
Tierheilpraktikerin Claudia Nehls
Am Buchholz 3, 33014 Bad Driburg-Dringenberg
Tel.: 05648/963335, Fax: 05648/963334, Handy: 0173/51 57 633
E-Mail: tierheilpraxis1@t-online.de, Internet: www.tierheilkundezentrum.de
Praxis & Therapien

Es gibt verschiedene Möglichkeiten:
Da eine Behandlung regional unabhängig ist, ist die kostengünstigste und meist auch schnellste Diagnose und Therapiemöglichkeit durch die Biofeld-Haaranalyse gegeben. Diese führe ich regional völlig unabhängig über weite Entfernungen für alle Tierarten innerhalb schnellstmöglicher Zeit durch. Die Kosten betragen 90.00 Euro.
Näheres über die Biofeld-Haaranalyse lesen Sie unter Link „Haaranalyse“.
Pferde
Für Pferde gibt es die Fahrpraxis:
Ich fahre zum jeweiligen Stall - oft auch über weite Strecken und ins Ausland. Hier sprechen wir die Kosten im Vorfeld ab; da diese von Aufwand und Wegstrecke abhängen.

Pferde können ebenfalls nach telefonischer Absprache zur Untersuchung
ins Tierheilkundezentrum transportiert werden.
Auch nehmen wir Pferde stationär auf. Näheres zur stationären Aufnahme finden Sie unter dem Link „Pferdeklinik“ sowie „Tierheilkundezentrum“.
Hunde, Katzen und Kleintiere
Dem Tierheilkundezentrum angegliedert ist eine Praxis für Hunde, Katzen und Kleintiere.
Besuchstermine nach vorheriger telefonischer Vereinbarung.
Wenn die Situation des Tieres dafür spricht, fahre ich jedoch auch zum Zuhause des Tieres, um alle Lebensumstände und Aspekte besser erfassen zu können.
Therapieformen
Homöopathie, Homotoxikologie, Konstitutionsbehandlung, Isopathie, Nosodentherapie, Phytotherapie, Bachblütentherapie, Hydrotherapie, Futtermittel- und Haltungsberatung; grundsätzlich lege ich Wert auf eine ursächliche und ganzheitliche Therapie,
da diese die Erfolgversprechendste ist; deren Grundlage ist essentiell eine naturgemäße und individuell auf das jeweilige Tier abgestimmte Fütterung und Haltung.
Gerne arbeiten wir mit Laboren, Hufschmieden, Tierärzten, Tierkliniken etc. zusammen, um gemeinsam eine passende Therapie zu entwickeln und mit vereinten Kräften an der Gesundung zu „arbeiten“.
Die Erfahrung der vergangenen Jahre hat gezeigt, dass es sinnvoll ist, Pferde wie auch Hunde und Katzen – in manchen Fällen auch Kleintiere - vor Ort zu untersuchen und somit auch Haltungs- und Lebensumstände sowie die Fütterung vollständig zu erfassen.
Als ganzheitlich arbeitende Tierheilpraktikerin lege ich grundsätzlich Wert darauf, sämtliche Faktoren berücksichtigen zu können.
Zunehmende Haut- und Schleimhauterkrankungen, Allergien, Atemwegserkrankungen, Sommerekzeme, Photoallergien, Lahmheiten, Huferkrankungen und Leber- und Nierenerkrankungen benötigen eine ganzheitliche Therapie, welche alle Faktoren mit einbeziehen kann, um sanft regulieren zu können.
Die Erfahrung hat aber auch im Laufe der Jahre gezeigt, dass bei allen abgedruckten Erfahrungsberichten (in der entsprechenden Rubrik und bei den jeweiligen Links zu finden) in der Regel alleine eine Fütterung mit unseren problembezogenen Ergänzungsfuttermitteln, eine Beratung und/oder eine Haaranalyse mit darauf aufbauender Therapie zur Gesundung verholfen hat, ich in wenigen der hier abgedruckten „Fälle“ vor Ort war und die Therapie 100% erfolgreich war.
Eine ganzheitliche Therapie ist über weite Entfernungen möglich, eine ursächliche und erfolgversprechende Therapie ebenso, ohne, dass ich vor Ort sein muss.
Da oftmals die Zeit ein entscheidender Faktor war, dass ich nicht immer in einem kurzfristig absehbarem Zeitraum vor Ort sein konnte, mussten wir in der Vergangenheit oftmals auf die Haaranalyse ausweichen.
Meine Erfahrung ist Folgende:
Bis auf ganz wenige Ausnahmen erreichten wir durch die Haaranalyse das, was wir uns von einer erfolgreichen Therapie versprachen: Eine sehr gute Verbesserung der Gesundheit, eine Regulation der Erkrankung, Wohlbefinden und Beschwerdefreiheit. Nur in wenigen Fällen musste ich nach einer Haaranalyse zusätzlich ins Zuhause des Tieres reisen, weil Faktoren, die ich ohne „Ortsbesichtigung“ nicht erkennen konnte, der Gesundung entgegenstanden.
Aus diesem Grunde verfahre ich gerne wie folgt:
Ich führe eine Haaranalyse durch bei weiteren Entfernungen und wenn ich dann (wider Erwarten..) keinen zufriedenstellenden Erfolg erziele, reise ich an. Dies ist eine kostengünstige und meiner Erfahrung nach sehr effektive Lösung.

Margarethe, von mir liebevoll das Gretchen genannt..
