
Am Buchholz 3, 33014 Bad Driburg-Dringenberg
Tel.: 05648/963335, Fax: 05648/963334, Handy: 0173/51 57 633
E-Mail: tierheilpraxis1@t-online.de, Internet: www.tierheilkundezentrum.de
Der Bewegungsapparat:
Verschiedene Erkrankungen & Lahmheiten,
Arthrose & Hufrollenentzündung
Unser Tipp:
Natürliches
Ergänzungsfutter aus Kräutern zur Aufrechtherhaltung
der Funktionalität des Bewegungsapparates

Nehls Lauf-Fit für Pferde und Ponys
Probleme im Bewegungsapparat unserer Pferde entstehen häufig durch falsche Haltung, zu hohen oder auch zu frühen Arbeitseinsatz und falsche Fütterung. Oft liegen auch Mängel im Gebäude vor, welche zu spät erkannt oder nicht ausreichend beachtet werden. Das Pferd ist jedoch ein Lauftier und ohne uneingeschränkte Bewegungsmöglichkeit unglücklich und hilflos.
Zusammensetzung:
Ergänzungsfuttermittel aus getrockneter Kräutermischung in DAB-Qualität
(Radix Harpagophyti procumb. con., Folia Gingko Bilobae conc., Cortex Salicis conc., Rhizoma Zingiberis mundat. Conc.)
Fütterung:
Nehls Lauf-Fit wird ganzjährig dem Krippenfutter beigefügt und dient gleichzeitig einer optimalen Mineralien- und Spurenelementversorgung! Pro Tag und Tier 1 – 3 Hände voll!
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Nehls Natürliches Vitamin E Pulver für Pferde zur Unterstützung des Bewegungsapparates, bei Lahmheiten, zum Aufbau und zur Unterstützung der Muskulatur und des Muskelaufbaus:
Fütterung pro Tag:
Pferd bis zu 1/4 Teelöffel täglich
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Nehls 100 % Grünlippmuschel DAB
Die neuseeländische Grünlippmuschel enthält besonders viel Glycosamin in reinster Form.
Die
Grünlippmuschel (Perna canaliculus) wird an der Küste Neuseelands gezüchtet
und ist reich an so genannten Glycosaminoglykanen (GAG). Dies sind Stoffverbindungen,
die als Gerüstsubstanzen u.a. der Gelenkknorpel und als Nährstoffe für die
"Gelenkschmiere" dienen.
Sehr gute Erfahrungen machten wir bei Podotrochlose, Hufrollenentzündungen, Hufgelenksentzündungen und Arthrose bei der gleichzeitigen Fütterung von Grünlippmuschel 100 % plus Nehls Lauf-Fit sowie ggf. der noch zusätzlichen Ingwerfütterung plus Nehls Natürlichem Vitamin E-Pulver.
100 % Grünlippmuschel in DAB-Qualität ist ein 100 % reines Produkt, ohne Zusätze, Bindestoffe, Füllstoffe usw.; die tägliche Dosierung beträgt daher bei Pferden ca. 3 - 5 Gramm.
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Ingwer griesförmig und in Scheiben geschnitten:
Kontrolliert biologische Anbau Qualität der Gewürzmühle Neumann.
Ich
empfehle den zusätzlichen Einsatz von Nehls Lauf-Fit; sowie speziell bei Arthrose,
Podotrochlose, Hufrollenentzündung & Hufgelenksentzündung die zusätzliche
Fütterung von Nehls Grünlippmuschel 100 % und ggf. Nehls Vitamin E-Pulver.
Die Dosierung von Ingwer sollte ausprobiert werden; als Anhaltspunkt rechnet man ca. 4 Gramm pro 100 KG Pferdegewicht.
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Ein Vollblut hat bis zu 85 % Alpha-Muskelfasern
Damit zukünftig keine Verwechslungen und Verwirrungen mehr bezüglich
Namensgleichheiten meiner Produkte zu anderen Produkten entstehen, sind ab
sofort alle meine Produkte mit dem Nehls Logo sowie dem Namen „Nehls“ gekennzeichnet.
Dieses garantiert, dass Sie ein Produkt des Tierheilkundezentrums Claudia
Nehls, von dem Sie ggf. viele positive Erfahrungsberichte gelesen haben, auch
wirklich kaufen! Meine Produkte werden ausschließlich durch unser Tierheilkundezentrum
Team vertrieben; es gibt keine Händler oder Zwischenhändler o. ä. Unsere Ergänzungskräuterfuttermittel
enthalten ausschließlich Kräuter in Deutscher Arzneibuch Qualität ohne Kräutervormischungen,
Füllstoffe, Bindestoffe oder ähnliches. Alle unsere Produkte sind 100% DAB-Qualität
und durch viele positive Praxis-Erfahrungen von mir entwickelt worden. Die
Deutsche Arzneibuch-Qualität ist der höchste Qualitätsmaßstab für Kräuter
und alle anderen Produkte (Abkürzung: DAB-Standard, DAB-Qualität).
Jedes einzelne unserer Ergänzungskräuterfuttermittel
enthält natürlich in den Kräutern vorkommend (nicht zugesetzt) viele natürliche
Mineralstoffe, Spurenelemente und Vitamine, welche durch ihre Natürlichkeit
in Verbindung mit den sekundären Pflanzenstoffen vom tierischen Organismus
optimal verstoffwechselt werden; somit wird die zusätzliche Fütterung eines
Mineralstofffuttermittels überflüssig. All unsere Ergänzungsfuttermittel sind
zur dauerhaften Fütterung entwickelt worden und geeignet, auch „vertragen“
sie sich mit ggf. stattfindenden veterinärmedizinischen, homöopathischen bzw.
anderen alternativen Therapieformen, mit Arzneimitteln, Impfstoffen und Wurmkuren.
Eine Überdosierung ist nicht möglich, so sind die Angaben zur Dosierung Erfahrungs-
und Mittelwerte; die individuell benötigte Dosierung wird nach der bestmöglichen
Wirksamkeit vom Tierhalter selbst bemessen, es entfällt eine Dosierung nach
Gewicht; eine Dosierung erfolgt je nach Schwere des Problems. Auch können
unsere Produkte zu jedem Futtermittel sowie Ergänzungsfuttermittel gefüttert
werden, ohne, dass durch unsere Ergänzungsfuttermittel ein Übschuss eintreten
könnte.
Da diese 100% natürlich sind und somit optimal verstoffwechselt werden, ist
es unnötig mit reichlich bemessenen Mengen zugesetzter Stoffe zu arbeiten.
Die im Vergleich zu synthetischen Produkten geringen Anteile an Mineralstoffen,
Spurenelementen und Vitaminen decken den Bedarf durch die enthaltenen sekundären
Pflanzenstoffe in Kombination optimal, so dass weder Überschüsse noch Mangelerscheinungen
eintreten. Auch können sämtliche unserer Ergänzungskräuterfuttermittel gemeinsam
dauerhaft gefüttert werden, ohne, dass sie sich in ihrer Wirksamkeit negativ
beeinträchtigen, auch darauf habe ich bei der Entwicklung größten Wert gelegt.
Es tritt auch kein „Gewöhnungseffekt“ ein, so, dass die Kräuter keine positive
Wirkung mehr hätten, wenn sie dauernd gefüttert werden; im Gegenteil: zur
Prophylaxe sowie bei chronischen Problemen raten wir eine dauernde Fütterung
unbedingt an, da eine positive Wirkung nur so lange gegeben sein kann, wie
auch eine Fütterung unserer Ergänzungsfuttermittel stattfindet. Auch benötigen
unsere Tiere essentiell eine dauerhafte Zufuhr von Mineralstoffen, Spurenelementen
und Vitaminen, und keine nur zeitweise. Kräuter enthalten keine Kalorien,
keinen Zucker, keine Stärke/Energie und kein Protein. Unsere Ergänzungsfutter-
und Pflegemittel sind allein über uns, das Tierheilkundezentrum Team, zu beziehen:
Wir beraten Sie gerne umfassend und kostenlos!
Da wir zur Zeit an einer Testreihe mit an Arthrose und Podotrochlose erkrankten Pferden arbeiten und ich ebenfalls zur Zeit einen Erfahrungsbericht zur Anwendung verschiedener Ingwerdarreichungsformen bei verschieden Erkrankungen und Problemen von Pferden ausarbeite, wird dieser Link ausführlich erweitert in nächster Zeit. Wir werden über Langzeiterfahrungen und Testreihen bei verschiedenen großen und kleineren Problemen und der Anwendung sowohl von Ingwer, Nehls Lauf-Fit sowie auch der Nehls Grünlippmuschel 100% DAB und des Nehls Natürlichen Vitamin E-Pulvers ausführlich berichten.

