellen Auslösers bzw. der Ursache von Husten. Zahlreiche Einzel-, Komplexmittel und Nosoden stehen ebenso zur Verfügung wie pflanzliche Wirkstoffe und isopathische Mittel. Um das/die zur individuellen Erkrankung passende/n Mittel zu finden und eine erfolgversprechende Therapie einleiten zu können, ist eine genaue Diagnose erforderlich. Sind Bakterien, Keime und Viren beteiligt, so sollten diese selbstverständlich zusätzlich behandelt werden. Hierfür stehen beispielsweise die isopathischen Mittel und Nosoden bereit. In der Veterinärmedizin wird in der Regel mit Cortison und Antibiotika behandelt. Oft werden auch immunstärkende Präparate eingesetzt. Immunstärkende Präparate eignen sich grundsätzlich als Zusatzmedikation, Ausnahmen sind Allergien und Krebserkrankungen; diese sollten vor dem Einsatz ausgeschlossen werden. Cortison sollte möglichst dem Notfall, im Zusammenhang gesetzt, dem asthmatischen Anfall bzw. wirklich massiven Symptomen wie Atemnot, vorbehalten bleiben. Bei Antibiotika ist es grundsätzlich wichtig, ein gegen die vorhandenen Bakterien und Keime auch wirksames Antibiotikum einzusetzen, da einige Antibiotika gegen die individuellen Keime und Bakterien resistent sind, also keine Wirksamkeit zeigen können. Auch der Tierheilpraktiker arbeitet mit immunstärkenden Mitteln neben anderen Therapieverfahren. Zusammenfassend lässt sich sagen: Husten & Bronchitis sind bei Hunden und Katzen sehr gut therapierbar, wenn eine erfolgreiche Therapie möglichst schnell umgesetzt wird, was voraussetzt, die Ursache zu ermitteln und ursächlich zu therapieren. Kommt es erst einmal zum Lungenemphysem, ist es meist zu spät und das Leben wird zur Qual. Denn in diesem Fall wirkt auch das Notfallmedikament Cortison irgendwann einmal nicht mehr und ein weiteres steht nicht zur Verfügung! Daher sollte zwingend überlegt werden, wie lange ein Einsatz von Cortison - wenn überhaupt - erforderlich ist. Andere Wege der Therapie sollten möglichst zeitig eingeschlagen werden, nicht erst dann, wenn auch Cortison keine Wirkung mehr zeigt! Zentrum für ganzheitliche Tierheilkunde, Tierheilpraktikerin Claudia Nehls, Am Buchholz 3, 33014 Bad Driburg, Tel.: 05648/963335, Mobil: 0173/ 51 57 633, Fax: 05648/963334, Internet: www.tierheilkundezentrum.de, E-Mail: tierheilpraxis1@t-online.de |
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