*Hufrehe - Mein Erfahrungsbericht ...*
Eigentlich könnte ich diesen mit einem Zitat aus Katja Ebstein's Lied "Wunder gibt es immer wieder" beginnen ...Ich hätte wohl alles für möglich gehalten, aber nicht, dass meine Stute "Margarethe" wieder so gesund werden würde, wie ich sie heute jeden Tag erleben darf! "Margarethe" ist eine 12jährige Schleswiger Kaltblut - Stute, die den langen Weg von Norddeutschland nach Burgund auf sich genommen hat, da ich vor anderthalb Jahren hierher zog. Niemals hätte ich mir vorstellen können, dass dieses Tier hier jemals so leiden könnte.Die ersten Monate verbrachte sie hauptsächlich mit anderen Pferden auf einer großen Weide, wo sie Zeit hatte, sich der neuen Umgebung anzupassen und sich von den Strapazen des langen "Umzuges" zu erholen. Vermutlich fing es zu diesem Zeitpunkt schon mit ihrer Hufrehe an, wobei dies nicht erkennbar war, denn sie lief eigentlich ganz normal auf dem weichen Boden und machte nicht den Anschein, dass sie erkrankt wäre.Frankreich
"Michaela Broemel",
mickeypc@web.de

Zum Abschluss noch ein Kommentar:
Als ich in Frankreich ankam
und Margarethe untersuchte, glaubte ich selbst nicht, dass es irgendwie zu
schaffen sei, das von mir liebevoll genannte „Gretchen“ wieder gesund zu bekommen.
Die Hufrehe-Erkrankung war inzwischen bereits so weit fortgeschritten, dass
die Zusammenhangstrennung deutlich zu erkennen war, was leider nur allzu oft
keine Chance auf Heilung mehr zu hoffen lässt. Ja, was macht man bzw. ich
in so einem Fall? Ich hielt es nicht für klug die Pferdehalter völlig zu entmutigen,
klärte jedoch über die verheerende Lage „optimistisch“ auf, geradezu ein Balanceakt..
zwischen Leben und Tod.. Das Schlimmste, was mir hätte passieren können, wäre
gewesen, wenn das Gretchen meinen Aufenthalt nicht überlebt hätte: ich setzte
alles ein (Gott sei Dank spielten die Pferdehalter 100%ig mit..), um das zu
schaffen!
Der Umstand der Halmverkürzer,
der eine wesentliche Rolle spielte, dass Gretchen nicht gesund hätte werden
können, war für mich der ausschlaggebende Faktor, dass ich der Meinung bin,
manche Faktoren vor Ort müssen erfasst werden können und dies ist nur möglich,
wenn ich vor Ort bin; bei einer telefonischen Auskunft kann man auf manche
widrigen Umstände unmöglich eingehen, da man diese aus der Ferne nicht erfassen
kann..
Ich glaube fast, keiner war über die Entwicklung froher, als ich es war, weil mein Aufenthalt nur dann einen Sinn gehabt hat, wenn das Gretchen wieder gesund würde und mir in den 10 Tagen unseres Aufenthaltes Menschen wie Pferde so an`s Herz gewachsen waren, dass es mich tief getroffen hätte, wäre alles umsonst gewesen.. Beeindruckt hat mich nicht nur das Bemühen um`s Gretchen, sondern auch die wahnsinnig nette Gastfreundschaft und dieses Gefühl „mich zu Hause zu fühlen“ bei doch „wildfremden Menschen“.. daher möchte auch ich ganz laut „Danke“ sagen..
Mittlerweile sind Jahre vergangen und dem Gretchen geht’s noch immer sehr gut;
unseren Kontakt halten wir selbstverständlich auch noch immer..
Der Wunsch der Menschen nach
natürlichen Heilmethoden für ihre Tiere steigt stetig. Im Laufe der Zeit wurde
einerseits klar, dass Antibiotika und Kortison nicht die vielgepriesenen Wundermittel
sind, sondern zum Teil erhebliche Nebenwirkungen sowie Resistenzen verursachen;
andererseits wird das Angebot veterinärmedizinischer Medikamente durch erschwerte
Zulassungsvoraussetzungen in Verbindung mit zunehmenden Kontrollen und Verboten,
insbesondere in der sogenannten Nutztierhaltung, erschwert.
Die Tendenz geht so immer
mehr zu natürlichen, weitgehend nebenwirkungsfreien Heilverfahren, zur ganzheitlichen
Therapie, welche das gesamte Umfeld des Tieres mit einbezieht, zur Vorbeugung
von Erkrankungen, zur Anregung der Selbstheilungskräfte und natürlichen Regulation
und entfernt sich immer mehr von der alleinigen Behandlung der Symptomatik
einer Erkrankung.
Der Beruf des Tierheilpraktikers, vor einigen Jahren noch ein „Exot“, ist heute zwar ein noch immer nicht weitverbreitetes Berufsbild, gewinnt jedoch mehr und mehr an Bedeutung, Interesse und Perspektive durch zunehmende Nachfrage. Obwohl der Begriff „Tierheilpraktiker“ inzwischen relativ geläufig ist, bestehen bei den interessierten Tierhaltern oft noch verschiedene Unklarheiten und Fragen, bei dessen Beantwortung dieser Artikel ein wenig helfen möchte:
Das Studium/die Ausbildung
zum Tierheilpraktiker dauert in der Regel zwischen 16 und 24 Monaten und kostet
ca. 2.500,00 - 8.000,00 Euro. Voraussetzungen zur Annahme ist meist ein
Realschulabschluss und eine abgeschlossene Berufsausbildung oder Abitur. Alle
Schulen, die zum Tierheilpraktiker ausbilden sind private Institute; die
Schulorte sind auf das gesamte Bundesgebiet verteilt, es können also nicht alle
Schulen eine Ausbildung in der näheren Umgebung anbieten. Da das Studium in der
Regel berufsbegleitend durchgeführt wird, findet der Unterricht am Wochenende
statt; auch Fernstudien werden angeboten.
Zwischenprüfung und Prüfung werden schulintern mit schulinternem Abschluss durchgeführt. Eine staatliche Überprüfung - wie bei Humanheilpraktikern beim zuständigen Gesundheitsamt - findet nicht statt.
Trotz fehlenden Tierheilpraktikergesetzes unterliegt die Berufsausübung des Tierheilpraktikers zahlreichen Vorschriften und Gesetzen. So werden die gesetzlichen Rahmenbedingungen u. a. durch die Vorschriften des Arzneimittelgesetzes, des Tierschutzgesetzes und des Tierseuchengesetzes geregelt. Darüber hinaus greifen zahlreiche weitere Gesetze und Verordnungen in die Berufsausübung ein. Auch besteht Meldepflicht beim zuständigen Veterinär- und Finanzamt bzw. weitere Meldungen sind laut den Vorschriften des jeweiligen Bundeslandes zu tätigen.