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Funktionalitätsstörungen und Lahmheiten des Bewegungsapparates sind bei Pferden eine häufige Ursache für deren Unreitbarkeit und verursachen dem betroffenen Pferd oft große Schmerzen. Verschiedene Lahmheitsursachen und deren ganzheitliche Therapiemöglichkeit möchte ich in diesem Artikel aufgreifen:
Muskelzerrungen:
Die
Muskulatur besteht aus Alpha-Muskelfasern, die eine hohe Aktivität besitzen
und schnell kontraktil reagieren (ziehen sich schnell zusammen) und Beta-Muskelfasern,
die langsamer kontraktil reagieren. Die Alpha-Muskelfasern werden vermehrt
bei hohen Geschwindigkeiten und Höchstleistungen beansprucht, die Beta-Muskelfasern
mehr bei der Ausdauerbelastung. Entscheidend ist bei dieser Unterteilung die
Durchblutung der Muskelfasern: Bei Höchstgeschwindigkeiten ist ein sehr viel
höherer Sauerstoffbedarf zu befriedigen, als bei einem gemächlichen Ausritt
oder Spaziergang.
Die Muskulatur des Pferdes wird bei ungewohnter oder/und untrainierter Leistung leicht gezerrt. Es kommt zu partiellen oder punktförmigen Blutungen oder zum Bluterguss. Durch Schädigung, Überdehnung oder Abreißung von feinen, oft peripheren Nerven können Erschlaffungs- und Lähmungserscheinungen entstehen.
Es
zeigt sich das Bild einer schmerzhaften Lahmheit.
Therapie:
Das betroffene Pferd muss ruhig gestellt werden, damit verhindert wird, dass die partiellen Zerreißungen zu großen Hämatomen werden. Ruhig stellen wäre umsetzbar durch langsame Bewegung an der Hand, durch eine Box mit kleinem angeschlossenen Paddock; jedoch sollte möglichst keine Boxenhaft in einer zu kleinen Box verhängt werden; da eine völlige Bewegungseinschränkung keinen Heilungseffekt aufweist. Die schmerzhaften Muskelzerrungen sollten gekühlt werden mit Kompressen, Umschlägen und Verbänden oder je nach Lagerung dem Wasserschlauch. Bewährt hat sich die zusätzliche Verwendung von Arnicatinktur in einer Lösung. Auch die innerliche Gabe von Arnika in einer tiefen homöopathischen Potenz ist angezeigt. Arnica wird niemals als Urtinktur innerlich verabreicht, da es hier zu allergischen Reaktionen bis hin zum Schockzustand kommen kann.
Sehnen- und Bänderzerrungen, Verstauchungen und Prellungen:

Solch massive Sehnenerkrankungen dauern sehr lange bis zur Ausheilung; mit viel
Geduld und entsprechender Therapie kann eine Regulation überhaupt nur gelingen..
Diese
entstehen durch Traumen, Unfälle, Stoß oder Überdehnung der Bänder und der
Sehnen und ziehen vielfach Schädigungen nach sich von der Sehnenentzündung
(Tendinitis) bis zur Sehnenruptur oder Sehnendegeneration (Tendinose). Ursache
ist meist eine Überdehnung der Sehne, wobei durch Lockerung der Fibrillen
und Faszien ein Elastizitätsverlust eintritt, besonders dann, wenn die Muskulatur
übermüdet oder untrainiert ist und die Überdehnung der Sehne nicht abfedern
kann. Prädestiniert sind Pferde mit langen, zu weichen und schwachen Fesseln
und schwachen dünnen Sehnen. Auch Fehlstellungen der Hufe disponieren Pferde
für sämtliche Erkrankungen des Bewegungsapparates. Die homöopathische Behandlung
von Sehnen- und Bänderzerrungen setzt nicht nur an einer Beseitigung der Schmerzen
an, sondern will zu einer wirklichen Ausheilung führen; welche oftmals sehr
langwierig sein kann.
Je
nach Schweregrad der Verstauchung oder Prellung, Sehnen- und Bänderzerrung
oder Sehnenerkrankung ist das Pferd oft bis zu 12 Monaten nicht reitbar und
benötigt in dieser Zeit eine ausgiebige Ruhephase. Falsch wäre es jedoch,
dass betroffene Pferd zur Boxenhaft zu verurteilen: eine kontrollierte und
langsame Bewegung, zum Beispiel Spaziergänge an der Hand auf hartem Boden,
fördert die Regeneration oben genannter Erkrankungen.
Therapie:
Langsame und kontrollierte Bewegung auf hartem geraden Boden an der Hand, Kühlung mit einer Arnicatinkur-Lösung,
innerliche Gabe von Arnica und Bryonia in einer tiefen Potenz, sowie auf das jeweilige Erkrankungsbild individuell passender zusätzlicher homöopathischer Mittel.

Prellungen im Fesselbereich und/oder Huf:
Am
Huf und an der Fessel kommt es in und unter der Hufwand oder der Haut zu Hämatomen
oder Defekten am Knochen, besonders an der Knochenhaut, dem Periost. Ursachen
hierfür entstehen durch Anstoß, zum Beispiel beim Abwerfen von Hindernissen,
bei Tritt gegen ein Hindernis oder auch beispielsweise bei einem Tritt mit
dem Huf gegen einen großen Stein.
Therapie:
Auch bei diesem Erkrankungsbild ist eine Kühlung sinnvoll sowie auch die äußerliche und innerliche Verwendung der Arnica. Zudem hat sich Hamamelis bewährt und bei Defekten am Knochen selbst Sympthytum. Der Beinwell gilt in der Naturheilkunde als „das Knochenmittel“. Darüber hinaus sollte selbstverständlich auch hier eine genau auf das Erkrankungsbild abgestimmte homöopathische Therapie zusätzlich erfolgen.
Bursitis:
Die Schleimbeutelentzündung kommt beim Pferd auch recht häufig vor; Ursachen können Infektionen ebenso wie Fehlstellungen und falsche Belastungssituationen sein. Auch bei der Schleimbeutelentzündung gilt das oben Gesagte zur Bewegung und Kühlung. Eine Therapie sollte sich ursächlich zeigen, da diese bei einer infektiösen Bursitis eine völlig andere ist, als beispielsweise bei einer durch Fehlstellung oder falsche Belastung hervorgerufenen Bursitis.
Gallen:
Meist sind Gallen nur ein Schönheitsfehler und die gesundheitliche Auswirkung gering. Eine Beeinträchtigung des Bewegungsapparates findet dann statt, wenn die Galle die mechanische Gelenksfunktion stört. Gallen können durch falsche Fütterung oder auch durch genetische Disposition erworben werden. Bei Entzündungen der Gelenkkapseln bilden sich mit Synovia, der Gelenksflüssigkeit, gefüllte Vergrößerungen, die schnell verhärten und bindegewebig durchwachsen können. Gallen sind schwer behandelbar; jedoch gelingt es meist mit ein wenig Geduld, dass sie sich zumindest verkleinern und so, wenn sie vormals zu Problemen geführt haben, diese nicht mehr verursachen. Die Therapie konzentriert sich vorwiegend auf lokale Maßnahmen, beispielsweise Einreibungen mit Acetat-Campher Mischungen. Eine zusätzliche homöopathische Therapie über einen längeren Zeitraum hat sich ebenfalls sehr bewährt.
Steingallen:
Nennt man Entzündungen im Eckstrebenwinkel der Hufe. Es zeigen sich rötliche Flecken bis hin zu nässenden, eitrigen Entzündungen im betroffenen Bereich. Ursachen hierfür liegen beispielsweise im Eintreten von Steinen, Hufanomalien wie dem Zwanghuf, der für Steingallen prädestiniert ist, aber auch in einer schlechten Hufhornqualität und somit dementsprechender Empfindlichkeit können Gründe liegen. Bei Steingallen sind feuchte Umschläge bzw. Angussverbände das Mittel der Wahl, nachdem der Hufschmied/Hufpfleger die Eckstreben ausgeschnitten hat, um ggf. noch vorhandenes Entzündungssekret abfließen zu lassen.
Hufabszesse:
Ursache
eines Hufabszesses sind Druckstellen; diese können bei sehr empfindlichen
Hufen bereits nach Steintritt entstehen oder auch durch einen fehlerhaften
Beschlag, der Druck verursacht, oder das Tragen von nicht passenden, Druck
verusachenden Hufschuhen entstehen. Im glücklichsten Falle liegt der Abszess
so lokalisiert, dass er mit der Hufzange schnell aufgespürt werden kann und
nicht so tief gelagert ist, dass eine Öffnung unproblematisch möglich wäre.
Wird ein Hufabszess lokalisiert und geöffnet, so, dass der Eiter abfließen kann, erfährt das Pferd sofort Erleichterung und der Schmerz ist genommen. Die Stelle wird dann noch desinfiziert und das Problem ist in der Regel schnellstmöglich gelöst. Anders sieht es aus, wenn ein Abszess nicht zu lokalisieren ist bzw. an einer so ungünstigen Stelle sitzt, dass das Aufschneiden zum Problem wird bzw. ausgeschlossen ist (beispielsweise am Kronrand). Hier helfen Angussumschläge, z. B. mit Rivanollösung dem Abszess sich zu öffnen und der Eiter kann abfließen. Unterstützend kann man in diesen Fällen das homöopathische Mittel Hepar Sulfuris in einer niedrigen Potenz geben; um den Abfluss zu unterstützen.