Der Tierheilpraktiker therapiert mit natürlichen, weitgehend nebenwirkungsfreien Heilmethoden.
Schwerpunkte der Tätigkeit liegen in der ausführlichen Beratung einer individuellen und optimalen Fütterung und Haltung zur Gesunderhaltung, Prophylaxe sowie auch als Grundlage der Verbesserung des Gesundheitszustandes und somit als Grundvoraussetzung jeder weiteren Therapie, da gerade in der Fütterung und Haltung oftmals die Ursache der Erkrankung liegt bzw. schon durch die Optimierung der Fütterungs- und Haltungsbedingungen eine gravierende Verbesserung des Wohlbefindens des Patienten erreicht werden kann.
Die Therapie chronischer
Erkrankungen mit natürlichen Heilmitteln und damit verbundener weitgehender
Nebenwirkungsfreiheit ist oftmals langfristig eine gute Alternative, da bei
andauernder Medikamentengabe oft die Nebenwirkungen die positiven Wirkungen
übertreffen.
Ein weiterer Schwerpunkt
liegt in der Regulationstherapie einer Überreaktion des Immunsystems, also
Allergie. Da Allergien stetig zunehmen, ist in der Therapie allergischer Erkrankungen
ein weites Betätigungsfeld für den Tierheilpraktiker gegeben. Meiner
Erfahrung nach sind die meisten Erkrankungen auf natürlichem Wege gut und
erfolgreich zu therapieren. So gelang z. B. auch die erfolgreiche Therapie
eines Katers mit der sogenannten „Katzenseuche“ - nach Antibiotika-Gabe traten
so massive Nebenwirkungen auf,
dass von weiteren Gaben abgesehen werden musste und die Therapie mit homöopathischen
Mitteln erfolgte.
Der Tierheilpraktiker therapiert
vorrangig mit Homöopathie und Phytotherapie, oft setzt er ergänzend oder auch
ausschließlich aber auch weitere Therapien und Behandlungsmethoden ein. Oft
spezialisieren sich Tierheilpraktiker zusätzlich auf verschiedene Behandlungsmethoden,
wie z. B. Akupunktur, Akupressur, physikalische Therapien, kinesiologische
Diagnose- und Therapieverfahren, Ausleitungsverfahren, Wickel und Auflagen,
Nosodentherapie, Neuraltherapie, Umstimmungs- und Reiztherapie, Aromatherapie,
Bach-Blütentherapie, isopathisch-homöopathische Regulationstherapie, Farb-
und Edelsteintherapie, Laser- und Magnetfeldtherapie und/oder Eigenblut-/Eigenharntherapie.
Darüber hinaus darf der Tierheilpraktiker mit allen Medikamenten, welche nicht verschreibungspflichtig sind, therapieren. So verwendet der Tierheilpraktiker z. B. bei der Wundversorgung nicht homöopathische Mittel, sondern - ebenso wie der Veterinärmediziner - desinfizierende, Viren- und Bakterien abtötende Mittel.
Operationen durchführen,
Narkosen geben, Impfungen durchführen, mit rezeptpflichtigen Medikamenten
therapieren bzw. diese verschreiben/empfehlen. Darüber
hinaus gehören Tiere, die sich in einer lebensbedrohlichen Notfallsituation
befinden grundsätzlich in eine Tierarztpraxis; hier endet ganz klar das Betätigungsfeld
des Tierheilpraktikers. Weiterhin
wird jeder verantwortlich arbeitende Tierheilpraktiker grundsätzlich jeden
Patienten, bei dessen Erkrankungsbild er es für angemessen hält, diesen umgehend
zu einem Veterinärmediziner verweisen. Diese „Angemessenheitsgrenze“ sollte
schon beim geringsten Verdacht greifen. Dem Tierheilpraktiker steht hier oft
weder das fachliche Wissen noch die erforderlichen Diagnosegeräte wie auch
die dringend benötigten Medikamente (z. B. starke Schmerzmittel, Kortison,
Antibiotika) zur Verfügung.
Obwohl nicht verboten,
gibt es darüber hinaus noch zahlreiche weitere Tätigkeiten, welche der verantwortungsbewusste
Tierheilpraktiker mangels Fachkenntnissen nicht ausführt. Grundlage für alle
Handlungen am Tier sollte immer das in diesem Bereich vorhandene fachliche
theoretische und praktische Wissen sein. Wie weit dieses bei dem einzelnen
Tierheilpraktiker greift, kann nur dieser - ehrlich und verantwortlich dem
Tier und sich selbst gegenüber - beurteilen. Diese Frage lässt sich auch ausschließlich
individuell beurteilen, da jeder Tierheilpraktiker sich über die Ausbildung
hinaus weitere Kenntnisse verschaffen kann. So darf z. B. ein Tierheilpraktiker
zwar Zahnkorrekturen vornehmen, jedoch wird nur derjenige diese Behandlung
durchführen, der eine Zusatzausbildung auf diesem Gebiet absolviert hat.
Obwohl die Ausbildungen der verschiedenen Schulen sehr unterschiedlich zu beurteilen sind, liegt es allein in der Person des angehenden Tierheilpraktikers, diesen Beruf verantwortungsbewusst und mit Liebe zum Tier auszuüben. Fehlende Fachkenntnisse in Theorie und/oder Praxis führen gerade aus dem Grunde, da keine staatliche Prüfung und allgemeine Anerkennung besteht zum Scheitern. Unsere tierischen Patienten kommen zu über 90 % durch Mund-zu-Mund-Propaganda und diese funktioniert eben nur, wenn dem Tier geholfen wird und die Therapie greift. So trennt sich schnell die Spreu vom Weizen und existieren kann als Tierheilpraktiker nur derjenige, der über umfassende Fachkenntnisse verfügt. Welche Prüfung an welcher Schule abgelegt wurde und dass eine staatliche Überprüfung der Fähigkeiten nicht stattfand wird hier zur Nebensache. Allein die erfolgreiche Diagnostik und Therapie ist entscheidend. Wer den Beruf des Tierheilpraktikers wählt, der sollte darin eher eine Berufung als einen Beruf sehen, da viele arbeitsintensive Stunden, viele Entbehrungen und wenig finanzielle Mittel auf denjenigen warten, der diesen Beruf mit dem nötigen Enthusiasmus lebt.
Homöopathische Regulationstherapien bei unseren Tieren
(Pferdeanzeiger und Haustieranzeiger 2004, Verfasser C. Nehls)
Die homöopathische Therapie unserer Tiere hat das Ziel, die Selbstheilungskräfte anzuregen und den Gesamtorganismus zu regulieren, es werden keine Symptome bekämpft oder unterdrückt. Die homöopathische Therapie ist eine ganzheitliche und ursächliche Therapieform
Die Homöopathie beruht auf zwei Grundsätzen:
Erster Grundsatz: Was eine Arznei bewirkt, wird durch Prüfung am gesunden Menschen ermittelt.
Zweiter Grundsatz: Um sanft, gewiss und dauerhaft zu heilen, wähle in jedem Krankheitsfall eine Arznei, die ein ähnliches Leiden für sich erregen kann, wie sie heilen soll (Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden – Similia similibus curentur -).
Die Kraft und Dynamik,
die den tierischen und menschlichen Körper belebt, ist instinktartig und entspringt
dem Geist. Es ist die Lebenskraft! Im gesunden Zustand des Lebewesens herrscht
diese Lebenskraft uneingeschränkt. Sie hält alle inneren und äußeren Lebensvorgänge
in einem harmonischen Gleichgewicht, in Ordnung und Harmonie. Gesundheit bedeutet
Heilsein. Schädigende Einflüsse der inneren und äußeren Lebensvorgänge können
den Organismus stören, so dass das ursprünglich harmonische Gleichgewicht
in Unordnung gerät. Die Stärke und Dauer der schädigenden Einflüsse, die Konstitution
und der Allgemeinzustand unserer Tiere geben den Ausschlag, ob das Tier erkrankt
bzw. ob eine Erkrankung plötzlich auftritt oder sich langsam entwickelt. Die
Homöopathie steht für die individuelle Ganzheit von Geist-Seele-Körper. Wir
sprechen nicht von der Krankheit, sondern von dem kranken Lebewesen mit seinen
ganz eigenen individuellen Krankheitsanzeichen. Die
Fähigkeit zur Wahrnehmung von Krankheitsanzeichen ist vielen Menschen abhanden
gekommen durch die Hektik des Alltags, durch den persönlichen Lebensweg und
andere Umstände. Dennoch ist es möglich, das Wahrnehmen wieder zu erlangen
und zu üben. Da ein Tier uns seinen Schmerz nicht mitteilen kann, ist hier
ganz besonders unsere Wahrnehmung gefragt. Heilen ist das Bemühen, den
kranken Organismus anzuregen, seine ursprüngliche Harmonie und Ordnung wieder
herbeizuführen. Die Natur hat es so eingerichtet, das jedes Lebewesen eine
Kraft besitzt, die um Gesundung und Heilwerdung bemüht ist. Hier setzt die
homöopathische Therapie an:
Die Homöopathie (homöo = ähnliches/pathos = Leiden) unterstützt den Organismus bei seiner Bemühung um Regulation und Selbstheilung. Die Arznei, die ähnlich ist, übt einen Reiz aus und erwirkt eine Reaktion. Reagieren ist ein aktives Geschehen: der erkrankte Organismus reagiert auf die seinem Leiden ähnlichste Arznei, indem er seine Selbstheilungskräfte mobilisiert, wobei die Reaktionslage des Tieres mit diesem Geschehen eng verknüpft ist. Der aktive Prozess einer ordnenden Umstimmung führt zur naturgegebenen Besserung der individuellen Krankheit und letztlich zur Heilung! Nebenwirkungen sind weitgehend ausgeschlossen mit Ausnahme einer unangemessenen Medikation. So würde beispielsweise eine Stimulierung und Stärkung des Immunsystems durch Echinacea bei Allergien sowie auch bei Krebserkrankungen und anderen Autoimmunerkrankungen die Erkrankung fördern, nicht lindern, was im Umkehrschluss bedeutet: Auch mit homöopathischen Mitteln sollte nicht rumexperimentiert werden, sondern die Therapie ausgebildeten Behandlern überlassen werden!
Als Samuel Hahnemann im Jahre 1796 die Gesetze der Homöopathie veröffentlichte, dachte noch niemand daran, auch Tiere mit dieser Therapieform zu behandeln. Die ersten Manuskripte zur Tierhomöopathie wurden zwischen 1811 und 1821 geschrieben und blieben bis zum Jahre 1956 unveröffentlicht! Auch der im Jahre 1829 vor Tierärzten und Landwirten gehaltene Vortrag fand keine nennenswerte Beachtung. Es blieb damals bei den überlieferten alten Bräuchen, die Tiere mit Aderlässen, Purgiertränken und Haarseilen zu heilen. Hahnemann sah die Tierheilkunde ähnlich der Menschenheilkunde und stieß damit auf massiven Widerstand. Er dürfte so ziemlich der erste Tierschützer gewesen sein. Seine Aussage: „Tiere sind mit einem Wort durch die homöopathische Heilart wenigstens ebenso sicher und gewiss wie die Menschen zu heilen“ wurde inzwischen durch umfassende Erfahrungen in der Tierhomöopathie bestätigt.
Er schien sich ab und zu mit der Tierheilkunde zu beschäftigen und behandelte nebenbei einige Tiere.
Auch machte er darauf aufmerksam, dass die Behandlung der Tiere wertvolle Beweise für die Wirksamkeit der Homöopathie liefert. Denn den sogenannten Placebo-Effekt gibt es glücklicherweise bei unseren Tieren nicht!
Es werden einige Schriften
zur Tierheilkunde mit homöopathischen Mitteln von Hahnemanns Anhängern geschrieben.
Diese finden aber wenig Beachtung.
Das Jahr 1833 brachte die
echte Diskussion um die Bedeutung von Hahnemanns Lehre in der Tierheilkunde.