In jedem der oben genannten Erkrankungsbilder ist zusätzlich eine individuell und passend ermittelte homöopathische Therapie einzuleiten; um eine Regulierung und Ausheilung zu erreichen. Dies gilt insbesondere bei den Sehnenerkrankungen, welche unbedingt eine langfristige und passende Therapie benötigen, um die Elastizität wieder in vollem Umfange herzustellen. Gelingt dies nicht, wird das erkrankte Pferd immer sensibilisiert bleiben und wird nicht wieder die volle Leistungsfähigkeit erlangen können.
Ein
ganz wichtiger Faktor ist auch die Fütterung des erkrankten Pferdes. Diese
sollte auf die Probleme eingehen, in dem sie Anpassungen der Menge erfährt.
Da
die betroffenen Pferde in Ihrer Bewegung stark eingeschränkt werden, besteht
grundsätzlich die Gefahr einer Belastungsrehe, wenn eine Extremität erkrankt
ist. Durch den Schmerz und die damit eintretende Entlastungshaltung besteht
ein hohes Risiko einer Belastungsrehe, welches man mit stark eingeschränkter
Ernährung bzw. Absetzung jeglichen Kraftfutters (hierzu gehört auch Müsli..)
stark eindämmt.
Auch sollte überlegt werden, ob der Mineralstoffhaushalt, das Calzium : Phosphor Verhältnis und der Spurenelementhaushalt ausgewogen gestaltet ist. Nicht zuletzt tragen Mängel in der Fütterung des Pferdes zu sämtlichen Erkrankungen des Bewegungsapparates unmittelbar bei.
Gerne können Sie unser Tierheilkunde Team bei Fragen kontaktieren und sich ausführlich beraten lassen:
Tierheilkundezentrum, Tierheilpraktikerin Claudia Nehls, Am Buchholz 3, 33014 Bad Driburg, Internet: www.tierheilkundezentrum.de, E-Mail: tierheilpraxis1@t-online.de,

Weniger auf Schnelligkeit gezüchtete Rassen haben nur ca. 60 – 65 % Alpha-Muskelfasern
"Doris Herrmann" <doris@profimakler.de> schrieb:
Liebe Frau Nehls ! Ich füttere seit 2 Monaten meinem 20-jährigen Haflinger Ihr Lauf fit und seine Sehnenprobleme werden immer weniger. Lahmheit liegt keine mehr vor. Schritt und Trab sind wie immer fleißig, nur Galopp fällt noch
schwer. Druckempfindlichkeit besteht noch und das Anheben der Hinterhand schmerzt scheinbar noch. Aber ich lasse ihm Zeit und werde die Kräuter weiter geben.
"Bärbel Schneider" <fg-schneider@t-online.de> schrieb nach 6 Tagen Fütterung:
Guten Abend Fr. Nehls, möchte nur kurz einen Zwischenbericht geben. Am vergangenen Mittwoch habe ich mit Ihrer Kur angefangen (Biol. Hufkur), Rehe-Ex und Lauf-Fit und die Jackie ist schon etwas munterer geworden. Sie
geht freiwillig aus Ihrer Box und ich konnte mit
ihr schon etwas spazieren gehen. Sie hat auch einen lebhafteren Gesichtsausdruck
bekommen. Die hinteren Beine sind auch nicht mehr so dick angelaufen.
Sie läuft freiwillig auf dem Paddock und auf der
Wiese (habe sie ca. 5 Min. auf die große Wiese gelassen, kaum noch Gras, mehr
ein begrünter Auslauf) einige Schritte.
Die Kräuter bekommt sie mit ein paar Mohrrüben und
einem Apfel und einer handvoll Hafer, da sie die Kräuter pur nicht frisst.
Am Abend oder Mittags gibt es eine paar eingeweichte
PreAlpin-Cops von St. Hippolyt. Die Hufkur gebe ich mit der Spritze ins
Maul, so kann ich sicher sein,
dass nichts daneben geht.
"Bärbel Schneider" <fg-schneider@t-online.de> schrieb:
Guten Abend Frau Nehls,heute ist der 11. Tag seit wir mit Ihrer Biolog.
Hufkur und den Kräutern
angefangen haben und die Jackie wird immer munterer und bewegt sich freiwillig immer mehr.
Heute ist sie seit langem auf dem "Krankenpaddock" (Paddock ca. 15 x 12 m mit sehr weichen Boden - KEIN GRAS) getrabt und ein paar Sprünge galoppiert, weil sie nicht als erste Mittags zur Futterzeit reingeholt wurde. Jeden
Vormittag kommt sie für ca. 3 - 4 Std. mit einer andern älteren Stute (ebenfalls Beinprobleme) auf dieses Paddock.
Am Mittag kommt sie dann wieder in ihre Paddock-Box
und Abends gehe ich dann mit ihr etwas spazieren, kühle die Hufe und beschäftige
sie. Heute beim spazieren gehen war sie auch sehr ausgelassen und
wollte schneller vorwärts gehen. Vor ca. 2 Wochen ist sie so schlecht gelaufen, dass
ich dachte ich müsse sie einschläfern lassen. Sie bekommt, außer Heu und Stroh,
3x am Tag jeweils eine gute Handvoll Ihrer Kräuter mit etwas Hafer und Mohrrüben gemischt.
Am Abend weiche ich dann ein paar PreAlpin-Cobs von St. Hippolyth ein,
diesen Brei mag sie ganz besonders.
Die Hufkur gebe ich ihr am Abend, am Wochenende vormittags. Habe noch eine Frage bezüglich der Graskoppel. Unsere Graskoppeln sind schon alle sehr abgefressen, es steht nur noch ganz kurzes Gras darauf, ich sage immer begrünte Ausläufe dazu. Ist es für die Stute schädlich, sie am Abend ca. 10 - 15 Min. einmal auf diese Fläche zu lassen???. - (Wenn ich mit ihr aus dem Stall gehe, möchte sie immer in Richtung Koppel laufen).
Dies war wieder ein kurzer Zwischenbericht - Nochmals
vielen Dank für Ihre SuperProdukte.
Wünsche noch ein schönes Wochenende, bis bald per E-Mail oder Telefon. Liebe Grüße Bärbel Schneider
Und nach weiteren 3 Tagen: Bin bei der Biofeld-Analyse schon etwas erschrocken,
obwohl ich heute Abend beim Spazieren gehen mit Jackie, wirklich Mühe hatte
die Stute am Stallhalfter zu halten, sie hat gebockt und wollte nur vorwärts
gehen. (Wir haben wohl kurzzeitig unsere gute Erziehung vergessen, bei Whow
stehen zu bleiben).
Da Jackie so munter ist, wäre es zu früh, sie im Schritt im Gelände oder in der Halle etwas zu bewegen oder soll die Stute weiterhin geführt werden? Die Stallkollegen sind ganz verblüfft, dass die Stute wieder so munter ist und von selbst wieder läuft, hatten doch die meisten gedacht, sie würde bald nicht mehr leben.
Noch einen schönen Tag und vielen Dank für Alles.
Nach 6 Wochen:
Jackie ist sehr munter geworden und wir reiten jeden Tag, wenn das Wetter es erlaubt, im Schritt, ca. 1/2 Std., ins Gelände und sie läuft sehr gut, ist munter und aufgeweckt, dank Ihrer Therapie. Die besten Ergebnisse haben bei Jackie Ihre Kräuter, Ihre Hufkur und Ihre empfohlenen Medikamente gezeigt!!!
Natürlich auch die von Ihnen empfohlene Futterumstellung.
"Heidenreich, Jutta" <J.Heidenreich@wsd-s.wsv.de> schrieb:
Liebe Frau Nehls,
wir möchten uns sehr herzlich bei Ihnen bedanken, dass es unseren Pferdendurch Ihre Empfehlungen (Hufkur, Kräuter, Futterumstellung) sehr viel besser geht und wollten Ihnen hiermit einen kleinen Erfahrungsbericht schicken:
Bei dem 27-jährigen Wallach (Avarus) meiner Freundin wuchsen die Hufe seit längerer Zeit nicht mehr. Mein 7-jähriger Wallach (Kismet) war sehr fühlig auf steinigem Boden. Beide sind barhuf. Durch Zufall gelangten wir auf Ihre Internetseite und fanden das mit der Hufkur sehr interessant. Wir beschlossen, Sie doch einfach mal anzurufen. Tja und wenn wir schon mal dabei waren, dachten wir uns, fragen wir doch mal ein bißchen intensiver
nach. Eigentlich ging es uns hauptsächlich um den 27-jährigen, der gerade in der letzten Zeit von einen Problem ins nächste stolperte: Husten trotz ausreichend Bewegung an frischer Luft und nassem Heu, Durchfall, Mauke und
Strahlfäule trotz täglich gründlicher Hufpflege und zweimal Misten am Tag, kaum Hufwachstum, schwerfuttrig (sie probierte alle möglichen Müslis, die er dann nach kurzer Zeit nicht mehr mochte) und dann wieder alles von vorn ...