Jetzt wurde auch die Isopathie (Nosoden) begründet. Sie wurde von vielen als
ekelhaft abgetan, tat aber doch ihre Wirkung. Es folgten zahlreiche „Versuche“
an Tieren, von Gegnern und Befürwortern der Homöopathie. Teils mit mäßigem
Erfolg. Fehler aufgrund ungenauer Testreihen verfälschten die Ergebnisse.
1836 gab es immer mehr Berichte zum Teil auch von Laienbehandlern in den verschiedensten
Zeitschriften und sogar in der Tagespresse. Es kamen ein paar Tierärzte zur
Homöopathie, da sie mit der Allopathie (allos pathos – gegen Leiden) an ihre
Grenzen stießen. Hahnemanns Lehre war wieder hart umstritten. Diese Ärzte
hatten Heilerfolge in der eigenen Familie und waren mit den früheren Therapieversuchen
unzufrieden. Die Kosten der Homöopathie lagen wesentlich unter der einer damals
üblichen Therapie. Dies ist heute leider nicht mehr der Fall.
Mehrere Tierärzte schrieben weitere Werke. So rettete sich die Homöopathie in unser Jahrhundert. Sie wurde unzählige Male diskutiert und in Frage gestellt und hat unzählige Male bewiesen, dass sie doch funktioniert:
Heute erfreut sich die Homöopathie größter Beliebtheit und erreicht aus verschiedenen Gründen zunehmende Popularität. Die Tiefe dieses homöopathischen Prinzips zu erfassen, seine Gesetzmäßigkeiten zu erkennen und den Patienten auf den Weg zur Genesung zu führen, ihn richtig zu begleiten und zu unterstützen, ist die Aufgabe des Tierhomöopathen. Der vierbeinige Patient steht im Mittelpunkt des Interesses. Das Tier richtig zu verstehen, es in seinem Wesen, seinen individuellen Eigenarten zu erfassen und sein Verhalten zu ergründen stellt die größte Herausforderung für den Tierhomöopathen dar, denn dies ist für uns Menschen nicht ohne umfangreiches Wissen, Erfahrung und ausreichende Übung möglich. Nur wenn wir in der Lage sind das Verhalten der Tiere richtig zu deuten, ist es möglich den Tierpatienten auch in seiner emotionalen und geistigen Verstimmung zu erfassen und ihm gerecht zu werden.
Was bedeutet Potenzierung?
Die Herstellung der Homöopathika ist in einem Buch, das sogenannte Homöopathische Arzneibuch (HAB), festgelegt. Darin enthalten sind alle Herstellungsverfahren, wie viel von was genommen wird, wie es verdünnt wird, usw. Auch sämtliche Schüttel- und abwärts Schlagbewegungen sind darin festgelegt.
Herstellung von den Urtinkturen bzw. -substanzen
- Verreibung
Verwendet werden unlösliche Mineralien oder feinpulverisierte gekochte Pflanzen oder Pflanzenteile (Wurzeln, Samen, u.a.). Ihre Zubereitung geschieht durch mindestens einstündiges Verreiben im Mörser.
- Tinktur
Ausgangsstoff sind getrocknete, pulverisierte Pflanzen oder gequetschte animalische Substanzen (z.B.: Biene, Ameise, Organe). Mit 90 – 60 % Alkohol werden die Inhaltsstoffe der Substanzen extrahiert.
- Lösung
Ausgangsstoffe sind vorwiegend Salze und Säuren, diese werden je nach Lösungsfähigkeit zu wässrigen oder alkoholischen Lösungen verarbeitet.
- Essenzen
Nennt man die Zubereitung aus dem Saft frisch gepresster ganzer Pflanzen oder Pflanzenteile (Blüten, Blätter). Dieser Saft wird mit 90 %igem Alkohol zwecks Haltbarmachung versetzt.
Essenzen, Tinkturen und Lösungen werden in ihrer Grundform als Urtinkturen bezeichnet. Die festen Stoffe (Verreibungen) tragen den Namen Ursubstanz.
Dazu wird das Gemisch in der im HAB vorgeschriebenen Art bewegt und bearbeitet.
Feste Stoffe müssen durch mindestens einstündiges Verreiben im Mörser mit Milchzucker zubereitet werden.
Flüssige Stoffe werden aus der Urtinktur in jeder Stufe der Potenzierung durch zehn kräftige, abwärts geführte Schüttelschläge gemischt. Als Unterlage sollte dazu ein dickes Buch dienen. Erst durch dieses Verreiben oder Verschütteln werden aus einfachen Verdünnungen homöopathische, dynamische Potenzen. Verdünnung bedeutet hier nicht eine Abschwächung, sondern eine Zunahme der Wirkung, wobei diese einem jedem Mittel eigenen Rhythmus unterliegt. Die Arznei ist der Träger der Information. Diese Information benötigt eine Substanz, die sie konserviert.
Es gibt C, D und LM Potenzen. Hahnemann verwendete hauptsächlich die C –Potenzen. In den deutschsprachigen Ländern kommen aber vorwiegend die D - Potenzen zur Verwendung. D – Potenzen verwendet man gerne in akuten Fällen, die C- Potenzen eher in den chronischen Fällen.
Von Tiefpotenz spricht man
bis zu ungefähr D 12. Ab der Lohschmidtschen Zahl bei der D 23, verlässt man
den materiellen Bereich, d.h. man kann keine Moleküle des Grundstoffes mehr
nachweisen, man befindet sich dann im immateriellen Bereich. Ab hier zählen
nur noch die energetischen Kräfte und wir wären somit an der Energiearbeit
angelangt, wie zum Beispiel auch bei Reiki und Bachblüten.
Mittlere Potenzen liegen zwischen D 12 und D 23. Man verordnet sie gerne bei Funktionsstörungen und subakuten Erkrankungen.
Hochpotenzen fangen bei D 30 an und gehen dann ab D 200 in die Höchstpotenzen über. In akuten Krankheitsfällen gibt man vorwiegend Tiefpotenzen, bei längerem Krankheitsgeschehen oder auch mit seelischer Komponente geht man zu den Hochpotenzen über. Höchstpotenzen verordnet man überwiegend im seelisch-geistigen Bereich, wie Verhaltensstörungen.