Wir hatten ein sehr ausführliches und nettes Telefongespräch
darüber. Sie haben eine Futterumstellung auf natürliche Futtermittel
empfohlen.
Das bisherige Mineralfutter sollte durch Ihre Allround-Kräuter
ersetzt werden und auch alle anderen Zusatzmittelchen sollten weggelassen
werden. Und er bekam auch die Hufkur verordnet. Eigentlich hatte
mein 7-jähriger außer seiner Fühligkeit keine besonderen Probleme. Aber das
klang alles so interessant und schlüssig, dass ich dann doch genauer wissen
wollte, ob denn mit meiner Fütterung alles in Ordnung wäre. Sie haben mir
ebenfalls empfohlen, das Mineralfutter und alles sonstige durch die Allround-Kräuter
zu ersetzen und zusätzlich die Hufkur zu geben. Erst waren wir etwas skeptisch.
Ob das wohl ausreichend wäre ...? Aber wir entschlossen uns, es zu versuchen.
Es dauerte eigentlich nur ca. zwei Wochen und man merkte den beiden Pferden
an, dass es ihnen gut tut. Der 27-jährige war weniger steif als üblich, er
begann ganz schüchtern zuzunehmen, das Fell glänzte mehr. Bei meinem 7-jährigen
stellte ich zuerst ganz verdutzt fest, dass ich längere Ausritte machen konnte
und er zügiger lief, weil er nicht mehr ganz so fühlig war. Das vermehrte Hufwachstum setzte dann nach ca. 5
Wochen ziemlich schlagartig ein. Irgendwie waren die Pferde auch ausgeglichener
und zufriedener als vorher.
Auch bekam meiner eine gute Figur (er neigte ein bißchen zum Dickwerden). Begeistert von unserem Erfolg sprachen
wir mit einer Freundin, die ein sehr dickes Pferd (Bandolero, 12 Jahre) hat.
Kein Tierarzt, keine Diät, keine Therapie hatte bisher irgendeinen Erfolg
gebracht, auch das Umstellen von Stroh auf Späne war erfolglos. Er wurde einfach
immer dicker und dicker, obwohl er extrem wenig zu fressen bekam. Auffällig
war auch, dass er nie
richtig schwitzte. Sie entschloss sich, ebenfalls bei Ihnen Rat zu suchen. Als erstes wurde eine Haaranalyse gemacht, die ziemlich schlechte Werte aufzeigte. Er bekam Allround-Kräuter, Lauf-Fit und Husta-Mix verordnet, um den Stoffwechsel anzukurbeln. Auch bei ihm sollten alle weiteren Zusätze wie
Mineralfutter etc. weggelassen werden.
Zu unserem Erstaunen sollte er sogar von Späne-Einstreu wieder auf Stroh umgestellt werden.
Gut wir dachten uns, das ist jetzt aber eine richtige Herausforderung für
Sie. Wenn Sie hier auch nur einen geringen Erfolg erzielen, dann aber alle
Achtung! Nach ca. 2 Wochen fingen wir an zu überlegen: sag mal, bilden wir
uns das ein oder wird er dünner? Nein das kann nicht sein, das ist Einbildung!
Oder doch ? Und er schwitzt ... Es war keine Einbildung er wird tatsächlich
dünner. Mittlerweile, nach ca. 5 Wochen Therapie musste sie sich gestern von
mir einen kürzeren Sattelgurt geben lassen. Das hat bisher noch keiner geschafft!
Wir sind alle drei begeistert, vielen Dank und liebe Grüße Jutta Heidenreich und Kismet, Petra Schneider und
Avarus, Heike Nagel und Bandolero

Augen zu und durchJ
Gedanken zu chronischen Erkrankungen des
Bewegungsapparates unserer Pferde
(Pferdeanzeiger 02/2004, Verfasser C. Nehls)
Immer häufiger ist die Einschränkung der Funktionalität des Bewegungsapparates unserer Pferde in der Praxis anzutreffen.
Chronische degenerative Erkrankungen, wie Podotrochlose (Hufrollenentzündung), Spat, Arthrose, Erkrankungen des Rückens und der Wirbelsäule, Hufrehe und Sehnenschäden nehmen immer weiter zu.
Dies verwundert umso mehr, da die Erkenntnisse einer pferdegerechten Haltung nie so weit fortgeschritten waren wie heute. Früher war die Ständerhaltung noch allgemeine Praxis und die Boxenhaltung geradezu ein Luxus. Heute gehen immer mehr Pferdehalter dazu über, ihre Pferde optimalerweise in einem Offenstall unterzubringen. Licht, Luft und Bewegung sind die Bausteine einer gesunden Pferdehaltung, wie allgemein bekannt. Vergleiche zwischen früher und heute zeigen jedoch deutlich, dass unsere Pferde trotz unserer heutigen Erkenntnisse oftmals bereits im Fohlen- und Jungpferdealter mit Erkrankungen zu kämpfen haben, die in früheren Zeiten erst im Alter durch Verschleiß auftraten.
Ähnlich haben sich die Erkenntnisse einer optimalen Pferdefütterung in den letzten 20 Jahren stark gewandelt: Früher galt die ausschließliche Fütterung von Hafer, Heu, Stroh und Gras als ideale Pferdenahrung, heute wird Heu durch Silage und Stroh durch Alternativeinstreu ersetzt. Mit Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen sieht es ähnlich aus:
Früher war man der Meinung, dass in der täglichen Ration alles enthalten war, heute geht die moderne Pferdeernährung dazu über für jedes Alter, jede Rasse und jede Disposition zur Erkrankung bzw. Erkrankung selbst ein spezielles Futter herzustellen. Nicht zu vergessen ist, dass wir heute davon ausgehen, dass Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe synthetisch hergestellt die Getreideration ergänzen müssen, da ansonsten ein Mangel entsteht, der wiederum zu schwerwiegenden Mangelerscheinungen/Erkrankungen führen soll.
Unsere Weiden sind künstlich gedüngt, die Unkrautbekämpfung wird durch Pestizide vorgenommen und Heu mit seinem hohen Rohfasergehalt durch die rohfaserärmere proteinhaltigere Silage ersetzt. Getreide wird durch Düngemittel vermehrt, teilweise auch genmanipuliert.
In den letzten 15 Jahren wurden die Bedarfswerte für Vitamine, Mineralien und Spurenelemente mehr und mehr erhöht, da Pferdehalter der Ansicht waren, je mehr, je besser, umso mehr enthalten, umso mehr bekomme man für`s Geld und umso mehr Gutes tut man seinem Pferd.
In den letzten 2 Jahren ist mehr und mehr ein Umdenken zu beobachten:
Bedarfswerte für Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente werden gesenkt und der Trend:
Back to the roots im Kommen!
Natürlich werden Erkrankungen des Bewegungsapparates durch mehrere Faktoren begünstigt. Anfangs steht die Genetik und diesbezügliche Disposition sowie angeborene oder erlangte Stellungsfehler. Doch werden die ersten Fehler bereits kurz nach der Geburt mit dem heute üblichen Fohlenstarter begonnen. Fohlenstarter führt zu schnellem Wachstum sowie Gewichtszunahme, was naturgemäß bedeutend langsamer vonstatten gehen würde. Bereits hier erhält der Bewegungsapparat erste – oft bleibende – Schäden.
Weiterhin werden hoch dosierte synthetische Vitamine, Mineralien und Spurenelemente zugeführt, die – so neueste wissenschaftliche Erkenntnisse – oftmals überdosiert sowie auch, da synthetisch hergestellt, nicht optimal verwertet werden können.
Man möchte das Beste für sein Pferd und erreicht – leider – das Gegenteil dessen!
Unerlässlich
für die uneingeschränkte Funktionalität des Bewegungsapparates ist ein optimales
Calzium : Phosphor Verhältnis, welches bei 1,5 – 2,0 : 1 liegt. Dieses zu
erreichen ist wegen der zunehmenden Denaturierung des Futters und unserer
heutigen Bodenbewirtschaftung wahrlich schwierig. Gutes Pferdeheu verfügt
in der Regel über ein Calzium : Phosphor Verhältnis von 1,5 : 1 oder höher.
Früher war dieses Verhältnis infolge der geringeren Intensität der Grünlandbewirtschaftung
günstiger, denn diese bewirkte einen höheren Anteil an Kräutern. Einerseits
erreichen wir bei unserer Pferdefütterung selten das ideale Calzium : Phosphor
Verhältnis, andererseits füttern wir immer mehr Protein, was ungünstigen Einfluss
auf den Bewegungsapparat hat. Darüber hinaus bestehen weitere Probleme in
der Zuführung oftmals viel zu hoch dosierten Vitaminen, Mineralstoffen und
Spurenelementen, die nicht nur auf den Bewegungsapparat, sondern auch insbesondere
auf die Entgiftungsorgane Leber und Nieren schädlichen Einfluss ausübt. Protein
sowie die übermäßige Zuführung der o. g. Stoffe müssen durch Leber und Nieren
wieder ausgeschieden werden, was hier oftmals zur Überlastung und somit weiteren
Schäden führt. Weiterhin ist relativ ungeklärt, inwieweit das Verdauungssystem
des Pferdes überhaupt synthetisch zugeführte Stoffe verwertet. Beim Mensch
beispielsweise existiert der wissenschaftliche Beweis, dass natürlich vorkommende
Vitamine etc. bedeutend besser verwertet werden, als synthetisch hergestellte.
Da das Pferd ein bedeutend sensibler reagierendes Verdauungssystem als der
Mensch besitzt und darüber hinaus auch heute noch viel mehr an die Natur angelehnte
Lebensbedingungen zur Gesunderhaltung benötigt, gehe ich davon aus, dass diese
Erkenntnisse umso mehr auf das Pferd zutreffen.
Meiner Erfahrung nach wirkt eine weitgehend naturgemäße Pferdeernährung, insbesondere die Fütterung naturbelassener Kräutermischungen positiv auf den physischen und psychischen Zustand unserer Pferde.
Ein
weiterer Faktor zur Begünstigung von chronischen Erkrankungen des Bewegungsapparates
ist die nicht pferdegemäße Haltung. Trotz weitreichender Erkenntnisse einer
optimalen Pferdehaltung ist kaum ein Pferdebesitzer in der Lage, diese praktisch
umzusetzen. Vor allem im Winter wird unseren Pferden – selbst bei Offenstallhaltung
– ausschließlich ein kleines Paddock zur Bewegung zur Verfügung gestellt.
Weiträumige Bewegungsmöglichkeiten sind in der heutigen Zeit kaum noch gegeben.
Vor allem in den Ballungsgebieten ist das Problem offenkundig. Zusätzlich
problematisch ist, dass der Wechsel zwischen keiner bis kaum Bewegung zur
Arbeit unter dem Reiter oft gravierend ist. Als Aufwärmphase wird hier – statt
einer halben Stunde – oftmals 5 Minuten angesetzt. Nach der Arbeit ist das
Verbringen in die Box, also keinerlei Bewegungsmöglichkeit, leider Realität.
All
diese Einflüsse zusammen bewirken die zunehmende Einschränkung der Funktionalität
des Bewegungsapparates, demnach die vielen chronischen Erkrankungen, welche
- leider – immer weiter zunehmen. Die
beste Prophylaxe – neben einer verantwortungsvollen Zucht – ist meiner Erfahrung
nach eine pferdegerechte und vor allem weitgehend naturgemäße Haltung und
Fütterung unserer Pferde. Zugegeben ist diese oftmals schwer zu verwirklichen,
doch sollte das Bestreben dieser immer im Vordergrund stehen, denn oft sind
es die für den Pferdebesitzer kleinen Veränderungen, welche selbst Symptomatiken
einer chronischen Lahmheit völlig eindämmen.
Ein Fallbeispiel zur Untermauerung dieser These ist ein vor 3 Monaten bei uns stationär aufgenommener Westfahlenwallach mit Sehnenschaden vorn beidseitig. Die – inzwischen chronische – Entzündung der Sehnen mit Beteiligung beider Gleichbeine und Fesselgelenke - bestand seit über einem Jahr. Allein die Umstellung auf eine optimale Haltung und Fütterung in Verbindung mit einer kompetenten Hufkorrektur (im Austausch zum orthopädischen Rundeisenbeschlag) wirkte hier wahre Wunder in Ergänzung mit lokalen Anwendungen sowie homöopathischen und phytotherapeutischen Mitteln. Nach nur 3 Monaten ist keinerlei Einschränkung der Funktionalität des Bewegungsapparates makroskopisch sichtbar und der Wallach erfreut sich bester Gesundheit:
Oft sind es die kleinen Dinge, welche eine Wiederherstellung des Gesundheitszustandes und die uneingeschränkte Funktionalität des Bewegungsapparates bewirken!
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Arthrose,
Hufrollenentzündung, Spat, I. Teil
(Artikel für den Pferdeanzeiger 03/08, Verfasser: C. Nehls) |
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Arthrose:
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Spat:
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Podotrochlose
(= Hufrollenentzündung):
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Symptomatik:
Klinische Erscheinungen zeigen sich sehr unterschiedlich und wechselhaft.
Die Erkennung einer deutlichen Lahmheit wird dadurch erschwert, dass unter
den betroffenen Pferden mehr als 50 % beiderseits erkranken. Es besteht makroskopisch
daher oft eher eine Bewegungsstörung, keine Lahmheit. Die Aktion der Vorderbeine
wird eigenartig klamm, flacher und kürzer. Die Gangveränderung ist wenig ausgeprägt.
Manchmal besteht deutlicher Wendeschmerz. Beim noch nicht warmgerittenem Pferd
ist die Symptomatik deutlicher; während der Bewegung nehmen die Symptome ab.
Der Gang bleibt aber wenig raumgreifend und das Pferd zeigt sich zögerlich;
insbesondere beim Sprung. Die Krankheit nimmt zwar einen eher schleichenden
Verlauf, jedoch kann sich die Lahmheit auch ganz plötzlich zeigen. Ein in
der Regel ausnahmslos auftretendes Symptom ist vermehrtes Stolpern. Die Lahmheit
tritt in einem geringen bis mittleren Ausmaß auf. In der Ruhe setzt das betroffene
Pferd die Vorderhufe abwechselnd weit nach vorn, um das Hufgelenk zu entlasten
(bei der Hufrehe werden in der Regel beide Vorderhufe gleichzeitig weit nach
vorne gestreckt). Die Fußungslast wird auf den Zehenrand des Hufes verlagert,
so dass ein vermehrter Abrieb an der Zehe erfolgt. Beim beschlagenen Huf unterliegen.
die Schenkelenden des Hufeisens nur einem geringen Abrieb; beim unbeschlagenen
Pferd wird die Trachtenwand im Verhältnis zur Zehenwand länger. Die Entlastung
des hinteren Hufabschnitts schränkt den Hufmechanismus ein, weshalb der Hornstrahl
allmählich verkümmert und ein Trachtenzwanghuf entsteht. Bei überwiegend einseitiger
Hufrollenentzündung kann es aufgrund dieser Schonstellung zu Muskelatrophien
bzw. zur Hufatrophie kommen. Eine verstärkte Pulsation der Mittelfußarterie
ist nur bei einem akuten Schmerzschub (wie auch bei der Hufrehe) zu erfühlen.
Diagnostik:
Klinische Untersuchungen zur Diagnostik sind die Zehengelenksbeugeprobe und
die Keilprobe, die Perkussion der Sohle im Bereich der Strahlspitze löst eine
Abwehrreaktion aus. Eindeutig ist jedoch erst eine Diagnose aufgrund der Leitungsanästhesie.
Das sogenannte Umspringen der Lahmheit nach einer Anästhesie ist als eindeutige
Diagnose der Podotrochlose zu werten. Röntgenologisch greifbar sind die Veränderungen
des Strahlbeins. Die Podotrochlose gehört zu den deformierenden Osteoarthopathien,
ist demnach nicht heilbar; im günstigsten Falle werden die Schmerzen beseitigt
und der Prozess zum Stillstand gebracht.
Therapiemöglichkeiten:
Die Therapie setzt bei einem auf die Erkrankung abgestellten Hufbeschlag bzw.
einer dementsprechenden Hufkorrektur an; weitere Grundvoraussetzungen sind
eine stetige freie Bewegung (wer rastet, der rostet) des Pferdes sowie eine
optimale Fütterung im richtigen Verhältnis. Diskutiert wird auch immer wieder
der sogenannte "Nervenschnitt". Hier kommt einmal die Neurektomie sowie die
Desmotomie in Betracht. Diese beseitigen nicht die Podotrochlose, sondern
schalten nur den Schmerz aus. Aber auch hier ist die Dauer der weiteren Reitbarkeit
des operierten Pferdes von der Intensität des zukünftigen Beritts abhängig.