Die klassische Homöopathie steht grundsätzlich für die Therapie mit dem individuell passenden Einzelmittel. Ähnliches möge mit Ähnlichem geheilt werden. In der klassischen Homöopathie wird immer die Ganzheit des Individiums erfasst und das geeignete Mittel umfasst Symptomatik, Erkrankung, Charakter, Besonderheiten, Eigentümlichkeiten, Sonderheiten, Konstitution und Leitsymptome. Die klassische Homöopathie ist eine hohe Kunst und nicht ohne ein umfassendes Studium dieser Heilart zu praktizieren.
Unter Konstitution versteht man die Gesamtheit (Ganzheit) der individuellen, charakteristischen Merkmale und Symptome von Geist-Seele-Körper des Tieres. So spricht man auch vom Konstitutionstyp. Eine Behandlung nach der Konstitution leiten wir vorwiegend bei chronischen und vielfältigen Erkrankungen sowie auch bei Verhaltensstörungen unserer Tiere ein. Die Konstitutionsbehandlung erfordert eine gute Kenntnis der Arzneimittellehre, ein geschultes Auge, die nötige Sensibilität, Einfühlungsvermögen und eine sehr gute Beobachtungsgabe, aber auch Kenntnisse über arttypisches Verhalten, Lebensformen und deren Abgrenzung zu Verhaltensstörungen. In der Homöopathie kennen wir einige Arzneien, die als sogenannte Konstitutionsmittel bezeichnet werden. Dies sind sehr vielfältige Arzneien, welche sich über Jahrhunderte bewährt haben. Es sind Arzneistoffe, die ein reiches Spektrum an Eigenschaften besitzen, die durch die Prüfung am Gesunden (Menschen) eine Fülle sonderlicher, ungewöhnlicher, eigentümlicher und charakteristischer Symptome und Merkmale an Geist-Seele-Körper erzeugten und dazu führten, dass uns heute bildhafte Arzneitypen zur Verfügung stehen. Die Konstitutionsbehandlung erfolgt grundsätzlich mit Hochpotenzen und gehört in den Bereich der klassischen Homöopathie.
Dies sind Arzneien, welche sich in der Behandlung bestimmter Erkrankungen mit ihren individuellen Symptomatiken gut bewährt haben:
Nux vomica (Brechnuß): Die Brechnuß gilt in der Veterinärmedizin seit langer Zeit als eines der wichtigsten Polychreste. Zu den vielfachen Anwendungsgebieten zählen das Zentralnervensystem, das vegetative Nervensystem und die Verdauungsorgane. Crataegus (Weißdorn): Gilt als Herzmittel und hat sich als ausgezeichnetes Mittel bei beginnender Herzmuskelschwäche und leichteren Herzstörungen bewährt. Crataegus bringt einen verbesserten Blutdurchfluss in den Koronargefäßen, wirkt aber auch direkt auf die Herzmuskulatur ein, indem es die Energielieferung für die Muskelfibrillen erhöht.
Viele Erfahrungen und zunehmende wissenschaftliche Erkenntnisse ermöglichen es heute, standardisierte Therapien anzubieten. Das antihomotoxische Arzneimittelsortiment ist gegenüber der klassischen Homöopathie um spezifische Wirkstoffgruppen erweitert worden. Hierzu zählen potenzierte Suis-Organpräparate, intermediäre Katalysatoren sowie homöopathisierte Allopathika. Aber auch homöopathische Einzelmittel in Kombination werden verwandt. Durch eine sinnvolle Kombination der Präparategruppen mit klassischen homöopathischen Mitteln, wie sie therapeutisch zweckmäßig in den auf antihomotoxischer Grundlage zusammengestellten Arzneimitteln vorliegt, wird die Eigenregulation des Organismus gestärkt oder neu in Gang gesetzt und dadurch die Krankheitsentwicklung hin zu Heilung umgekehrt.
Komplexmittel nennt man Mittel, welche aus mehreren Einzelmitteln bestehen und nach bewährten Indikationen der Erfahrungsheilkunde bei den unterschiedlichsten Erkrankungen gute Dienste leisten und ihren Einsatzbereich dort finden.
Dass die homöopathische Therapie ein komplexes und umfassendes Wissen voraussetzt und ausschließlich nach einem fundierten Studium angewendet werden sollte, ergibt sich aus dem oben Gesagten. Die Homöopathie ist eine wunderbare Form der Therapie unserer Tiere, jedoch sollten wir diese verantwortungsvoll und mit Einfühlungsvermögen, Sensibilität und einer geschulten Wahrnehmung mit Blick auf unser individuelles Tier anwenden!
Naturheilkunde für Tiere
(Artikel von mir für verschiedene Fachzeitschriften)
Die naturheilkundliche Behandlung unserer Tiere liegt zwar im Trend der Zeit, ist jedoch nach wie vor umstritten!
Manch einer glaubt, die
Homöopathie, die Isopathie und selbst die Phytotherapie seien keine wirksamen
und erfolgversprechenden Therapien, sondern eher „für diejenigen gedacht,
die an die Wirksamkeit (gleich Hexerei..) glauben“..Zudem
bestehen zum Thema Naturheilkunde etliche unrichtige Aussagen, welche sich
hartnäckig halten, obwohl die Unrichtigkeit dieser Aussagen in der Praxis
immer wieder bewiesen wird.
So ist unrichtig, dass eine
homöopathische Therapie eine phytotherapeutische Therapie ausschließt, weil
die Homöopathie dann nicht mehr wirken kann; wahr ist, dass homöopathische
und phytotherapeutische Mittel nicht gleichzeitig, sondern mit einem Zeitabstand
von mindestens 3 Stunden gegeben werden sollten, damit beide Therapieformen
ihre Wirkung nicht verfehlen. Wichtig zu wissen ist auch, dass homöopathische
Mittel ihre volle Wirksamkeit nur entfalten können, wenn diese „pur“ bzw.
mit Wasser als Trägerstoff verabreicht werden, dieser Umstand bzw. der Hinweis
darauf wird allzu oft von „Möchtegernhomöopathen“ übersehen und die Homöopathie
wirkt so leider bei weitem nicht so erfolgversprechend – vorausgesetzt das
Mittel ist das individuell passende – als wenn dieser Hinweis erteilt wird.