Pferde sind Lauftiere und gerade arthrotische Pferde brauchen entsprechende
dauernde freie Bewegung, sonst versteifen die Gelenke sehr schnell. Die Heilungschance
bei Arthrosen ist ungünstig. Es ist meist ein fortschreitender Prozess, und
es gilt, das Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen, im günstigsten
Falle zum Stoppen zu bringen. Eine Behandlung, die zur Heilung führt, gibt
es nicht. Je schneller und effektiver eine Therapie jedoch umgesetzt wird,
desto besser sind die Chancen für das betroffene Pferd, wieder Lebensqualität
zu erlangen und diese noch lange Zeit zu erhalten. Weitere umfassende Informationen
finden Sie auf unserer Homepage. Ihre Fragen zum Thema beantworten wir jederzeit
gerne:
Tierheilkundezentrum Tierheilpraktikerin
Claudia Nehls
Am Buchholz 3
33014 Bad Driburg
Tel.: 05648/963335 Fax: 05648/963334, Handy: 0173/51 57 633
E-Mail: tierheilpraxis1@t-online.de, Internet: www.tierheilkundezentrum.de
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Arthrose, Hufrollenentzündung,
Spat,
II. Teil |
Im zweiten Teil dieses Artikels
beschäftigen wir uns ausführlich mit der optimalen Fütterung und Haltung,
Bewegungsmöglichkeiten, sowie mit homöopathischen und naturheilkundlichen
Therapiemöglichkeiten für Pferde, welche an Arthrose, Hufrollenentzündung
oder Spat erkrankt sind. Die Arthrose ist der Oberbegriff; denn sowohl die
Podotrochlose (degenerative Hufrollenentzündung), wie auch der Spat, gehören
zu den arthrotischen Erkrankungen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere
Arthrosen der verschiedenen Gliedmaßen. Die Therapie der unterschiedlichen
Arthrosen ist jedoch nur leicht abweichend bei den einzelnen Arthroseformen;
Unterschiede liegen beispielsweise in speziellen Hufbeschlägen, welche optimal
auf die Erkrankung abgestellt werden. Die Haltung, Fütterung, Bewegungsmöglichkeiten
sowie auch die naturheilkundlichen Therapieansätze sind nahezu identisch;
daher fasse ich diese unter dem Oberbegriff "Arthrose" im nachfolgenden Artikel
zusammen.
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Haltung:
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Das an Einschränkungen der Beweglichkeit leidende Pferd benötigt eine stetige
freie Bewegung. Kontra indiziert ist die Unterbringung in einer Box in Normgröße,
auch wenn diese Haltungsform nur über Nacht gewählt wird und tagsüber eine
Auslaufmöglichkeit besteht. Das an arthrotischen Veränderungen leidende Pferd
benötigt eine ständige langsame Bewegung und somit einen entsprechenden Raum-
und Platzbedarf. Zur Unterbringung geeignet sind beispielsweise eine Großraumbox
in einer Größe von ca. mindestens 8 x 4 Meter, eine Box mit angeschlossenem
Paddock/Auslauf bzw. eine Offenstallhaltung. Dass auch nur stundenweise Einsperren
bei keiner Bewegungsmöglichkeit führt zu einer Versteifung der arthrotischen
Knochen. So kann man beim Herausführen des Pferdes dann erst einmal einen
steifen und klammen Gang beobachten, der sich mit zunehmender Bewegung dann
langsam normalisiert. Insgesamt schreitet die Erkrankung schneller fort, sofern
das Pferd nicht optimal, das heißt mit stetiger langsamer Bewegungsmöglichkeit
untergebracht wird. Das Sprichwort "wer rastet, der rostet" trifft auf Pferde
mit arthrotischen Veränderungen ganz besonders zu. Der tägliche Auslauf ist
keineswegs ausreichend, sofern die Pferde des Nachts in Normboxen eingesperrt
werden. Zusätzlich zu der optimalen Unterbringung sollte den Pferden ein ganztätiger
und weiträumiger Auslauf auf Paddocks bzw. Weiden eingeräumt werden, um dem
Bewegungsbedürfnis nachzukommen. Ein wichtiger Faktor sowohl bei einer praktizierten
Offentstallhaltung, wie auch bei einer täglichen Paddock- bzw. Weideauslaufhaltung
stellt eine verträgliche und fest eingespielte Herde dar: Keinesfalls sollte
unser erkranktes Pferd von anderen Pferden dranglasiert und gejagt werden;
da die Bewegungsmöglichkeit eingeschränkt ist und unser Pferd somit immer
das schwächere Glied in der Herde darstellt. Eine Haltung in einer gut eingespielten
möglichst kleinen Herde ist eine weitere Voraussetzung zum Wohlfühlen, denn
auch die Psyche muss beachtet werden bei erkrankten Pferden.
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Bewegungsmöglichkeiten:
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Je nach Schwere der Erkrankung sind
Spazierritte im Schritt mit kurzen Trab und Galopppassagen erlaubt, solange
das Pferd sich anbietet und freiwillig - ohne Widersetzlichkeit - mitmacht.
Auch längere Spaziergänge an der Hand sind eine willkommene Abwechslung. Longieren,
Springen sowie das Abverlangen von Hochleistungen sind selbstverständlich
tabu. Auch bei der Bewegung unter dem Reiter gilt: Langsame und stetige Bewegung
sind erlaubt; alles darüber hinausgehende muss vom Pferd freiwillig angeboten
werden; denn dieses wird sich selbst nicht überlasten und somit die Erkrankung
verschlechtern. Selbstverständlich kommt es in erster Linie auf den Grad der
Arthrose an, ob ein Pferd überhaupt noch reitbar ist; dies gilt jedoch ebenso
insgesamt für die Lebensqualität und auch Weidehaltung. Die Arthrose kennt
viele Gesichter und viele Grade der Massivität; so kann die Erkrankung auch
dermaßen fortgeschritten sein, dass eine Lebensqualität für das betroffene
Pferd nicht mehr gegeben ist und die Erlösung den einzig richtigen Weg darstellt.
Von diesen Arthrosen sprechen wir in diesem Artikel nicht, denn wenn das betroffene
Pferd unter dauernden massiven Schmerzen leidet und die Arthrose bereits so
weit fortgeschritten ist, dass eine Bewegung nur unter erheblichen Anstrengungen
möglich wird, dann ist keine Besserung mehr zu erwarten und aus tierschutzrelevanter
Sicht sollte man dieses Pferd vom Schmerz erlösen.
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Hufbeschlag/Hufkorrektur:
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Das Patentrezept gibt es leider - wie
immer - nicht. Es gibt sicherlich eine Reihe von orthopädischen Beschlägen
und Hufkorrekturen, welche sich bei den entsprechenden Erkrankungsbildern
bewährt haben. Jedoch sind auch Faktoren wie Hufstellung, Stellung der Extremitäten,
Vorgeschichte etc. zu berücksichtigen, was heißt: Was sich bei vielen Pferden
bewährt hat, kann ggf. für das individuell betroffene Pferd genau das Verkehrte
sein und die Lahmheit verschlechtern, statt verbessern. Individuell sollte
mit einem kompetenten Hufschmied überlegt werden, wie das betroffene Pferd
huftechnisch bestmöglich unterstützt werden kann. Sollte sich jedoch nach
einiger Zeit herausstellen, dass die Lahmheit sich verschlechtert, dass das
Pferd mit der derzeitigen Hufbearbeitung nicht gut zurecht kommt, sollten
schnellstmöglich andere Wege eingeschlagen, und nicht an den bisher bewährten
festgehalten werden.
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Fütterung:
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Die Fütterung sollte natürlich und
ausgewogen gestaltet werden, sowie dem Grundumsatz des Pferdes angepasst werden.
Ganz besonders wichtig ist ein optimaler Mineralstoff- und Spurenelementhaushalt,
der ein ausgewogenes Calcium : Phosphor Verhältnis beinhaltet. Die Knochen
benötigen Calcium, um wiederstandsfähig zu bleiben und ihre Funktion aufrechtzuerhalten;
sind Mängel im Mineralstoffhaushalt und Unausgewogenheiten zu verzeichnen,
so verschlechtern diese das Krankheitsbild. Es sollten weder Überschüsse noch
Mangelerscheinungen eintreten; was letztlich nur mit einer naturbelassenen
Fütterung umzusetzen ist; da synthetische Zusatzstoffe vom Pferdedarm nicht
optimal verstoffwechselt werden können und es somit zu Imbalancen kommen kann.
Ein natürliches Mineralfuttermittel gehört auf den Speiseplan des an Arthrose
erkrankten Pferdes, ebenso wie auch bei anderen - gesunden - Pferden. Der
Hauptbestandteil der Fütterung sollte qualitatives Heu sowie gutes Futterstroh
zur freien Aufnahme sein. Die Fütterung mit Kraftfutter sollte eher sparsam
gestaltet werden, sofern es der Futterzustand erlaubt, da ein Zuviel an Protein
sich ebenfalls negativ auf u. a. die Knochen und somit die vorhandene Erkrankung
auswirkt. In welcher Menge und welche Futtermittel eingesetzt werden, sollte
individuell ermittelt werden unter Einbeziehung der vorhandenen Arthrose.
Eine Unterstützung des Bewegungsapparates im Wege der Fütterung ist durch
eine ergänzende Fütterung mit Heilkräutern praktizierbar (beispielsweise Nehls
Lauf-Fit).
Auch die ergänzende Fütterung von Ingwer ist eine positive Maßnahme, sofern
nicht ausschließlich Ingwer (und somit ein natürliches Schmerzmittel) eingesetzt
wird; da die Arthrose somit eventuell unbemerkt vom Pferdebesitzer weiter
voranschreiten könnte. Ingwer ist empfehlenswert bezüglich der schmerzlindernden
und entzündungshemmenden Eigenschaften; sollte jedoch durch eine entsprechende
Heilkräutermischung sowie auch ergänzende Fütterung mit Grünlippmuschel 100
% DAB ergänzt werden, um das Erkrankungsbild insgesamt positiv zu beeinflussen
und nicht ausschließlich Schmerz und Entzündung zu bekämpfen. So besagen verschiedene
Versuche, dass die Grünlippmuschel noch vorhandene Knorpelmasse erhalten und
ggf. bis zu einem gewissen Grad wieder aufbauen kann, was gerade bei arthrotischen
Veränderungen wünschenswert ist. Eine Heilkräutermischung für den Bewegungsapparat
hat eine tiefgreifende und umfassende Wirkung, welche sich bei langfristigem
Einsatz insgesamt sehr positiv auf vorhandene Schwächen und Funktionsstörungen
des Bewegungsapparates auswirkt. Im Wege der Fütterung können wir dem an Arthrose
erkrankten Pferd auf einfachste Weise eine sehr positive Unterstützung und
Hilfe zukommen lassen, welche positiven Einfluss auf das gesamte Erkrankungsbild
mit sämtlichen Symptomatiken nimmt.
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Homöoopathische/Naturheilkundliche
Therapieansätze:
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Arthrotische Erkrankungen gehören zu den degenerativen und fortschreitenden
Erkrankungen, was im Umkehrschluss bedeutet: Alleine mit Schmerz- und Entzündungsmitteln
ist keine langfristige Verbesserung zu erzielen, sondern lediglich eine Hilfe
im akuten Krankheitsfalle gegeben. Schmerzmittel sollten insgesamt nicht länger
als ca. 10 Tage eingesetzt werden, was eine Dauermedikation ebenfalls ausschließt.
Andererseits benötigen degenerative und fortschreitende Erkrankungen eine
dauernde Medikation, eine langfristige Unterstützung und insgesamt annähernd
optimale Bedingungen, um die Lebensqualität des Pferdes zu erhalten bzw. wieder
zu beleben. Hier bietet die Naturheilkunde eine sehr gute Alternative mit
vielen Einzel- und Komplexmitteln, welche im Zuge einer ganzheitlichen Therapie
eine Hilfe bieten. Sämtliche oben genannten Faktoren sollten jedoch bestmöglich
umgesetzt werden, es wäre ein Trugschluss zu denken, man gibt das ein oder
andere homöopathische Mittel und hätte die Erkrankung "im Griff". Dem ist
nicht so, eine echte Chance erfahren betroffene Pferde nur, wenn auch die
anderen oben genannten Faktoren miteinbezogen werden. Eine homöopathische
Therapie bei Arthrose sollte möglichst individuell auf das Erkrankungsbild
des betroffenen Pferdes abgestimmt werden (beispielsweise im Wege der Biofeld-Haaranalyse,
welche wir durchführen). Es gibt in der Homöopathie und Phytotherapie verschiedene
bewährte Mittel, wie beispielsweise Beinwell, Arnika, Teufelskralle, Weidenrinde,
Ginkgo;
zusätzlich stehen noch zahlreiche Komplexmittel, Organpräparate, Nosoden und
isopathische Mittel zur Verfügung. Möchte man sich nicht auf das Zufallsprinzip
verlassen und herumexperimentieren, sollte ein entsprechender Therapieplan
ausgearbeitet und umgesetzt werden; welcher dann auch die größtmögliche Chance
zum Erfolg bietet.
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Rückenprobleme
& Kissing Spines bei Pferden
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Rückenbeschwerden stellen eine häufige orthopädische Erkrankung unserer Pferde
dar. Selten kommen angeborene Missbildungen vor; meist äußern sich Rückenerkrankungen
in Weichteilschäden der Bänder, der Muskulatur und der Haut sowie Veränderungen
an den Wirbeln. Die Subluxation des Kreuz-Darmbein-Gelenks sowie Läsionen
des Kreuzbeins und der Kruppenmuskulatur werden ebenfalls den Rückenbeschwerden
zugeordnet. Pathogene Veränderungen des Rückens können einzeln oder in Kombination
mit anderen Erscheinungsformen auftreten.
Ursachen:
Ursachen liegen beispielsweise in einem Trauma (Sturz, Verrenkungen, Unfällen),
andererseits in Reiter- und Ausbildungsfehlern, Gliedmaßenerkrankungen und
Satteldruck. Die Veränderungen an den Wirbeln entwickeln sich, wenn kein Trauma
zugrunde liegt, sehr langsam über Monate und Jahre, wobei die Pferde über
einen langen Zeitraum weiterhin beschwerdefrei sein können. Häufig finden
sich die Veränderungen zwischen dem 10. Brust- und dem 4. Lendenwirbel, dem
Abschnitt mit der größten dorsoventralen und lateralen Beweglichkeit. Muskelverspannungen
und Bänderzerrungen finden sich vermehrt im Bereich der vorderen Sattellage
und der Lendenwirbelsäule. Pferde jeden Alters können erkranken, am häufigsten
treten Rückenprobleme jedoch zwischen dem 6. und 9. Lebensjahr auf.
Symptome:
Die Symptome sind zahlreich: Verlust des Temperamentes, Sattel- und/oder Gurtzwang,
Empfindlichkeit beim Abtasten und Putzen, Durchdrücken des Rückens beim Aufsitzen
und Anreiten, Leistungsminderung, Steifheit, kurzer, gebundener, schwungloser
Gang, abstehender oder eingeklemmter Schweif, Schiefschweifhaltung, "Katzenbuckel",
häufige Taktfehler im Trab, fehlender Vorwärtsdrang, Umspringen in den Kreuzgalopp,
Widersetzlichkeit, Steigen, panikartiges Wegrennen und/oder Stöhnen bei bestimmen
Lektionen, Schwellungen im Bereich des Rückens und Rückenwegdrücken sowie
Probleme beim Aufsatteln und Aufsteigen. Die Pferde sind laufunwillig oder
laufen panikartig davon, zeigen einen steifen und gebundenen nicht schwingenden
Gang und die Schweifrübe wird steif und fast waagerecht getragen. Nicht alle
der oben genannten Symptome treffen im Einzelfall zu; die Pferde zeigen bei
Rückenbeschwerden jedoch einige der oben genannten Anzeichen.
Die klinischen Symptome sind ausgesprochen vielfältig und treten unterschiedlich
in Erscheinung; auch kommen ähnliche Symptome bei anderen Erkrankungen des
Bewegungsapparates vor. Die erhobenen pathologischen Befunde am Rücken (Druckempfindlichkeit
u. a.) gehen nicht zwingend mit einer klinisch manifesten Erkrankung der Wirbelsäule
einher. Dies gilt insbesondere für die röntgenologischen Befunde und die Palpationsbefunde
(Abdrücken des Rückens, Druckempfindlichkeit beim Abtasten). Die Veränderungen,
welche beim Röntgen ersichtlich sind, betreffen meist die Dornfortsätze (Verengungen
der Abstände, Berührungen oder Überlappungen einzelner oder mehrerer Dornfortsätze
= Kissing Spines). Überlappungen der Dornfortsätze können infolge einer Spondylose
auftreten. Auch zeigt das Röntgenbild oft eine Randsklerosierung, eine Pseudoarthrosenbildung
und Insertionsexotosen. Im Alter von 3 - 4 Jahren unterliegen die Dornfortsätze
jedoch an den kaudalen Brust- und Lendenwirbeln erheblichen Formveränderungen
mit zunehmender Variabilität der Dornfortsätze. Dies erklärt, warum auch schon
bei jungen Pferden pathologische Veränderungen an den Dornfortsätzen im Röntgenbild
gefunden werden können.
Im Zuge der Diagnose muss bei der Adspektion auf Verformungen der Wirbelsäule
und auf Asymmetrien und Schwellungen der Muskulatur geachtet werden. Unterschiedlich
starker Druckschmerz (Wegdrücken des Rückens, Ausweichen zur Seite, In-die-Knie-Gehen)
kann sowohl bei Palpation der Dornfortsätze als auch der den Wirbeln benachbarten
Muskeln ausgelöst werden. Er kann punktuell oder über einen größeren Bereich
des Rückens bestehen. Um sicherzugehen, dass es sich nicht um ein hautsensibles
Pferd handelt, muss der Palpationsschmerz auch nach längerem Abtasten des
Rückens wieder ausgelöst werden können. Pferde mit Rückenbeschwerden vermeiden
bei der Palpation eine seitliche Verbiegung ihrer Wirbelsäule. Die Diagnose
einer Rückenerkrankung basiert auf den Befunden einer klinischen Untersuchung.