Auch die Auffassung, dass die Naturheilkunde weniger erfolgversprechend ist, wie die veterinärmedizinische Therapie ist nicht aufrecht zu erhalten. Die Meinung, dass veterinärmedizinisch austherapierte Tiere nicht mit naturheilkundlichen Mitteln eine reelle Chance zur Gesundung haben, ist in der Praxis unzählige Male widerlegt, da die Naturheilkunde für manche Erkrankungen wahre „Schätze“ bereithält und die Veterinärmedizin hier leider nicht mithalten kann. Dies ist natürlich auch im umgekehrten Falle, so zum Beispiel in der Notfallmedizin, der Fall.
Auch der immer wieder
behauptete „Gewöhnungseffekt“ tritt definitiv in der Praxis nicht ein. Die
Phytotherapie kann – sofern für die Langzeitanwendung geschaffen – dauernd
eingesetzt werden, ohne das „Gewöhnungseffekte“ bzw. „Unwirksamkeit“ eintritt.
Bei der homöopathischen Medikation ist wichtig zu wissen, dass diese
keinesfalls vorbeugend, sondern grundsätzlich erst bei Eintritt der Symptomatik
eingesetzt werden darf, da sonst unerwünschte Symptomatiken bzw. Erkrankungen
eintreten können, wenn die Information den Organismus anspricht. Bedenkt man,
dass Homöopathie „Information“ und Phytotherapie „Materie“ darstellt, so
spricht allein daher kein Umstand dagegen, beide Therapieformen gemeinsam
einzusetzen. Dies setzt allerdings den Umstand voraus, dass auch die
„Information“ weitergeleitet werden kann und dies wird schon schwierig, wenn
unser Tier beispielsweise vor dieser Information mit ätherischen Ölen, welche
ja sehr geruchs- und geschmacksintensiv sind, behandelt wird, egal ob lokal
oder als zu verabreichende Lösung.
Die homöopathische
ganzheitliche Therapie
von Pferdeerkrankungen
(Artikel von mir für den
Pferdeanzeiger 08/2008)
Homöopathie und Ganzheitlichkeit liegen im Trend und wurden zu regelrechten Modebegriffen. Immer wieder stoßen wir auf diese Begriffe, welche jedoch nicht selten etwas anderes meinen, wie sie aussagen. Oft ein Werbeslogan, der zu Verwirrungen und Verwechslungen führt; so wird Homöopathie manchmal mit Kräuterheilkunde verwechselt oder es bestehen Missverständnisse zwischen klassischer und komplementärer Homöopathie.
Mit der Ganzheitlichkeit wird oft beworben, was mit ihr nichts gemein hat.
Der Begriff Ganzheitlichkeit soll uns verdeutlichen, dass das Pferd im Gesamten therapiert wird, was Fütterung und Haltung ebenso wie die Psyche, die Arbeitsleistung, den Umgang mit Menschen und anderen Pferden sowie alles individuell Relevante in die Therapie einfließen lässt.
Der Begriff Homöopathie verdeutlicht, dass wir nicht mit der Materie, also mit dem Greifbaren und Nachweisbarem, sondern mit Informationen, mit Stoffen arbeiten, welche oft nicht nachweisbar sind. Homöopathische Mittel werden potenziert, das heißt, nach einem ganz speziellen Verfahren verdünnt und geschüttelt bzw. verrieben. Letztlich ist ab einer bestimmten Verdünnung/ Potenzierung der Ausgangsstoff nicht mehr nachweisbar. Wir therapieren das Pferd mit Informationen. Diese Informationen regen die Selbstheilungskräfte an und würden bei einem gesunden Pferd die Krankheit auslösen, die wir bei der Wahl des passenden Mittels bei unserem Patienten Pferd regulieren können.
In der Homöopathie unterscheidet man die klassische Homöopathie, die Konstitutionsbehandlung, welche mit einem individuell passenden Mittel der Störung des Befindens „zu Leibe rückt“ und die komplexe, die komplementäre Homöopathie, welche mit Komplexmitteln (= unterschiedliche Ausgangssubstanzen in unterschiedlicher Potenzierung) die Ursache der Befindensstörung regulieren kann aufgrund der vorhandenen Symptome, die in ihrer Gesamtheit die Individualität ausmachen.
Substanzen, die zur Herstellung eines homöopathischen Mittels dienen, gibt es ganz verschiedene; beispielsweise Mineralstoffe, Pflanzen und Kräuter, Bakterien und Keime (sogenannte Nosodenpräparate), Spuren der Organe, die wir regulieren möchten und Mischungen aus oben Genanntem.
Beschäftigen wir uns mit der Homöopathie, so lesen wir auch immer wieder das Wort „Erstverschlimmerung“, was vielen Pferdebesitzern den Mut zur homöopathischen Therapie ihres Pferdes nimmt, da die Angst besteht, dass die Erkrankung und Symptomatik sich erst einmal verschlimmern könnten, wenn das passende Mittel gewählt wurde. In meiner Praxis kommt eine „Erstverschlimmerung“ so gut wie nicht vor. Letztlich kann dies an der gewählten Therapieform liegen; die bei uns nur in Einzelfällen eine Konstitutionsbehandlung bzw. Therapie der klassischen Homöopathie darstellt. Wir arbeiten in der Regel mit Komplexmitteln und schließen so die Gefahr einer Erstverschlimmerung fast aus; zumindest gab es in keinem bisherigen Falle die oft zitierte Erstverschlimmerung bei unseren vierbeinigen Patienten.
Eine homöopathische und ganzheitliche Therapie der verschiedenen Erkrankungen des Pferdes beinhaltet die Erfassung aller Lebensumstände des Pferdes, der Fütterung, der Haltung und sämtlicher relevanter Faktoren, die dieses individuelle Pferdeleben ausmachen ebenso wie eine ausführliche Anamnese (= Krankheitsgeschichte), eine gründliche Untersuchung und darauf aufbauende Diagnosestellung.