Um eine Beteiligung der Brust- und Lendenwirbel am Krankheitsgeschehen nachzuweisen,
ist die röntgenologische Untersuchung von Nöten. Am stehenden Pferd lassen
sich jedoch nur bestimmte Abschnitte der Brust- und Lendenwirbelsäule röntgenologisch
darstellen. Hierdurch lässt sich lediglich ein grober Überblick in die Skelettveränderungen
erzielen. Um einen Gesamtüberblick über alle Anteile der Wirbelsäule zu erhalten,
muss die röntgenologische Untersuchung in Narkose durchgeführt werden. Hierzu
sind leistungsstarke Röntgengeräte und die Benutzung von Rasterkassetten oder
-brücken erforderlich. Allerdings sind allein die röntgenologischen Befunde
für die Diagnose wenig aussagekräftig. Bei vielen Pferden mit röntgenologisch
pathologischen Befunden bestehen keine oder nur geringe Beschwerden. Daher
wird heute vielfach das Röntgen der Brust- und Lendenwirbelsäule mit der Szintigraphie
kombiniert. Der Vorteil der Knochenszintigraphie liegt darin, dass sowohl
Veränderungen am Skelett, die im Röntgenbild noch nicht sichtbar sind, dargestellt
als auch pathologische Befunde der röntgenologischen Untersuchung im Hinblick
auf ihre tatsächliche Beteiligung am akuten Geschehen (Entzündung) diagnostiziert
werden können. Auch die Sonographie wird zur Darstellung von Muskel- und Bänderläsionen
bei rückenkranken Pferden eingesetzt. Der positive Ausfall einer lokalen Infiltrationsanästhesie
zwischen und um die veränderten Dornfortsätze sichert die Diagnose weiter
ab (der negative Ausfall der Anästhesie beweist umgekehrt nicht, dass keine
Rückenerkrankung vorliegt). Die Bestimmung der Muskelenzymwerte (CK, LDH)
sollte routinemäßig vor und nach Belastung durchgeführt werden. Erhöhte Werte
geben Hinweise auf eine Muskelerkrankung. Bei chronischen Rückenbeschwerden
zeigen sich zumeist keine Abweichungen von der Norm.
Achtung:
Der CK und LDH-Wert sind auch bei anderen Erkrankungen und Problemen des Bewegungsapparates
erhöht. Eine Erhöhung der Muskelenzymwerte sieht man sehr häufig bei Blutanalysen,
da bereits eine geringe "Schmerz-Schonhaltung" eine Erhöhung der o. g. Werte
auslöst. Differentialdiagnose: Aufgrund der häufig unspezifischen Symptomatik
müssen eine Vielzahl von Differentialdiagnosen berücksichtigt werden: Lahmheiten
der Becken-, aber auch der Schultergliedmaßen; Untugenden des Pferdes, Erkrankungen
des Kreuzbeins, der Kruppenmuskulatur und des Beckens, Subluxation des Iliosakralgelenks,
Erkrankungen der Zähne und der Mundhöhle, Erkrankungen der Halswirbelsäule
(inklusive geringgradiger Ataxien); Ausbildungs- und Reiterfehler, organische
Erkrankungen der Leber und Nieren.
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Therapie:
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Die veterinärmedizinische Therapie:
Basiert in erster Linie auf lokale oder systemische Applikation entzündungshemmender
und muskelrelaxierender Medikamente. Auch Vitamin E, Selen- und Magnesium
Gaben werden häufig verordnet. Bezüglich des Spurenelements Selen sollte vor
der Gabe zwingend abgeklärt werden, ob überhaupt ein Mangel besteht. Bei einem
Überschuss können weitreichende negative Wirkungen auftreten. In diesem Zusammenhang
sei noch erwähnt, dass die Normwerte Selen in den letzten 10 Jahren verdoppelt
wurden. Vor ca. 10 Jahren zeigte ein Wert über 100 bereits einen Überschuss/eine
Überversorgung mit Selen (sprich eine Vergiftung) an; heutzutage wird als
Normwert der Wert von 100 - 200 Einheiten angegeben. Ich halte diesen Wert
für viel zu hoch bemessen; da meine eigenen Pferde vor 11 Jahren an einer
Selenvergiftung mit erkennbaren Symptomen (massive Kronrandentzündung, steifer
stacksiger Gang, glanzloses struppiges Fell) litten. Der Wert bei meinen Pferden
lag damals bei 105, 110 und 120; was zum damaligen Zeitpunkt dem Begriff "Selenvergiftung"
zugeordnet wurde.
Darüber hinaus werden lokale Wärmebehandlungen in Form von Solarien und Fangopackungen,
Physiotherapie, Massagen, Bewegungstherapien, Akupunktur und Pressur, Ultraschallbehandlungen,
Neuraltherapien, chiropraktische Therapien und Elektrostimulationen verordnet.
Als Grundvoraussetzung einer Therapie wird auch in der Veterinärmedizin eine
längere Ruheperiode in Form von Weidegang angesehen. In einigen Fällen, die
jedoch streng selektiert werden müssen, besteht die Möglichkeit der chirurgischen
Behandlung durch Teilresektion erkrankter Dornfortsätze.
Die homöopathische ganzheitliche Therapie:
Wir arbeiten wie folgt: Vor Beginn einer Therapie werden die Grundvoraussetzungen
der Haltung und Fütterung optimiert.
Haltung:
Bezogen auf die Haltung würde ich eine ständige freie Bewegung des Pferdes
als unabdingbar ansehen: Zur Auswahl steht eine Box mit angeschlossenem Paddock/Auslauf
oder eine Offenstallhaltung in kleiner und verträglicher Herde. Der Wechsel
zwischen Stillstand und Bewegung (= nachts Standardbox, tagsüber Auslauf/Weidegang)
ist kontraproduktiv und steht einer Regulation somit im Wege. Sichergestellt
muss jedoch selbstverständlich sein, dass das erkrankte Pferd nicht von anderen
Pferden dranglasiert wird, wie dieses beispielsweise bei einer Offenstall-
und verbundenen Auslauf- bzw. Weidehaltung der Fall sein könnte. Empfehlenswert
wäre beispielsweise eine 24-Stunden-Weidehaltung oder ein Wechsel zwischen
Box mit Auslauf/Paddock/Offenstallhaltung und täglichem Weidegang. Sichergestellt
sollte jedoch unbedingt sein, dass das erkrankte Pferd keinem Regen ausgesetzt
wird; da Nässe und Zugluft Rückenprobleme in aller Regel weiter verschlimmern.
Das erkrankte Pferd benötigt eine ständige und freie Bewegung in einem ruhigen
Umfeld.
Fütterung:
Die Fütterung muss selbstverständlich dem Futterzustand angepasst werden;
daher kann es hier keine allgemeinen Empfehlungen geben. Wichtige Kriterien
sind ein "normaler" Futterzustand, ein ausgewogenes Energie : Proteinverhältnis
sowie ein optimales Mineralstoffverhältnis (wichtigster Faktor Calzium : Phosphor).
Bei den Mineralstoffen und Spurenelementen sollte weder ein Überschuss noch
ein Mangel oder Ungleichgewicht eintreten. Eine individuelle Empfehlung wird
im Zuge der Adspektion erläutert. Betroffene Pferde sollten nicht gearbeitet
werden, sondern freie Bewegungsmöglichkeiten erhalten. Ergänzend zur freien
Bewegung wird ein individueller Bewegungsplan aufgestellt, um die Rückenmuskulatur
zu entspannen und zu stärken bzw. aufzubauen. Lokale Maßnahmen wie Akupunktur,
Pressur, Wärme- oder Kälteanwendungen und Massagen werden zusätzlich verordnet.
Selbstverständlich sollte vor Arbeitsaufnahme eingehend der Sattel sowie auch
das Zubehör, wie Satteldecken, Gurt, Zäumung usw. überprüft werden. Auf diesem
Grundkonzept aufbauend wird eine speziell auf die Erkrankung abgestimmte homöopathische
Therapie verordnet. Die homöopathische Therapie kann aus verschiedenen Einzel-
oder Komplexmitteln bzw. eine Kombination beider bestehen. Darüber hinaus
setzen wir auch Heilkräuter ein, deren Gabe sich als sehr effektiv gezeigt
hat. Auch bei Rückenproblemen therapieren wir überregional im Wege der Biofeld-Haaranalyse.
Für Ihre weiteren Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung; auch finden
Sie auf unserer Homepage weitere umfangreiche Infos.
Tierheilkundezentrum
Tierheilpraktikerin Claudia Nehls
Am Buchholz 3
33014 Bad Driburg
Tel.: 05648/963335, Fax: 05648/963334, Handy: 0173/51 57 633
E-Mail: tierheilpraxis1@t-online.de, Internet: www.tierheilkundezentrum.de