Hat sich der ganzheitliche Therapeut ein umfassendes Bild
des erkrankten Pferdes und einen Eindruck verschafft, ist es in der Regel
möglich, eine Diagnose zu stellen. Es können ergänzend eine Blutuntersuchung,
ein Röntgen, ein Ultraschall, eine Kotuntersuchung oder weiterführende
Untersuchungen notwendig werden. Ist dies der Fall, werden weitere
Untersuchungen – soweit möglich – veranlasst bzw. eine Abklärung in einer
Pferdeklinik o. ä. angeraten.
Sind sämtliche Untersuchungen abgeschlossen, wird der ganzheitlich arbeitende Homöopath als Grundvoraussetzung notwendige Änderungen der Haltung und Fütterung vornehmen, um dem betroffenen Pferd ein Optimum an genesungsfördernden Voraussetzungen zu schaffen. Je nach Symptomlage und Erkrankung werden auch die Lebensumstände des Pferdes in die Therapie mit einfließen und Verbesserungsvorschläge bzw. Tipps unterbreitet, Optimierungen einzuleiten. Hier können ganz verschiedene Faktoren Berücksichtigung finden, beispielsweise der Umgang, die Herdenzusammenstellung, der Sattel und/oder die Ausstattung des Pferdes, Verbesserungen der Unterbringung und vieles mehr.
Auf diese Grundvoraussetzungen einer erfolgreichen und langfristigen Verbesserung des Gesundheitszustandes werden dann die oder das passende homöopathische Mittel rezeptiert bzw. injiziert. Homöopathische Mittel sind grundsätzlich apothekenpflichtig, daher ist die Abgabe nur beschränkt möglich, beispielsweise für die Erstversorgung des Patienten. Da eine homöopathische Therapie selten bei einer einmaligen Gabe endet, ist es üblich, dass der Pferdebesitzer die verordneten homöopathischen Mittel, für die in der Regel ein Rezept ausgestellt wird, in der Apotheke besorgt.
Dass eine ganzheitliche und homöopathische Therapie auch über viele Kilometer Entfernung sehr gut funktionieren kann, zeigen unsere vielen Erfahrungsberichte glücklicher Pferde und Pferdebesitzer.
Heute berichtet
der kleine Jon über die erfolgreiche
Therapie
seiner chronisch
obstruktiven Bronchitis:
Silvia Hoffmann schrieb im Namen von Jon (E-Mail: ushoffmann@aol.com):
Hallo Frau Nehls,
ich bin´s mal wieder, der Wallach Jon, der so schlimme
Atemprobleme hatte, dass er fast eingeschläfert worden wäre. Sie erinnern sich?
Meine Menschenfrau hatte sich vor etwa einem Jahr völlig verzweifelt an Sie
gewandt, Sie hatten eine Haaranalyse gemacht, eine homöopathische Therapie
empfohlen und meine Ernährung umgestellt. Ich war auch ganz brav und habe die
Sachen alle gegessen, die sie mir in den Eimer tat. Und der Erfolg war
überwältigend. Die Therapie begann am 3.5.07. Nach wenigen Tagen fühlte ich
mich bereits viel besser und wurde schon wieder ein bisschen übermütig. Ich
bekam ein herrlich glänzendes Fell und meine Mähne und mein Schweif sehen super
aus. Meine Freundin, die Paint-Quarter-Stute Cheyenne, war ja schon vorher ganz
verknallt in mich, aber jetzt ist sie wie ein Bonbon, so klebt sie an mir.
Im Sommer konnte ich die ersten Galoppsprünge machen, musste aber danach noch
oft husten. Doch das wurde immer besser. Meine Menschenfrau hat mir die Portion
Kräuter und den Hustensaft, die ich zuerst gar nicht wollte, verdoppelt, und
ich vermute mal, dass das ein Tipp von Ihnen war. Und weil ich ja ein braver
Bub bin, habe ich alles gegessen. Und der Husten wurde immer weniger und
seltener, und seit Spätsommer kann ich wieder über die Koppel rennen und
buckeln, ohne danach zu husten. Ich hätte nie gedacht, dass ich wieder so viel
Spaß haben kann, und Cheyenne hat sich auch sehr gefreut. Inzwischen kann
ich mit ihr Kämpfchen machen, das macht Spaß. Sie ist zwar größer als ich, aber
erst drei Jahre und ich kann ihr schnell zeigen, wer der Chef
ist! Und das bin jetzt wieder ich! Im Spätsommer durften die
Menschenkinder wieder auf mir reiten, und ich war so glücklich! Endlich wieder
in den Wald, da war ich so lange nicht mehr! Und dann begann meine Besitzerin
(die Tochter der Menschenfrau, die mich mit Ihrer Hilfe gesund gepflegt hat)
wieder auf mir zu reiten. Anfangs kam ich noch schnell außer Atem, ich hatte ja
keine Kondition mehr. Aber dann hörte im November der Husten fast ganz auf, und
auch die Frau ritt auf mir. Die hatte vorher erst einmal auf mir gesessen, denn
sie ritt ja immer meine große Liebe Tanja, aber die ist ja leider im
Pferdehimmel. Und ich habe mich bemüht, ganz brav zu sein und so konnte ich der
Frau etwas von dem Glück zurückgeben, was ich von ihr bekomme. Und
deshalb kann ich mich nur ganz herzlich bedanken, ohne Sie wäre ich
bestimmt bei Tanja im Himmel. Ich bin wieder ein glückliches Pferdchen, und von
der heftigen Atmung ist nichts mehr zu sehen. Nur wenn ich so schnell renne,
wie ich nur kann, dann pfeift mein Atem. Aber innerhalb von wenigen Minuten ist
alles wieder normal. Ich kann also wunderbar mit Reiter im Galopp durch den
Wald rennen, ohne Husten und Atemnot und die Menschen achten darauf, dass ich
nicht zu schnell werde. Dann ist alles ganz wunderbar. Also nochmals vielen
vielen Dank für mein Leben!
Es grüßt ganz herzlich Jon